Schüler und Insekten

Bei Heise liest man’s und bei der NYT: Klingeltöne für’s Handy, die so hochfrequent sind, dass nur junge Leute sie hören können. Und der Lehrer kriegt nichts mit.

Auf einer der Seiten habe ich gelesen, dass das ursprünglich gegen Insekten angewendet wurde, dann auch gegen herumlungernde Jugendliche im Einkaufszentrum: Nur die stört der penetrante Ton.

Einige der mp3-Downloads sind nicht sehr beeindruckend, aber die Mosquito-Sound-Datei, auch bei Heise verlinkt, funktioniert. Ich höre wirklich kein Fiepen. Aber wenn man die Tonhöhe mit einem geeigneten Programm ändert, merkt man, dass da doch etwas ist.
Jetzt muss ich nur noch schnell irgendwo einenn Teenager herkriegen, um auszuprobieren, ob das wirklich funktioniert.

(Das mit dem Hören an sich, nicht das mit dem Verscheuchen.)

10 Antworten auf „Schüler und Insekten“

  1. Ob das stimmt?

    Falls es dich interessiert:

    Unter http://www.metro.co.uk/weird/article.html?in_article_id=14031&in_page_id=2 ist das Thema schon einmal am 24. Mai beschrieben worden. In einem Kommentar zu einem meiner Einträge http://examensblog.de/?p=111 hatte es mir ein Freund geschickt. Ich hatte damals, dem Link folgend, eine Menge Diskussionen durchgelesen. Weiß aber nicht mehr genau, wo das war.

    Einen technischen Kommentar dazu hatte er auf http://www.boingboing.net/ gefunden und mir geschickt:

    “Considering that such high tones are virtually unattainable for the cell-phone loudspeakers I find the story highly suspect. Besides, the sound used as a ringtone would be compressed in some way (maybe not in the newer models, but would all kids have them?), further reducing the possibility that such high frequency content is preserved. I did little research and found this link where cell-phone audio capabilities are presented in detail. According to them the cell-phone’s piezoelectric speaker caps its frequency response about at 10khz, while the Teen Buzz plays at 18khz to 20khz.”

    (Ich weiß nicht, verlinkt er die Links automatisch? Ich schreibe es mal so komplett rein. Entschuldige, wenn es etwas umständlich ist.)

  2. Aha… interessant.
    Also bei mir (etwas über 19 Jahre alt) funktionierts.
    Es ist aber kein Dauerton, sondern eine regelmäßige Modulation.
    Ich kann mir schon vorstellen, dass das bei einer gewissen Lautstärke recht nervig werden kann. (Die Aufnahme ist recht leise, klingt wie mit dem Mikro aufgezeichnet, mit den Stimmen und dem Lachen im Hintergrund.)

  3. Danke für die Informationen. @Kati: Ja, das mit den Links geht automatisch. Ich hätte es aber vorher auch nicht beschwören können.
    19 ist noch Teenager genug, danke schön. :-)

  4. Also ich hab’s auch grad versucht. Beim Link von bbc höre ich keinerlei Fiepen, nur die Hintergrundgeräusche. Meine Tochter (10 J.) hört ein auf- und abschwellendes Fiepen, aber leise. Beim Klingeltonvertreiber (dem größten hier, darf man eigentlich Namen nennen oder ist das dann Werbung?) gibt es drei solcher Töne, bei einem (magic sound 18) höre ich sogar das Fiepen, allerdings gaaaanz leise – die anderen höre ich garnicht.
    Also doch schon alterstaub. Meine Tochter allerdings ist elterntaub.

  5. Hallo @ thomas, hallo @all,

    ich war über die tagesschau aif die Heise seite gelangt. {http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0„OID5621104_REF1,00.html} die mit Endlich: Der (fast) unhörbare Klingelton fürs Handy in der Schlagzeile aufmachte.

    Den angebotenen Ton habe ich mir natürlich sofort angehört. Ich gehöre wahrscheinlich zu den häufigen Menschen, die Mäuse, Fledermäuse und Ultraschall-Fernbedienungen an ihrem geräusch erkennen können und das, was ich da zu Ohren gekriegt hatte war einfach schrecklicher kopfschmerzerzeugender Lärm.

    Meines Erachtens kann man/frau/schülerin/schüler das handy auch mal für ne Weile ausmachen. Peinlich für mich ist ja auc immer, wenn ich es mal vergesse.

    Für alle Lehrerkollegen wäre ja geckig der sache mit einem Bat-Detektor (einem Ultraschall-Messgerät) auf die Spuren zu kommen. Diese wandeln US Geräusche in Tacken und Klackern um. Dieses offen demonstriert offeriert dann auch die geheimen SMS und Anrufe – natürlich nur, wenn man Wert darauf legt, dass man solche detektivischen Ambitionen hegt. Sonst wäre es ja sinnvoller um die Sache zu wissen und die MitschülerInnen zu schützen, wenn sie davon gestört werden. Aber das ist eher problemorientierter Gesprächsanlass, als Bekämpfungstheorie! ;-)

    Grüße aus dem gewittrigen Koblenz
    Andreas

  6. Dieses hier ist auch recht informativ: http://futurezone.orf.at/produkte/stories/115342/

    Und sollte ich irgendwo mit diesem Mist belästigt werden, weiß ich endlich mal wofür ich diese Rechtschutzversicherung habe. Ich bin über 40, höre das nur noch leise, vor allem da ich gerade wassergeschädigt bin, könnte aber an Abenden, an denen alle ihre Fernseher anhaben auch immer noch ne Bombe schmeißen…

  7. Cool! Wenn ich die Boxen laut aufdrehe höre ichs. Allerdings nur auf dem rechten Ohr. Gedankennotiz an mich: Schülern immer das rechte Ohr zudrehen:-)

  8. Die machen das nicht, denn denen hat man ja schon im Konsumtempel das Hirn rausgeschmerzt, es sei denn ihre Eltern klagen mal ;o)

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