Turing Tumble

Schachtel von Turing Tumble

Für $80 (einschließlich Mehrwertsteuer) und $14 Porto, also etwa 80 Euro, habe ich mir – damals noch über eine Kickstarter-Vorbestellung – ein Spielzeug gekauft: Den Turing Tumble (Webseite). Der Turing Tumble ist eine murmelgetriebene Rechenmaschine, der deutlich an den Digi Comp II erinnert (Blogeintrag). Aber nicht nur ist er ein klein wenig billiger, er trägt auch in freundlichen Lettern die Aufschrift „Kann sogar mehr“ – oder er könnte sie jedenfalls tragen; tatsächlich fehlt jeglicher Hinweis auf den Vorgänger. Wie beim Digi Comp II laufen Murmeln eine Bahn herab und legen dabei kleine Schalter um. Unten angekommen, lösen sie den nächsten … Continue reading „Turing Tumble“

Abitursemaphoren

Colaflaschen auf Tisch

Abituraufsicht gehabt. Ganz wichtig dabei: Immer nur ein Schüler oder eine Schülerin darf gleichzeitig auf eine Toilette, von denen es zwei gibt. Es ist schwieriger, als man denkt, sich als Aufsicht zu merken, ob gerade jemand in diesen ist oder nicht. Deshalb dienen, schon seit Generationen von Aufsichten, also seit bestimt schon ein paar Jahren, diese Flaschen als Merkzeichen – man kippt sie oder schiebt sie nach vorn, wenn die Toilette besetzt ist, und bringt sie wieder in Ausgangslage, wenn die Toilette frei ist. „Semaphor“ heißt so etwas in der Informatik. Im Bild oben ist die rechte Toilette besetzt. Und … Continue reading „Abitursemaphoren“

Scratch-Eingabemethoden: Die Tanzmatte

Schüler auf Tanz-Eingabematte

Habe ich tatsächlich noch nie über das Ding geschrieben? Ich habe es mir vor einem guten Jahr gekauft, für dreißig Euro oder so. Das stank erst einmal sehr nach Plastik, ging aber bald vorbei; dann habe ich noch die Verbindung Kabel-Tanzmatte mit etwas Sugru (=Klebeknetmasse) verstärkt, und jetzt habe ich eine Tanzmatte. Man steckt sie via USB ein, sie funktioniert dann wie ein Gamepad mit acht Tasten. Ich habe damit ein rudimentäres Spiel entwickelt: Der Legostein bewegt sich – vorerst durch Tasten gesteuert – auf jeweils eine der acht möglichen Positionen; die Sandale wird durch die Tanzmatte gesteuert und kann … Continue reading „Scratch-Eingabemethoden: Die Tanzmatte“

Euromyths, Offline-Kommunikationssystem, Bilder von oben, Schulmöbel (Schulwoche)

Sideboard

Für den Englischunterricht, Q11: Alle Schüler und Schülerinnen kriegen einen Buchstaben A-Z zugewiesen und suchen sich aus dieser Liste von Europa-Mythen aus der britischen Presse eines aus und präsentieren das den Mitschülern: http://blogs.ec.europa.eu/ECintheUK/euromyths-a-z-index/ Meine Favoriten: Erstens P wie „Pets, dead“: Haustiere müssen laut einer Europa-Regelung vor der Beerdigung in einem pressure cooker gekocht werden. (Stimmt nicht: Es gab vergleichbare Regelungen für BSE-Fälle.) Zweitens R wie „Recycling“: Laut einem EU-Gesetz müssen Frauen ihr gebrauchtes Sexspielzeug zum Recyclen abgeben bevor sie neues kaufen können. (Stimmt nicht. Aber man kann laut EU Elektrogeräte natürlich beim Verkäufer zur Entsorgung abgeben.) Stand alles so in … Continue reading „Euromyths, Offline-Kommunikationssystem, Bilder von oben, Schulmöbel (Schulwoche)“

Kinect mit Scratch

Screenshot Scratch mit Kinectsteuerung

Auf dem ILTB 2017 in Passau habe ich auch einen Vortrag darüber gehört, was man mit einer Kinect machen kann. Das ist ein Zubehör der Xbox-Spielekonsole: Eine Kamera, die auf den Fernseher gestellt wird und die menschlichen Spieler davor erkennt, so dass man die Spiele mit Gesten und Bewegugn steuern kann. (Das geht mit einer Infrarotkamera, die erkennen lässt, wie nah die erfassten Bildpunkte an der Kamera sind. Aus dem so entstandenen 3D-Bild wird errechnet, wo sich Kopf, Arme, Hände, Augen und so weiter von einer je nach Kinect-Modell unterschiedlichen Anzahl von Personen befinden.) Bisher wusste ich nur, dass man … Continue reading „Kinect mit Scratch“

Wie das Heimnetz bei mir zu Hause aussieht (ein Überblick für Einsteiger)

Router mit angeschlossenen Geräten über Kabel, WLAN und VPN

1. Ein ganz einfaches Heimnetz Wie so viele habe ich einen Router zu Hause. Der Router ist mit dem Internet verbunden, und mein Rechner ist mit dem Router verbunden und kommt durch diesen auch ins Internet. Das kann man sich so vorstellen – links ist mein Rechner, rechts das Internet: Wenn ich von meinem Rechner aus eine Webseite aufrufen will, dann nutze ich einen Client (ein Programm, das dafür gedacht ist, zum Beispiel Mozilla Firefox) und gebe den Namen oder die Adresse eines anderen Rechners sein, auf dem ein Server-Programm läuft, das auf Anfragen Webseiten an den Client ausliefert. Nach … Continue reading „Wie das Heimnetz bei mir zu Hause aussieht (ein Überblick für Einsteiger)“

Türen und Tastaturlayouts

Tür mit Tastaturlayout als Dekoration, Querformat

In unserem Schulgebäude sind die Türen der Fachräume – Physik, Kunst, Informatik und so weiter – mit zumindest auf den ersten Blick passenden Dekorationen verziert. Noch lieber wären mir Schilder mit Straßennamen für die einzelnen Gänge, aber man nimmt, was man kriegt. (Selbst auf der Dult, dem Christkindlesmarkt, dem Oktoberfest haben die Wege Namen, warum dann nicht im Schulgebäude?) Einer der Computerräume sieht dabei so aus: Nun hätte man sich vielleicht noch etwas anderes vorstellen können als eine Tastatur, die metonymisch für Informatik steht, aber sei’s drum. Vielmehr geht es um die Frage,w as das denn eigentlich für ein komisches … Continue reading „Türen und Tastaturlayouts“

Mein Mediencenter, mit und ohne Raspberry Pi

Es kommt immer wieder mal vor, dass ich Filme, die ich nur als Datei auf meinem Computer habe, auf dem Fernseher ansehen möchte. Zum Beispiel lade ich mir gerne Beiträge des öffentlich-rechtlichen Fernsehens aus deren Mediatheken herunter (Tatortreiniger, Gernstl), entweder weil ich sie verpasst habe oder weil ich sie so in besserer Qualität erhalte als mit meinem alten Festplattenrekorder. Das Herunterladen ist zwar eigentlich nicht vorgesehen, aber mit Hilfsprogrammen geht das trotzdem. Wenn ich die Filmdateien auf den Fernsehschirm kriegen möchte, habe ich mehrere Möglichkeiten: 1. PC am Fernseher Ich verbinde meinen Computer mit dem Fernseher. Der Computer, ein Laptop, … Continue reading „Mein Mediencenter, mit und ohne Raspberry Pi“

Mein Computer ist für mich…

Bob Blume nimmt an einer (SPD-nahen) Blogparade zu Digitalen Themen teil. Man soll dabei Sätze zu Ende schreiben. Der zweite davon beginnt: Mein Computer ist für mich… Der Satz scheint davon auszugehen, dass ich nur einen Computer habe. Ich habe aber zwei, einen großen Laptop (2013) und ein kleines Laptop für unterwegs. Das große Laptop enthält verschiedene virtualisierte Computer, aber die zählen wohl nicht. Ein alter Laptop (2005) steht auch noch ungenutzt im Regal. Macht drei. Mein Android-Tablet, sind schon vier. Der Arduino für die Schule. Fünf. In der Uni gibt es auch noch einen Rechner, den ich als meinen … Continue reading „Mein Computer ist für mich…“

Lehrerspielzeug

Ich mag ja Lehrer-Spielzeug, und kriege jedes Jahr einen Katalog geschickt, weil ich da mal etwas bestellt habe. (Blankokarten, Holzwürfel, Flüssigkreide; das Nötigste halt.) Hier sind ein paar Sachen, die mir bei der Katalogdurchsicht aufgefallen sind: Das Pädagogen-PfeichenPfeifchen „Vocatus“ – eine Trillerfpeifepfeife. Richtig schön wäre es, wenn das so ein schriller, hoher Ton wäre, dass nur äh, Hunde, und, uh, Schüler das hören könnten. Der Feng-Gong – ein schöner handgearbeitet Gong. Insgesamt etwa lyrischer Tonfall. Den letzten Satz: „Die Tasche unterstützt den mobilen Einsatz“ hätte man schlicht als: „Mit Tasche“ wiedergeben können. Wenn man kein Verb braucht, muss man sich nicht … Continue reading „Lehrerspielzeug“