Langweilen in der Schule: Geht auch ohne Lehrer.

Heute hatten wir zwei Tische [im Gang] für uns, an einem, da war ich auch gerade dabei, haben wir Hefteinträge für die nächste Stunde gelesen, an dem anderen haben sie leise Quartett gespielt. Wirklich leise. Zugegeben, wenn sie manchmal am Nachmittag Schafkopfen ist das nicht leise, aber das Quartett war sehr leise. Bis jemand aus dem Direktorat kommt und ihnen das Quartettspielen verbietet. Grund: Es macht einen schlechten Eindruck auf eventuell vorbeikommende Mütter. Lernen und Hausaufgaben dürften wir allerdings machen.
[…] Wir haben dann brav unsere – bereits auswendig gelernten – Chemiehefte vor uns gelegt und so getan, als würden wir lernen. Damit auch niemand auf die Idee kommt, uns wäre langweilig.

(Schüler-Weblog bei Focus Online)

Also, wenn das meine Schule wäre… öhm, das ist meine Schule!

5 Thoughts to “Langweilen in der Schule: Geht auch ohne Lehrer.

  1. Koennte mir mal jemand auslegen warum Karten spielen einen schlechten eindruck machen koennte? Geht es gennerell um Spiele oder waere Schach wieder ok?

    verwundert
    S

  2. Müsste man die Schulleitung fragen. Schach wäre bestimmt okay, denke ich – da denken vorbeikommende Eltern doch gleich an Geisteselite.

  3. Da war – traut fuer wahr – mal wieder jemand auf der such nach denen die „ihres nicht prepariert hatten“ oder die IHM „beim Namen“ gerufen hatten – ab ins Kabuff! (frei nach HM)
    S

  4. Mütter können schon eigen sein. Unlängst kam eine in meine Klasse, wo 32 Unterstufenschüler/innen eifrig gruppenweise an ihren Texten schrieben. Eifrig. Wirklich. Die Sache brachte, natürlich, wie das so ist, Diskussionen und eine gewisse Arbeitslautstärke mit sich, aber ich war zufrieden. Da saßen also 32 Schüler/innen und arbeiteten und lernten was.
    Die Mutter aber kam herein, sah die Klasse, sah mich und sagte mit leichtem Naserümpfen: „Die sind aber unruhig.“
    :-)

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