Scannerstift C‑Pen

Sommerzeit ist Hardwarezeit, Teil 1: Schon vor einiger Zeit habe ich ein Prüfexemplar des C‑Pen 3.5 geschickt bekommen. (Ich kriege gelegentlich solche Angebote, winke zuerst fast immer ab, und lasse mich danach fast immer überreden.) Den Stift gibt es ab 130 €, Vorgängerversionen sind etwas billiger, trotzdem ist das ganze eher teuer.

Dazu wird zuerst die C‑Span-Software auf dem Rechner installiert; lief problemlos, also ohne unnütze Zusatzsoftware und ohne sich in den Autostarter zu drängeln, wie ich das von anderen Programmen kenne. Wenn der Rechner kein Bluetooth hat, so wie meiner, steckt man das mitgelieferte Bluetooth-Modul in einen freien USB-Slot, dann sind Stift und Rechner kabellos verbunden.

Dann fährt man mit dem textmarkergroßen Stift über die Textzeile, die man scannen möchte, und der Text wird im aktiven Fenster an der Stelle eingefügt, an der sich gerade der Cursor befindet – Textverarbeitung, WordPress, was auch immer. Die Texterkennung ist sehr gut, sowohl bei Deutsch wie auch bei Englisch.

Man scannt immer zeilenweise, und nach jeder Zeile braucht der Stift eine Sekunde, bis der Text übertragen ist und man die nächste Zeile beginnen kann (signalisiert durch ein Klickgeräusch). Das ist etwas langsamer, als man eigentlich möchte, aber man passt sich da rasch an. Nachbearbeitung erfordern gelegentlich die Zeilenumbrüche, obwohl das Programm in der Regel auch Worttrennungen richtig zusammenführt. Geht auch bei kursiver Zeitungsschrift, funktioniert aber nicht bei iPad.

Lohnt sich das Werkzeug? Nur wenn der Rechner eh immer an und der Stift griffbereit am Tisch liegt. Das ist bei mir beides der Fall. Wenn man eine Zeile aus einem Buch oder der Zeitung im Rechner möchte, ist man schneller, wenn man sie abtippt. Bei ganzen Seiten nimmt man natürlich den Scanner. Für einen Absatz oder so ist der Stift besser – aber für den Preis muss das schon sehr, sehr oft vorkommen, damit sich das lohnt. Für ein Büro mit mehreren Leuten aber eine gute Idee.

Eine Antwort auf „Scannerstift C‑Pen“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.