Euromyths, Offline-Kommunikationssystem, Bilder von oben, Schulmöbel (Schulwoche)

By | 20.10.2017

Für den Englischunterricht, Q11: Alle Schüler und Schülerinnen kriegen einen Buchstaben A-Z zugewiesen und suchen sich aus dieser Liste von Europa-Mythen aus der britischen Presse eines aus und präsentieren das den Mitschülern: http://blogs.ec.europa.eu/ECintheUK/euromyths-a-z-index/

Meine Favoriten: Erstens P wie „Pets, dead“: Haustiere müssen laut einer Europa-Regelung vor der Beerdigung in einem pressure cooker gekocht werden. (Stimmt nicht: Es gab vergleichbare Regelungen für BSE-Fälle.) Zweitens R wie „Recycling“: Laut einem EU-Gesetz müssen Frauen ihr gebrauchtes Sexspielzeug zum Recyclen abgeben bevor sie neues kaufen können. (Stimmt nicht. Aber man kann laut EU Elektrogeräte natürlich beim Verkäufer zur Entsorgung abgeben.) Stand alles so in englischen Zeitungen.

Mit der sechsten Klasse haben wir heute für ein Projekt Klassenaufnahmen von oben gemacht, ein Schüler hatte seinen Quadrocopter dabei, Handy drangemacht, trotz Wind gab es ordentliche Aunahmen. Leider haben wir es trotz Bluetooth noch nicht geschafft, die Filme auf einen anderen Rechner (also meinen) zu kriegen, das kommt dann noch.

Wir haben ja das Lehrerraumprinzip an meiner Schule. Schüler wandern, die Lehrer haben feste Klassenzimmer, jedenfalls die meisten – ich zum ersten Mal, da ich sonst viel im Computerraum bin. Nachdem es eine Weile gedauert hat, bis ich mein Sideboard hatte, arbeite ich noch an der Ausstattung. Hier habe ich schon mal Magic Eight-Ball und Kamishibai deponiert:

Sideboard

Das ist mein Offline-Whatsapp-Ersatz-Kommunikationssystem für die Unterstufe:

Drehregeal für Grußkarten

Hier habe ich wieder mal eine Unterstufe gefragt, diesmal am Anfang des Schuljahrs, wie gut sie den Computer schon beherrschen, und wie sehr sie das möchten. Ein o für die Mädchen x für die Jungs. Und ja, die Jungs trauen sich schon enorm viel zu, abe auch die Mädchen wollen größtenteils den Rechner beherrschen. Ich sehe das als Auftrag und bin gespannt auf die Haltungen am Schuljahresende:

Tafel

— Reste vom Wandertag der Lehrer, a.k.a. Personalausflug. Ja, wir waren unter anderem in einer Käserei:

Stuhl im Käselöcherdesign

Und das war der Wandertag mit den Schülern:

leeres Ortsausgangsschild

(Mir ist tatsächlich mein Mitteilungsbedürfnis abhanden bekommen, ich weiß auch nicht wie, sonst hätte ich das alles zwischendrin mal gepostet.)

7 thoughts on “Euromyths, Offline-Kommunikationssystem, Bilder von oben, Schulmöbel (Schulwoche)

  1. Hauptschulblues

    „Mir ist tatsächlich mein Mitteilungsbedürfnis abhanden bekommen, ich weiß auch nicht wie, sonst hätte ich das alles zwischendrin mal gepostet.“
    Schade, ich lese den Blog sehr gerne und regelmäßig. Aber vielleicht kommt jenes Bedürfnis ja wieder. Am Schuljahresanfang hatte ich es auch nie.

  2. Herr Rau Post author

    Ich höre ja auch nicht zu schreiben auf. Aber wohl nur noch einmal pro Woche. Tatsächlich bin ich jetzt am Schuljahrsanfang – in eienr Woche sind die ersten Ferien, aber das zählt dennoch als Schuljahresanfang – auch sehr viel beschäftiger als in den letzten Jahren. Wenn das Jahr dann läuft, geht es besser.

  3. Lempel

    Ich kurbele Ihr Mitteilungsbedürfnis mal ein bisschen an: Was machen Sie denn genau mit den Karten? Und wo haben Sie denn den genialen Kartenständer her?

  4. Herr Rau Post author

    Darüber schreibe ich hoffentlich bald mal ausführlicher. Den Kartenständer habe ich entdeckt, als ich an einer Schreibwarenhandlung vorbeilief; er war ausgemustert und für zehn Euro (glaube ich) zum Verkauf. Ich bin da vielleicht besonders aufmerksam, weil ich solche Teile mag von einem Taschenbuchdrehregal träume. Vorerst habe ich nur so etwas im Wohnzimmer:

    Im Moment haben alle Schüler und Schülerinnen meiner 6. Klasse, die das möchten, dort ein Postfach und können einander Nachrichten schicken, und mir natürlich auch. Dazu gibt es einen griffbereiten Stapel leerer Karteikarten. Das war die Idee der Klasse, mal sehen, ob sich das zu einer Lerngelegenheit entwickelt.

    Praktischer wäre das natürlich, wenn die Klasse ein Zimmer hätte statt des Lehrers. Ich kann mir das außerdem als Reclamregal vorstellen, oder als wandelnde Anthologie von Lieblingsgedichten.

  5. Aginor

    Ein paar kleine Kommentare:
    – Ich finde den Stuhl in der Käserei toll!
    – Das Verkehrsschild hat etwas philosophisches: Nichts endet, und das nächste Ziel auf dem Weg ist ebenfalls nichts. Sehr interessant! :D
    – Zum Tafelbild: Mir tut der Kreis links unten sehr weh. Aber wenigstens ist es nur eine Schülerin (Betonung natürlich auf „eine“, nicht auf „Schülerin“).
    – Die Idee mit dem Drehregal ist zwar gut, aber ich finde in die Dinger passt recht wenig rein verglichen mit dem Platz den sie im Zimmer einnehmen würden.

    Gruß
    Aginor

  6. Paul

    Das Tafelbild finde ich sehr interessant und habe mich gefragt, wie genau oder ungenau die „Messung“ mit Hilfe dieses „Erhebungsinstrumentes“ ist. Meine Überlegungen dazu:
    – Evtl. überfordern Sie die Befragten, da Sie drei Variablen auf einmal abfragen. Die Ergebnisse würden vermutlich genauer, wenn Sie jede Frage einzeln stellen.
    – Soziale Erwünschtheit verzerrt die Ergebnisse vermutlich ohnehin. Dass die Befragten die bereits abgegebenen Antworten sehen und sich daran orientieren können, könnte den Effekt noch verstärken.
    – Die starke Trennung und Klumpung der Antworten von Mädchen und Jungen ist vermutlich zum Teil auf die beiden genannten Punkte zurückzuführen. Es wäre doch mal spannend zu sehen, wie die Ergebnisse bei anderer Erhebungsform (z. B. kleiner Online-Fragebogen mit drei Fragen) aussehen.

  7. Herr Rau Post author

    Die Variable Geschlecht halte ich nicht für Überforderung, und die zwei Dimensionen auch nicht – aber beim Rest stimme ich zu. Wenn ich Belastbareres als ein Stimmungsbild wollte, müsste ich anders vorgehen, und das wäre sicher interessant. Aber auch etwas mehr Arbeit. Ganz sicher verzerrend ist es, wenn man die ersten Vorgaben sieht. Andererseits will ich ja nicht nur feststellen, wie die Klasse sich jetzt sieht, sondern auch ein wenig, dass sie sich Ziele setzt oder sich festlegt. Wer den Strich oben beim Interesse macht, warum auch immer, der glaubt am Ende vielleicht auch daran. Aber gut, das gilt auch für den Strich links oder unten. – Irgendwer sollte das mal richtig untersuchen.

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