Abitursemaphoren

Colaflaschen auf Tisch

Abituraufsicht gehabt. Ganz wichtig dabei: Immer nur ein Schüler oder eine Schülerin darf gleichzeitig auf eine Toilette, von denen es zwei gibt. Es ist schwieriger, als man denkt, sich als Aufsicht zu merken, ob gerade jemand in diesen ist oder nicht. Deshalb dienen, schon seit Generationen von Aufsichten, also seit bestimt schon ein paar Jahren, diese Flaschen als Merkzeichen – man kippt sie oder schiebt sie nach vorn, wenn die Toilette besetzt ist, und bringt sie wieder in Ausgangslage, wenn die Toilette frei ist. „Semaphor“ heißt so etwas in der Informatik. Im Bild oben ist die rechte Toilette besetzt.

Und ja, es sind zwei Toiletten und drei Flaschen. Auch das Traditon? Vielleicht ja eh nur Beschäftigung während des Aufsichtführens.

Daneben stehen übrigens die Kicker der offenen Ganztagsschule, die nachmittags bespielt werden. Nur um mal zu zeigen, dass es auch ganz große Kicker gibt:

großer Kickertisch

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7 Thoughts to “Abitursemaphoren

  1. Wenn man Name und Uhrzeit des Toilettengangs und der Rückkehr – bei zwei Toiletten in zwei Spalten – notiert, hat man dasselbe Ergebnis (und direkt ein Protokoll).

  2. Man müsste allerdings nach den Namen fragen. Aber trotzdem könnte das manchen Schulleitungn gefallen; ich schlag’s lieber mal nicht vor. :-)

  3. Das ist ja sehr interessant, dass gerade Flaschen für die Besetzung/Nicht-Besetzung der Toiletten benutzt werden.
    Im Portugiesischen bedeutet „semáforo“ Ampel. Und wenn man dann bei Wikipedia unter „Ampel“ nachschaut, liest man dort:
    „Ampel (von lateinisch ampulla „Ölflasche“, spätere übertragene Bedeutung „Leuchte“[1]) ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Signalgeber einer Lichtsignalanlage…“
    Gruss aus Lissabon, Niva

  4. In NRW ist ein Sitzplan des Raumes anzufertigen und das Verlassen des Raumes zu protokollieren. Allerdings ist diese Idee cooler…..
    Next Step: 3 Fähnchen an der Tür
    – Frei = 12 Uhr
    – Besetzt = 3 Uhr
    – Besetzt, Rückkehr kann dauern = 9 Uhr….

  5. Den Zusammnhang zu den Flaschen habe ich nicht gesehen, Niva, aber das mit der Ampel erzähle ich in Informatik auch – ich kenne es aus dem Spanischen. Und Ampel hat ohnehin eine interessante Geschichte, von ursprünglich zweihenklig (zu amphi und pherein) hat ohnehin eine interessante Geschichte, wird entlehnt und im Deutschen zu Eim(b)er, was fehltinterpretiert wird als einhenkliges Gefäß, so dass dazu dann Zuber als zweihenkliges Gefäß neu entsteht.

    Fähnchen an der Tür: Dann könnten die Schüler und Schülerinnen das ja gleich selber bedienen und die Aufsicht hätte wieder nichts zu tun. Dabei hilft diese intellektuelle Herausforderung dabei, wach und aufmerksam zu bleiben.

  6. intellektuelle Herausforderung der Flaschenbedienung? Ich habe das genau anders gesehen: Gerade weil man in dieser Aufsicht so gar nicht gefordert ist, braucht man für das Merken zweier Klos schon Hilfsmittel.
    Und Flaschen sind das, weil die für Notfälle (Schülerkollaps – daher auch die Cola gg Unterzucker) bereitstehen, nie gebraucht werden und daher umgenutzt wurden.

  7. Das mit der sinnvollen Erklärung für das Vorhandensein der Flaschen vergesse ich gleich wieder mal, das greift mein Weltbild an.

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