Weisheiten aus der Bildungsszene

Teaching creative computer science: Simon Peyton Jones at TEDxExeter (Youtube):

  1. Die Aufgabe von Bildung hat nur indirekt mit Jobs zu tun. Aber gut, vielleicht ist Education auch nicht Bildung.
  2. Die Probleme der Menschheit sind seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten bekannt: Klimakatastrophe, Armut, Ungerechtigkeit.
  3. Richard Riley, amerikanischer Bildungsminister: Na und?
  4. Er hat es ja auch gar nicht so gesagt. Das Zitat wird meist in anderer, ähnlicher Form verbreitet, die aber wohl auch nicht korrekt ist. (Wer die Spuren verfolgen möchte, kann hier anfangen.)

Und dann war noch der Pädagoge auf Twitter, der mir das hier schickte, als wäre es originell:

Tatsächlich mag ich diesen Cartoon. Er erinnert mich daran, dass die Schule nicht fair ist, dass die Noten nicht fair sind, und das sollten Lehrer und Lehrerinnen nicht vergessen. Nur: Was soll man machen? Auf Noten verzichten oder Leistungsforschritt oder Anstrengungsbereitschaft benoten statt Leistung? Kann man machen, am Anfang. Aber irgendwann werden Leute wissen wollen: Na, wie gut kann sie denn jetzt Bäume erklettern? Irgendwann wird es Noten geben. – Oder soll man Klettern war nicht üben, weil das nicht alle gleich gut können?

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6 Antworten auf „Weisheiten aus der Bildungsszene“

  1. Habe ich gesehen, aber nicht kommentiert. Auch zu den Sandalen habe ich nichts gesagt, vermutlich aus den gleichen Gründen.

    Tatsächlich ist Simon Peyton-Jones auch auf seinen Einsatz von Comic Sans angesprochen worden. Das und mehr Informationen zum Thema hier:
    https://graphicdesign.stackexchange.com/questions/38226/what-is-wrong-with-comic-sans

    Hier ein Monolog von Comic Sans, der seinen Gegnern sagt, wie egal ihm ihre Meinung ist:
    https://www.mcsweeneys.net/articles/im-comic-sans-asshole

    Typographisch gibt es wohl tatsächlich ein paar Punkte an Comic Sans auszusetzen (Kerning, Kursive), aber ich begehe wahrscheinlich selber so viele typographische Fehler, dass ich mich da zurückhalte. Eigentlich stört mich daran nur die Allgegenwart und Gedankenlosigkeit beim Einsatz, weniger die objektiven Merkmale des Fonts. (Als Font für Comics ist es aber wirklich hässlich und es gibt bessere Möglichkeiten; in dieser Form begegnet es mir aber selten.)

  2. Über Comic Sans lässt sich wunderbar streiten! Fest steht: Es gibt so viele bessere Alternativen.

    Gute Typografie ist Dienst am Leser. Warum sollte sich die Mühe nicht auch ein Informatiker wenigstens einmal in seiner Karriere machen (müssen), der zudem noch zu Engagement für seine Disziplin aufruft?

    Gerade sein Appell wirkt angesichts der anstehenden Probleme aktuell auf mich beinahe naiv. Aber der Talk ist ja aus 2014.

  3. Ich habe mir allerdings versprochen, Themes nur noch out-of-the-box zu verwenden und nicht nachzubessern. Gerade bei Spaltenbreite und Blockquote-Typographie bin ich immer sehr versucht, das an das anzupassen, was ich für besser halte.

  4. War auch vornehmlich als Hinweis gedacht, einfache Anpassungen kann man ja ins Feld Custom CSS tippen.

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