Mindmap zu einem Vortrag über Blogs

Am Dienstag werde ich in Paderborn in einem Seminar an der Uni etwas über Blogs in der Schule erzählen. Einen Vortrag halten, geradezu. Vortrag kann ich nicht. Den macht man in der Schule auch nicht, der berüchtigte “Lehrervortrag” dauert nie sehr lange. Das fast ebenso berüchtigte “Unterrrichtsgespräch” kann allerdings prinzipiell endlos gehen, unabhängig davon, wieviel dabei herauskommt. Manchmal wäre da ein Vortrag, eine echte Vorlesung, effizienter – aber die müsste man erst einmal ausarbeiten. Wobei ich wieder beim Thema bin: Vortrag kann ich nicht.

Außerdem habe ich inzwischen das Gefühl, kaum etwas Interessantes über Blogs sagen zu können. So analytisch ich sonst gerne bin, Blogs habe ich nie so richtig analysiert. Also werde ich mich an einer Reihe von Beispielen festhalten und hoffen, dass die Studenten geduldig mit mir sind. Vermutlich sind meine Beispiele für sie ohnehin interessanter, als ich es im Moment denke.

Struktur und Stichwortzettel muss natürlich trotzdem sein. Meine Gedanken habe ich probeweise mit einer Mindmap gesammelt, die online bei Mindmeister steht und die ich hier direkt von dort einbinde:

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Tatsächlich erstelle ich die Mindmap offline mit Freemind und lade sie dann hoch.

Die Mindmap ist noch nicht fertig, einige Gedanken sind noch nicht ausgearbeitet, und in dieses schmale Blog-Spalte eingebunden sieht der Kartenausschnitt nicht sehr übersichtlich. Ob ich in dem Seminar nur mit meinen Notizen arbeite oder mit der Karte am Beamer, das weiß ich noch nicht – die Karte enthält jedenfalls alle Links, die ich anklicken könnte. Und sie ist eine Art Ersatz für ein Handout. Wie praktisch das ist, wird sich zeigen.

Jetzt erst mal kurze Pause. Bin sehr, sehr nervös.

16 Antworten auf „Mindmap zu einem Vortrag über Blogs“

  1. Ha! Sehr schön, dieses Mindmap mit zwei Zweigen, ganz schön mutig im Schulwesen, bei einem (Lehrer-)Vortrag über Blogs zunächst einmal über “Alternativen zu Blogs” und “was Blogs nicht können” zu reden… ;=)

    Tipp: Erzählen Sie doch am besten über Ihren eigenen Blog, denn der ist wirklich gut, brauchbar, unterhaltsam, lesbar, mit USP sozusagen. Ich habe den jetzt kürzlich mal weiterempfehlen dürfen als Rezept für/gegen Pisa. Das schlägt sich für mich gerade auch in den Subkategorien zur Schule nieder (siehe links in Ihrem Menü). Schwer in Ordnung. Bei uns reden die Lehrer lieber, was Schüler nicht können.

  2. (…)
    No reason to get excited,
    The thief he softly spoke
    There are many here among us
    Who feel that life is but a joke

    But you (and I) have been thru that
    And this is not our fate
    So let us talk not falsely now
    The hour’s getting late
    (…)
    Robert A. Zimmerman

    Das machst du doch mit links. (Pun intended, tut mir traurig)

  3. Ist so ein Blog nicht irgendwie auch sowas wie ein Portfolio? Es lässt sich auf jeden Fall so missbrauchen, z.B. auch als Klassenportfolio. Dein Blog ist im Prinzip größtenteils der Widerschein deiner schulischen Arbeit. Meines eigentlich auch. Und bei (E-)Portfolioarbeit steigen doch heutzutage den großen Theoriedidaktikern fast immer die Tränen der Rührung in die Augen. Bei uns in Niedersachsen ist das quasi die Lösung für alles.

    Gruß,

    Maik

  4. Na, das mit mindmeister kriege ich nicht hin,
    ist aber auch nicht schlimm, ich wollte etwas anderes sagen,
    nämlich den lieben Kollegen Rau auf etwas hinweisen, was ich heute zufällig gefunden habe:
    http://www.tagally.com/
    Ist es so, dass da bereits alle blog-Beiträge verarztet werden?

    P.S. Ich werde im Frühjahr ebenfalls einen Vortrag über Weblogs im Zusammenhang mti Unterricht halten, dafür habe ich (auch zur Demonstration) ein neues Blog aufgemacht, wo der Vortrag nachzulesen ist: http://www.weblogist.kulando.de.

    Gruß ins Bayerisch, Norbert Tholen

  5. Das automatische Layout von Freemind sieht meiner Meinung nach besser aus als der Output vom Mindmeister.

  6. Danke für die Unterstützung! Es geht jetzt schon besser.
    Ja, das Layout von Mindmeister gefällt mir auch nicht. Ich stelle zum Vortrag verschiedene Varianten online, auch der reine Javascript-Textexport von Freemind gefällt mir.
    Danke für den Link, Norbert. Ich habe ihn gleich frech eingebaut…

    Auf Tagally bin ich schon mal gestoßen, es ist fast eine ganz tolle Sache, die ich gesucht habe und immer noch suche, aber nur fast. Der Gedanke: Eine Tagcloud zu haben, die aus verschiedenen teilnehmende Blogs erzeugt wird. Man hat ein Schlagwort (oder besser noch: eine Kombination von Schlagwörtern) und kriegt dazu die Fundstellen bei dir, bei Jochen, bei mir, bei anderen Blogs.
    Leider gibt es aber keine Möglichkeit, die teilnehmenden Blogs auf eine bestimmte Gruppe zu beziehen. Alle Tagally-Mitglieder sind dabei, und das ist dann weniger hilfreich für mich.

  7. Ich würde statt Vortrag zunächst eine kleine Geschichte erzählen. Die könnte ja von jemandem handeln, der gern bloggt und nicht gern Vorträge hält. Und davon, dass er das auf seinem Blog offen zugegeben hat. Und dann, was sich daraus ergeben hat. Und dass die Kommentare ziemlich chaotisch waren …
    Wenn dann die Zuhörer nach dem Vortrag deine Blogs ansehen, haben sie den Vorteil von beidem Voretrag und Blog.
    Hübsch ist übrigens auch der Vortrag von dem, der statt einen Vortrag hören zu dürfen, ihn plötzlich halten musste:
    http://apanat.wordpress.com/2008/11/25/was-kommt-nach-web-20/

  8. Noch eine banale Sache: Ein Blog kann schlechter motivieren als ein Vortrag.
    Die Analyse einer Obamarede mag im Blog besser ankommen als im Vortrag. Aber sein “Yes, we can” hätte – so groß die Rolle von Web 2.0 offenbar bei diesem Wettkampf war – im Blog längst nicht die mitreißende Wirkung gehabt.
    Zu jeder Behauptung nach Möglichkeit auch ein Gegenbeispiel: Die meisten der 42 Kommentatoren auf diesen Blogeintrag: http://cspannagel.wordpress.com/2008/10/25/uber-vortragsseminare-und-die-dynamik-des-netzes/ werden ihn ziemlich motivierrend gefunden haben.
    Es ließe sich freilich zeigen, dass nicht der Blog, sondern die Vernetzung wirkt. Und die kann bei einem günstig zusammengesetzen Publikum eines Vortrages sogar weit besser sein.

  9. So, ein Mist. Als ich in Paderborn studiert habe, gab es solche Vorlesungen noch nicht.

    Okay, ist auch schon über 10 Jahre her.

    Damals wurde statt dessen “Konfuzius” als sprachwissenschaftliches Pro-Seminar angeboten. Oder war es ein Hauptseminar? Den Grund habe ich immer noch nicht verstanden. ;)

    Wie lautet den der Titel der Veranstaltung?

    Markus

  10. Ich denke, das kann ein sehr interessanter und ausgewogener Vortrag werden. Viel Erfolg und recht interessante Gespräche!

  11. Unsere Veranstaltung heißt: “Medienpädagogik 2.0 ?!”
    Wir wollen herausfinden, welche Web 2.0 Anwendugen sich (wie) für die Schule anbieten.
    Unsere Seminaraufgabe ist es, ein Podcast zu erstellen, der sich mit Web 2.0 Anwendungen in der Schule beschäftigt.
    Naja, und wissenschaftstheoretisch stellt sich die Frage nach einer Web 2.0 Medienpädagogik, im Verleich zu einer Web 1.0 Medienpädagogik…

    Grüsse aus Paderborn

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