Alltag, Ende Oktober

So richtig drin im neuen Schuljahr fühle ich mich nicht. Das liegt auch daran, dass ich nur drei Tage in der Woche in der Schule bin. Ich bleibe dann auch immer extra lange dort, um ansprechbar zu sein und um überhaupt mitzukriegen, was so alles läuft. Am Donnerstagnachmittag habe ich dann ein Repetitorium an der Uni und gehe mit Studenten in höheren Semestern alte Informatik-Staatsexamensaufgaben durch. Den Dienstag nutze ich dann meist zu dessen Vorbereitung: man vergisst in Informatik nämlich ziemlich viel, das wird ähnlich wie bei Mathematik sein. Bei der Anglistik und vor allem Germanistik, glaube ich, gewinnt man während eines aktiven Lehrerdaseins eher noch an nützlicher Erfahrung dazu, sicher in der Literaturwissenschaft, aber auch die Sprachwissenschaft kramt man ab und zu noch hoch.

Bisher habe ich mich nur mit den Aufgaben zu Theoretischer Informatik beschäftigt, meinem Lieblingsgebiet. Die leichten Sachen waren recht schnell wieder da, die mittleren dauern noch, und was mir damals schon Schwierigkeiten gemacht hat (primitiv-rekursive und μ-rekursive Funktionen), das bereitet mir heute immer noch welche. Aber langsam bin ich geworden, tse. Kommt mit der Übung wieder.

Eine Vertretungsstunde habe ich heute sinnvoll genutzt, um mit den Schüler das Screen-Capture-Programm zu testen, das der Admin auf meinen Wunsch installiert hat (CamStudio). Und es funktioniert! Jetzt können die Schüler, wenn ihnen das Programm freigeschaltet worden ist, Bildschirmaktivitäten aufnehmen und eigenen Ton mit dem Mikrofon dazu aufnehmen. Wir haben eine große Kiste mit Headsets, also Kopfhörer mit Mikrofon, im Computerraum. Nicht funktioniert hat bisher lediglich die Aufnahme des Computer-Tons, also etwa, wenn man nicht nur das Bild, sondern den Ton eines Spiels aufnehmen will. Aber mir geht es ja ohnehin darum, dass Schüler auf diese Weise einen kurzen Videofilm drehen und mit eigenem Ton etwas erklären. Aufgabe: Erkläre das Prinzip von absoluten und relativen Zellbezügen in Tabellenkalkulationsprogrammen in einem kurzen Film.

(Kleiner Haken: die von CamStudio erzeugten Videodateien entsprechen je nach verwendetem Codec und Einstellung nicht unbedingt allen Standards, so dass die Weiterverarbeitung mit anderen Videoprogrammen manchmal Schwierigkeiten macht.)

— Mit Onlineversionen solcher Programme habe ich nie gearbeitet, es gibt sie aber, etwa: http://www.screencast-o-matic.com/.

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