Philosophische Kurzgeschichte

Die Ferien über korrigiere ich und werfe Zeug weg. Altes Papier, alte Kabel, altes Plastik, was sich so sammelt und was sich nicht verschenken lässt. Dabei bin ich auf Kartons aus meiner Jugendzeit gestoßen. Hier ein erstes Geständis, auf dass es allen eine Warnung und Mahnung sei: Es folgt der Rest einer Kurzgeschichte, die ich als Teenager für ein Fanzine geschrieben habe. Die erste Hälfte ist leider verloren gegangen. Der Schluss der Geschichte gefällt mir noch immer: „Nein,“ sagte King. „Es war kein Zufall, kein Unfall. Es war Mord.“

Irgendwie schon auch grässlich. Ich hoffe, ich war noch ein sehr junger Teenager; so genau weiß ich das nicht mehr. Jahre vor dem Religions-Colloquium, aber doch nachdem ich das „Lexikon Zitate und Sprichwörter“ im Schrank meienr Eltern von A-Z gelesen hatte, einschließlich der fremdsprachigen Abteilungen. (Inzwischen kenne ich auch Anatole France.)

Die Leute haben übrigens deshalb so blöde Namen, weil sie verschlüsselte Formen anderer Namen darstellen: King entspricht Kull, Baily steht für Brule. Beides sind Figuren von Robert E. Howard, die in gewisser Weise Vorbilder für die Personen der Kurzgeschichte waren. Kull war einen Vorläufer von Conan, dem Barbar, nur philosophischer und reflektierender, wenn man sich so etwas vorstellen mag.
Kuthulos hat sicher etwas mit Cthulhu zu tun und bei Karmiles steht wohl der englische Name Carmichael Pate – aber auch sonst habe ich mir sicher was bei den Namen gedacht. (Immerhin habe ich bei den anderen Namen peinlich genau auf parallele Anfangsbuchstaben und Wortlänge geachtet. — Schon bei Howard waren die Namen übrigens dämlich.

Das Veröffentlichen fällt mir leichter durch die charmante Grafik. Echte Schreibmaschine, so sah das früher aus.

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One thought to “Philosophische Kurzgeschichte”

  1. slightly off-topic: Ach ja, korrigieren und wegschmeissen. Bei mir kommt noch einordnen hinzu, weil wieder viele Blätter lose rumliegen.

    re: Jugendsünden – letztes Jahre habe ich konsequent fast alles schulisches und studentisches geschriebenes und VOR ALLEM kopiertes vom Dachboden des Elternhauses geholt und ins Altpapier geschmissen. Ein paar Bastelarbeiten und Kunstsachen aus Kindergarten und Schule haben es überlebt, ebenso mein Fragment meiner nie geschriebenen Fantasygeschichte über mein wannabe alter ego Meranna.

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