Studie der Universität Potsdam zur Beanspruchung im Lehrerberuf

Lehrer als Risikogruppe
Nah am Burnout
60 Prozent der Lehrer stehen kurz vor dem psychischen und physischen Kollaps. Sie verausgaben sich exzessiv oder haben schon resigniert.

Mehr hier bei der Süddeutschen Zeitung.

Oder auch in der Welt:

Überlebenskampf im Klassenzimmer
Schullehrer leiden stärker an Selbstüberforderung, Resignation und völliger Erschöpfung als vergleichbare Berufsgruppen wie Ärzte, Polizisten oder Pflegepersonal. Jeder zweite Pädagoge hat mit Symptomen von Überlastung zu kämpfen. Der tägliche Kampf im Klassenzimmer ist für viele einfach zu hart.

(Beide Quellen über TeachersNews.Net)

Zugegeben, die Studie ist vom Deutschen Beamtenbund in Auftrag gegeben worden. Also kann man gleich wieder sagen, dass das nicht stimmt. Aber der nächste, der mir mit gutbezahltem Halbtagsjob kommt, soll sich erst mal informieren.

Als wichtigste Gründe für die zunehmende Überforderung nannten die Pädagogen Lernunlust und Aggressivität bei Schülern, steigende Erwartungen von Eltern sowie ihre Stundenzahlen und die Klassengrößen, die beide in den meisten Bundesländern in den vergangenen Jahren angehoben wurden. Auch immer neue schulpolitische Reformen, die steigende Zahl von Leistungsvergleichen und mehr Bürokratie wirkten belastend.

Kann ich fast alles unterstreichen. Die steigenden Erwartungen von Eltern kenne ich allerdings nur aus zweiter Hand. Aber größere Klassen, mehr Stunden, mehr alberne Regeln und oberflächliche Reformen, das stimmt alles. Ich schreibe bald mal ein paar Beispiele auf.

4 Antworten auf „Studie der Universität Potsdam zur Beanspruchung im Lehrerberuf“

  1. da seien zu nennen:
    Förderpläne, die eigentlich keine sind
    stets neue Lehrpläne
    Standards
    Überfrachtung von Unterrichtsinhalten durch Abi nach 12 Jahren, die auch die willigsten Kinder überfordern und keinerlei pädagogischen Überlegungen unterliegen
    Räume, die für die Klasen zu klein sind
    Vergleichsarbeiten ohne Ende
    und immer wieder neue Statistiken
    und so weiter, ich genieße die bürokratiefreien, wenn auch nicht arbeitsfreien Ferien und wünsche Ihnen ein gesundes (!) neues Jahr und geruhsame Feiertage

  2. Danke für die Wünsche. Normalerweise bin ich pumperlgesund mit Hang zur Hypochondrie, aber letzte Woche war ich schwach und tatsächlich auch einen Tag nicht in der Schule. Ihnen auch eine geruhsame und frohe Zeit.

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