Eine Ecke für Nachhilfeangebote auf der Schulhomepage?

Gelegentlich werde ich von Schülern oder Eltern gefragt, ob ich nicht Oberstufenschüler oder auch Studenten kennte, die Nachhilfe geben würden. Wenn das so ist, gebe ich das weiter, aber das hängt sehr vom Zufall ab. Ich frage auch in Klassen oder Kursen, die ich habe, ob Schüler Interesse haben. Aber systematisch gibt es bei uns keine Möglichkeit, Nachhilfesuchende und Nachhilfegebende zusammenzubringen. Halt – es gibt ein schwarzes Brett in der Nähe des SMV-Raums, glaube ich. Muss ich mal hinschauen.

Gibt es eine Möglichkeit, auf der Schulhomepage eine Kontaktbörse für Nachhilfe zu schaffen? Zuerst müsste man klären, ob das ein gutes oder ein schlechtes Bild auf die Schule wirft, wenn die Öffentlichkeit – und sei es nur die schulische Öffentlichkeit – daran erinnert wird, dass manche Schüler Nachhilfe brauchen. Ich bin mir da nicht sicher, aber das müsste sich unkompliziert klären lassen.

Andere Fragen: Nimmt man kommerzielle Angebote auch auf? (Technisch sind natürlich alle Angebote kommerziell. Meine ich professionell?) Soll man Nachilfe suchen können oder anbieten können oder beides? Nur Schüler der eigenen Schule, oder andere, oder Studenten, oder doch wieder jeder? Nachdem ich mir nicht vorstelle, dass da so viele kommen werden, kann man das wohl noch kontrollieren. Aktuell gehalten werden die Nachrichten dadurch, dass der Homepagebetreuer beim Veröffentlichen gleich ein Datum angibt, zu dem der Eintrag automatisch wieder abgeschaltet wird.
Wünsche reicht man per Mail (double opt-in) ein. Die Angebote unter Angabe der Mailadresse oder als Kontaktformular?

8 Thoughts to “Eine Ecke für Nachhilfeangebote auf der Schulhomepage?

  1. Auf Drängen meines Schulleiters habe ich diese Möglichkeiten auf unserem auch von daheim erreichbaren Intranet (BSCW – eine Art Super-Moodle) realisiert. Das Handling ist total easy – die Akzeptanz dennoch gleich null. Also: Vermutlich kein Bedürfnis beim Publikum. Schade um den Aufwand. :-(

  2. Wenn das eine Lehrkraft unter seine/ihre Fittiche nimmt und alle Anbieter wie Suchende konsequent von den Kollegen an ihn/sie verwiesen werden läuft das oft recht gut. Ich habe das jetzt schon an mehreren Schulen gesehen. Gerade Hinweise an Elternabenden und in den Elternbriefen erhöhen das Interesse.

  3. Auch ein kleiner Erfahrungswert:
    Ich hatte auf der HP meiner alten Schule sowas in Joomla mit einer relativ gut ans Problem anpassbaren Komponente eingerichtet. Resonanz: 0. Vielleicht hats an einer massiven Promotion gemangelt, so wie mein Vorposter kecks das anspricht.
    An meiner neuen Schule haben wir jetzt im Herbst eine klassische von-Hand-Vermittlung eingerichtet. Läuft bestens.

    Also doch wieder mal mehr auf old-Tech setzen … ?

  4. „Schüler für Schüler“: ja, im besten Fall kümmern sich Schüler um so etwas selber. Da eine Tradition zu etablieren, kostet Arbeit.

    Bei uns, vermute ich, ist das Bedürfnis auch nicht groß genug. Wenn es mal kommt, werd eich das gern einrichten. Bis jetzt sind das nur Einzelfälle, in denen es mir leid tut, keine Kontakte herstellen zu können. Ich denke auch, dass das für die nächsten Jahre – und vielleicht noch länger – auf Zettel hinauslaufen wird.

    (Erinnerungsflash: die Zettelflächen an der Uni für Mitfahrgelegenheiten habe ich regelmäßig für Englandfahrten genutzt. Ob es die noch gibt, oder ist das inzwischen online?)

  5. Hat an meiner Schule damals auch laaaange gedauert. Dahinter stand im Grunde ein Lehrer, der das zu seinem Herzensprojekt gemacht hat und sich jetzt seit 12 Jahren dafür den Arsch aufreißt. Großartig. (Ist auch der einzige Lehrer, zu dem ich noch in sporadischem Kontakt stehe.)

    Wobei natürlich die Frage ist, ob es so nachahmenswert ist – denn es gibt ja hoffentlich noch ein Leben neben der Schule, für das auch Zeit sein muss.

  6. Zur Wiederholung…
    Bei uns lief anfangs viel über Zettel. Das hat die SMV organisiert (mit den Verbindungslehrern) über Zettel. Dabei haben die Lehrer die guten Schüler direkt angesprochen, ob sie möchten und dann wurden Angebotszettel ausgefüllt. Waren Schüler besonders schlecht, wurden sie auch angesprochen und man hat vermittelt. Das ist aber eingeschlafen, weil eben irgendwie das Interesse nicht mehr da war…wobei ich nicht weiß, von welcher Seite.
    Ich sehe aber viele Eltern, die zu professionellen Anbietern gehen – wobei ich mir denke, dass Schüler da doch „preiswerter“ sind – aber vielleicht traut man ihnen nichts zu.

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