Informatik 7. Klasse, 5. Stunde

Das verlängerte Wochenende über war ich beim Rollenspielen, sehr nett und spannend; deshalb erst jetzt meine Anmerkungen zum wöchentlichen Informatikunterricht freitags in der 7. Klasse:

Viel haben wir nicht gemacht; letzter Tag vor den Ferien, ein wenig erschöpft.

Das Programm des Tages: Ausfragen zum Stoff der letzten Stunde (Aufbau einer WWW-Adresse: TLD, Domain, Subdomain – die TLD, die sich alle gemerkt haben, ist die abgelehnte .xxx-Domain für Pornographie), Demonstration des FTP-Protokolls, danach Planung für den Lehrplanpunkt „gemeinsames Erstellen eines Dokuments mit vernetzter Struktur“, oder so ähnlich. Gemeint ist: Verlinkte Seiten, offline oder on. Ich lasse meine Schüler dazu immer ein Wiki erstellen. Die Themen diesmal: Dokumentation der Sport- und Wanderwoche; Sportvereine und sportliche Aktivitäten in der Umgebung und ein Kochlexikon oder eine Rezeptesammlung.

(Nicht gewählt: Schullexikon; Verzeichnis der Lieblingsorte in der Umgebung.)

Mit einem Klassendiagramm dargestellt, was zu jedem Wikieintag gehört: Text, 1-2 Bilder, 2-10 Links. Keine Stichpunkte, sondern ausformulierter Text. Und natürlich: selbst erstelltes Material – bei der Gelegenheit erkläre ich den Schülern auch nach und nach, welches Material aus dem Web man unter welchen Bedingungen für eigene Seiten nehmen darf, und vor allem: welches nicht.

In der einen Klasse geht das immer viel effizienter als in der anderen. Das heißt also: ja, Klassen sind verschieden. Manche Klassen lernen also mehr bei mir als andere. Ich passe mein Vorgehen und meine Methoden zwar an die Klasse an, das aber auch nur in bestimmten Grenzen.

4 Antworten auf „Informatik 7. Klasse, 5. Stunde“

  1. Rollenspielen, sehr schön! Das würde mir auch wieder mal Spaß machen, leider hat sich meine Rollenspielgruppe „zerlegt“. Einzige Mitspieler sind am Wochenende die Klausuren meiner Schüler, und gegen die trete ich nur mit einem tristen 1W6 an… ;-)

    Welches Rollenspiel denn, wenn man fragen darf? Ich vermute Superhelden…

  2. Eine Rollenspielgruppe, in der ich drin bin, gibt es seit zwanzig Jahren auch nicht mehr. Aber jedes Jahr um Allerheiligen darf ich noch bei ein paar Freunden von damals mitspielen. Aber keine Superhelden (übrigens noch nie), sondern Horror. Die letzten Male in den 1980er Jahren, gestern wieder in den 1920er und 30er Jahren, mit einem Wort: Call of Cthulhu.

    Das waren damals schon die besten Spiele; sie sind es immer noch – das sind aber auch die zwei Jahrzehnte, für die ich mich sehr interessiere. Und Lovecraft sowieso. Das Internet schafft auch beim CoC-Spielen ganz neue Möglichkeiten: der Spielleiter hatte viele Fotos ausgedruckt, von den Autos (Limo und Lieferwagen), von den Hotels; von jeder wichtigen Nichtspielerfigur gab es ein Foto. Quelle dafür zum Beispiel: silentladies.com, eine Sammlung von Fotos von Stummfilmschauspielern.

    (Auch für die Charakterbögen der Spielerfiguren hatten wir diese Fotos. Ich habe eines von Max Linder genommen. Und die Charakterbögen selber kommen auch aus dem Rechner.)

    Linktipp zu CoC: Propnomicon, ein Blog, in dem es um das Basteln von CoC-Rollenspielmaterial geht – Artefakte, Postkarten, Ausweise und vieles mehr.

  3. > In der einen Klasse geht das immer viel effizienter als in der
    > anderen. Das heißt also: ja, Klassen sind verschieden. Manche
    > Klassen lernen also mehr bei mir als andere. Ich passe mein
    > Vorgehen und meine Methoden zwar an die Klasse an, das aber
    > auch nur in bestimmten Grenzen.

    Die unterschiedlichen Klassencharaktere sind mir auch schon aufgefallen; ein bemerkenswertes und sehr interessantes Phänomen!

    Sie haben mich da auch auf etwas wichtiges aufmerksam gemacht. Mit „meinen“ 5. Klassen behandel ich ja auch dieselben Themen. Da ich noch etwas unerfahren bin und mir jede Routine fehlt, variiere ich machmal meine Methoden in den einzelnen Klassen, um Erfahrung zu sammeln, welches Vorgehen erfolgreicher ist. Man lernt viel durch „Fehler“ in der einen Klasse, die man dann in der anderen Klasse vermeiden kann usw. Bei einigen Sachen könnten aber die Klassenunterschiede auch meine Ergebnisse beeinflussen. Da muß ich nun mehr drauf achten.

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