Wo die kleinen Objekte herkommen

Natur und Technik in der 10. Klasse. Eine Stunde habe ich neulich im weißen Labor-/Arztkittel begonnen. Das Thema war Informatik, Wo die kleinen Objekte herkommen. Ich habe das mit einer Analogie einzuführen versucht. Hier die Folien meiner Präsentation.

Eine gängige Theorie der Herkunft wird gleich zu Anfang verworfen:

Wie die Kinder entstehen, das wüssten die Schüler ja bereits:

Wie sie auf die Welt kommen, hoffentlich auch:

(Tatsächlich habe ich andere Bilder genommen. Je nachdem, was die Schüler der Klasse so vertragen.)

In der Informatik geht es aber nicht um kleine Kinder, sondern – beim objektorientierten Programmieren – um Objekte. Die kennen die Schüler schon. Sie kennen vor allem schon Klassen. Klassen sind die Vorlagen für später entstehende Objekte, so wie das DNA-Molekül (in seinen verschiedenen Formen) die Vorlage für spätere (verschiedene) Kinder ist.

Und demnach entspricht ein Objekt dann auch dem tatsächlich existierenden Kind:

Und die Frage für Schüler ist nun: Was entspricht beim objektorientierten Programmieren dem Geburtsvorgang? Wie kommt man von der Vorlage zum Objekt?

Die Antwort heißt: mit dem Konstruktor, und um dessen Einführung ging es in der Stunde. Irgendwann mündet das dann in Übungsphase und Hefteintrag, für Java:

(Herunterladen der Präsentation, falls jemand das brauchen kann – andere Bilder kann man natürlich auch nehmen.)

Und das alles natürlich nur, weil diese weißen Laborkittel so kleidsam sind.

4 Antworten auf „Wo die kleinen Objekte herkommen“

  1. Ich habe gerade auch diese Woche den Konstruktor erklärt, da wir Methoden mit Parametern gemacht haben. Bei mir ist der Konstruktor einfach der Bauleiter. (Ich hatte am Abend wieder so eine Renovierungssendung im Fernsehen gesehen). Der Bauleiter kontrolliert die Bauvorgang, der gemäßt des Bauplans (Klassendefinition) Häuser/Objekte baut.

    Aber dein Ansatz ist eindeutig witziger. Aber.….wo bekomme ich so einen Kittel her?

  2. Der Bauleiter ist als Analogie sogar besser, finde ich. Aber ich setze auf die plastische Wirkung des Gebärvorgangs…

    Das erste Mal habe ich den weißen Kittel vom Chemielehrer geliehen, anlässlich einer Stunde (im Zusammenhang mit der Lektüre von Der Name der Rose), die mit einem populärwissenschaftlichen Artkel begann. In dem ging es darum, dass das Lesezentrum des menschlichen Gehirns ursprünglich tatsächlich fürs Spurenlesen gedacht war. Evolutionär kann die Schrift ja keinen Einfluss genommen haben auf die Entwicklung des Gehirns.
    “Meine Damen und Herren, das menschliche Gehirn…” Ein Gehirn hatte ich mir aus der Biologie natürlich auch ausgeliehen.

    Inzwischen habe ich selber so einen Kittel, hat mir mal ein Schüler mitgebracht.

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