Dumm, aber nützlich

Als ich gestern für das Stöckchen in meinen alten Unterlagen gekramt habe, habe ich auch dieses Interview gefunden:

klasse_4d_1977-78_fragebogen.jpg

Zum Abschluss der 4. Klasse haben wir Selbstportraits gezeichnet und uns Interviewfragen gestellt, der ganze Satz wurde dann vervielfältigt (Umdruckverfahren, wer erinnert sich noch?) und an alle Schüler verteilt.

Fußnoten:

  • Noch heute habe ich Schwierigkeiten beim Schreiben des Wortes Dedektiv Detektiv.
  • „Mondbasis Alpha 1“ war natürlich kein Ersatz für Raumschiff Enterprise.
  • Adresse und Telefonnummer stimmen nicht mehr.

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13 Thoughts to “Dumm, aber nützlich

  1. vor ein paar Jahren wurde MBAlpha auf Kabel1 wiederholt. Hab ich mich gefreut, Jugenderinnerung und so. Bis ich das Zeug dann sah. Das Zeug ist sowas von völlig für die Tonne, und sowas fand man mal gut??? Aber wie’s halt so ist, kurz nach’m Kriech, wir hatten ja nix, da war alles toll, Hauptsache SF…

  2. Wunderbares Interview!

    Umdruckverfahren (wir nannten das „Schnapskopien“): Erstens erinnere ich mich lebendig, zweitens hat mein Sohn in der Unterstufe Aufgabenblätter mitgebracht, deren Vorlagen deutlich erkennbar solche Schnapskopien waren. Offenbar gibt es hierzulande immer noch Kollegen, die Ordner voll davon horten und – schlimmer noch – verwenden.

  3. Mein Gott, nicht nur gleiches Geburtsjahr. Unsere Bücherei hatte alle damals erschienenen 71 Karl May Bände und ich habe sie alle gelesen, auch die Autobiographie. Detektivmäßig gab’s dann die 5 Freunde von Blyton und die drei ??? von Hitchcock. Gerechterweise möchte ich aber auch Bille und Zottel und alle Berte Bratt Mädchenromanzen erwähnen (Bille und Zottel kaufe ich heute noch, wenn was neues erscheint – wie kann man Münsterländer Leben mit ostpreußischem Hintergrund und Protektion durch einen an HGW-angelehnten Star-Springreiter nicht auch schon fast autobiographisch finden – as in: so wäre ich gerne gewesen ^^).

    Na jut, es gibt Abweichungen: ich mochte Mondbasis Alpha 1, ich mochte auch Raumschiff Orion. So lange es SciFi im Fernsehen war (damals gabs ja noch keine Fantasyfernsehshows, außer I dream of Jeanie oder Bewitched und die liefen gerade nicht), war es gut. Natürlich habe ich Raumschiff Enterprise immer angesehen.

    Lesen, Süßes und Eis sind bei mir immer noch auf der höchsten Rangliste. Ja ja. Lieblingsfächer waren dann eher Deutsch und Geschichte, sicherlich nicht Werken, was bei den Mädchen ja Nähen und Stricken war (urg). Wenn ich mir anschaue was meine Jungs jetzt alles basteln dürfen, dann fühle ich mich gleich dreimal um den Spaß betrogen. Nützlich fand ich die Schule auch, aber ich fand eher einzelne Leute dumm als die ganze Schule. Als Mädchen wird man ja auch nicht so gepeerpressured die Schule dumm zu finden ^^.

  4. Gehört zwar nicht hier her, es geht aber um eine Sci-Fi-Serie.
    Ich glaube mich zu erinnern, dass es in meiner Jugend eine Sci-Fi-Serie gegeben hat, bei der es um eine Parallelwelt zur Erde ging. Diese „Spiegelerde“ hatte die gleiche Sonnenumlaufbahn wie die Erde, lag aber genau hinter der Sonne.
    Kannst du dich noch an diese Serie erinnern?

    Liebe Grüße
    strelizie

  5. Oh, aber wie ich mich erinnern kann! Die Reihe war Mark Brandis, mit Abstand die beste deutsche Jugendbuch-Science-Fiction-Serie, und nicht nur deswegen, weil es so wenige Serien gab.

    Die ersten vier Bände waren prägend. Da war ich wohl in der fünften Klasse. Weil Band drei ständig verliehen war, habe ich durch ihn gelernt, Bücher in der Stadtteilbibliothek vorzubestellen. Abenteuer standen zumindest bei den ersten Bänden nicht im Vordergrund, auch wenn es reichlich davon gab. Eher ging es um Verantwortung, Ethik, Entscheidungen, Diplomatie. Und ich habe das Wort „Dingi“ dadurch kennengelernt.
    An Der Spiegelplanet (Band 17, 1978) kann ich mich nicht mehr gut erinnern. Hat mir wohl nicht so gefallen. Die Prämisse kam mir damals ein bisschen angestaubt vor; ich war mir sicher, dass es das vorher schon oft gegeben hatte.

    Für Das Science Fiction Jahr 2006 (das große Jahrbuch bei Heyne, ganz praktisch, hinten bei den Marktberichten steht drin, wer was im letzten Jahr veröffentlicht hat – ich bin inzwischen ganz raus aus der Szene, aber es freute mich alte Namen wiederzulesen) hat ein Freund von mir einen Aufsatz zum 75. Geburtstag des Autors der Mark-Brandis-Bücher, Nikolai von Michalewsky, geschrieben, zu dem ich auch ein paar Zeilen beigetragen haben.

  6. 1. Ich hab das jetzt erst entdeckt – und bin ganz hin und weg. Das verdient wirklich viele-viele Punkte auf der nach oben offenen Skala AFIAUNW „Argumente für Immer-Aufheben-und-Niemals-Wegwerfen“.

    2. Bei den Punkten 4 bis 7 kann ich auch unterschreiben. Mein Lieblings“detektiv“ war aber eigentlich gar keiner, sondern Geheimagent. Da gab’s eine ganze Serie mit „Geheimagent Lennet“ bei den guten Schneiderbüchern – hat mich sehr gefesselt damals.

    3. „Mondbasis Alpha 1“ ist anscheinend komplett an mir vorbeigegangen, daran kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Was mir – außer „Raumschiff Enterprise“ – gut gefallen hat, war „U.F.O.“. Dazu gibt es sogar einen Wikipedia-Eintrag und außerdem eine englische Fan-Seite: http://www.ufoseries.com/ [… 20 Minuten später …] Ahhhh! Schon wieder was dazu gelernt. Aus einer zuverlässig wirkenden Amazon-Kundenrezension:
    „UFO war anfangs so erfolgreich, daß eine zweite Staffel angefordert wurde. Gegen Ende der 26 Folgen ließ der Erfolg allerdings nach, so daß man Änderungen am Konzept vornehmen mußte. So wurde aus der 2. Staffel UFO die Serie ‚Mondbasis Alpha 1‘ (Originaltitel: ‚Space 1999‘)“.
    Sci-Fi in Buchform: u. a. Romane von Hans Dominik und Jules Verne, allerdings nicht im Alter von zehn Jahren, da war ich wohl schon rund fünf Jahre älter.

    Schönen Gruß!

  7. U.F.O. ist bei der Erstausstrahlung 1970-73 ganz an mir vorbeigegangen. Ich kannte es nur aus einem U.F.O.-Quartett, das ich später mal hatte, und einem beeindruckenden Spielzeugmodell (weil aus Metall), das einem Freund gehörte.
    Aber in den 80ern habe ich dann die meisten Episoden gesePrhen, im Österreicher Fernsehen.Im Episode Guide lese ich, dass nur 17 der 26 Folgen synchronisiert wurden. Die Folge, die ich bislang für die letzte gehalten hatte, war auch meine Lieblingsfolge. Leider hilft mir der Episode Guide nicht, sie zu identifizieren; ich bilde mir ein, dass es um eine großangelegte Illusion ging, bei der Straker weisgemacht werden sollte, dass es SHADO in Wirklichkeit nur in einer Fernsehserie gibt. Aber vielleicht bringe ich da etwas durcheinander. War jedenfalls eine gute Serie, weit besser als der Nachfolger. (Hatte ich nicht gewusst.) Aber natürlich immer noch nicht so gut wie The Prisoner/Nummer 6.

  8. Habe gerade bei IMDb.com nachgelesen – ich kenne die Serie nicht. ABER: Ich war in Portmeirion! War einer unserer Ausflüge während des Studiums in Aberystwyth (1979/80), ist schon ein paar Tage her ;-)
    Sehr ulkiger Ort. Als wir da waren – muss irgendwann im Winter gewesen sein -, wirkte das Ganze absolut ausgestorben und auch ein bisschen verwahrlost. Vor allem das Kuddelmuddel an Baustilen ist mir in Erinnerung.

  9. Ich war auch schon dort, 1989, es wirkte auch da etwas verwahrlost und trüber als zum Beispiel bei den Wikipedia-Fotos. Im Shop habe ich Prisoner-Material gekauft, ich gestehe.

    Die Kurzfassung für Leute, die Portmeirion nicht kennen: Ein Sir Clough Williams-Ellis entwarf die Anlage, baute bunt im Mittelmeerstil, rettete wohl auch mal ein Gebäude aus Italien und pflanzte es in Wales ein, neben den Palmen, die es dort dank Golfstrom gibt. Ulkiger Ort.

    portmeirion.jpg

  10. Ahhh – schönes Bild! Bei der nun zwangsläufigen Überprüfung meiner eigenen Fotos musste ich feststellen, dass alle drei ziemlich unbrauchbar sind. Ziemlich erstaunlich, was die Digitalisierung der Welt mit sich gebracht hat: Inzwischen würde ich vermutlich dreißig Fotos (mindestens) machen, und davon wäre jedes einzelne zehnmal besser.

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