Under Pig Brook

Englisch-Projekt, noch nicht ganz fertig, aber wann ist es denn je?

Zuerst haben die beiden aktuellen Leistungskurse ein paar Auszüge aus Dylan Thomas‘ Under Milk Wood gehört und gelesen. Die Kurzfassung: Ein Hörspiel aus den 1950ern, sehr poetisch, viele lose verbundene Einzelszenen, die alle an einem Tag in der fiktiven Kleinstadt Llareggub in Wales spielen. (Den Namen der Stadt kann man, ebenso wie den der Stadt Llamedos auf Terry Pratchetts Scheibenwelt auch rückwärts lesen.)
Mitlesen und anhören kann man hier.

Mit diesen Szenen als Vorbild schrieben die Schüler eigene Szenen, nahmen sich auf Band auf und schnippelten je nach Zeit und Geschicklichkeit daran herum. Allerdings spielen die Szenen eben in Emmering (Emmsbury) oder Mammendorf (Mammshire) oder Unterschweinbach (Under Pig Brook).

Herausgekommen ist diese Webseite zum Projekt. Die technischen Spielereien daran stammen von mir, ich geb’s zu.

Das Projekt dauerte nicht sehr lange, hatte Vor- und Nachteile, und vor allem die schon einmal zitierten kritischen Gedanken von norberto42 zu Problemen mit modernem Unterricht geben mir immer noch und immer wieder zu denken. Mehr schreibe ich hier nicht, denn die beiden LK-Lehrer (also ich und der andere Herr R.) haben das ganze gemacht, damit sie dazu auch einen Beitrag für eine Zeitschrift schreiben können. Und da will ich keine Einzelheiten vorwegnehmen.

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7 Antworten auf „Under Pig Brook“

  1. Klasse!!!

    Etwas mysteriös ist lediglich die Seite „The players“. Da sehe ich nur die Überschrift (von „Captain Cod“) und darunter einen Kommentar (von Peter Raffler), sonst nichts. Ist das ein Versehen oder subtiles Spiel mit den Erwartungen des Lesers?

  2. Ne, da kommt später nochmal Zeug hin über die Schüler. (Oder, für ein richtig schönes, späteres Projekt, eine Liste mit Charakteren, zur allseitigen zukünftigen Verwendung.) Ich habe die Seite mal ausgeblendet, bis da etwas mehr steht.

  3. Als eine an der Erstellung beteiligten kann ich sagen, dass es Under Pig Brook wirklich eine gute Idee unserer Lehrer war/ist. Von Engländern habe ich viel Bewunderung und auch Verwunderung geerntet, als ich erzählt habe, dass wir uns mit Under Milk Wood beschäftigen. Der Kommentar war meistens etwas wie „Even we don’t understand it, so how could you?“.

    Was mich interessieren würde ist der Teil mit dem Beitrag für die Zeitschrift. Was haben Sie (ja, das ist das Schüler-Lehrer-Verhältnis) denn da vor? Und wenn Sie jetzt keine Einzelheiten vorwegnehmen wollen, erfahren wir dann nächstes Schuljahr etwas darüber?

  4. Hallo Christiane! Under Milk Wood kenne ich selber von meinem Englisch-LK als Schüler beim Herrn Gratzke, der damals die englische Reclam-Ausgabe herausgegeben hatte. So ungewöhnlich ist es also gar nicht, das in einem LK zu behandeln. Allerdings haben wir bei ihm auch die berühmte China-Szene aus The Country Wife gemacht. Und die Restaurationskomödie habe ich mit Schülern noch nie behandelt (obwohl ich gerade wieder The Way of the World lese und es immer noch klasse finde).

    Beitrag für die Zeitschrift: Ich hoffe, euer Herr R. hat das mal erwähnt; meinem Kurs habe ich es mehrfach gesagt. Nichts Weltbewegendes: Es gibt etliche Fachzeitschriften für Englischunterricht, wie es auch etliche für den Deutschunterricht oder andere Fächer gibt. Neue Methoden, Umsetzungsmöglichkeiten von neuen Erkenntnissen, Ideen.
    Und wir beschreiben dafür unser Vorgehen, die Ziele, Tipps zur Umsetzung, die didaktischen Ziele. Ich will nur deshalb keine Einzelheiten veröffentlichen, weil die Veröffentlichung ja in der Zeitschrift stattfinden sollte. Aber ihr könnt (von mir aus) gerne das Manuskript sehen und es mit euren Erfahrungen vergleichen… ist sicher auch sehr lehrreich. :-)

  5. Hallo!

    Also als eine zweite Beteiligte kann ich auch sagen, dass Under Pig Brook echt eine gute Idee war und auch viel Spaß gemacht hat, auch wenn wir in technischen Dingen einfach oft unfähig waren… Entschuldigung dafür nochmal… :-)

    Hab den Link heute gleich mal meiner australischen Austauschpartnerin geschickt. Mal schaun, was sie dazu sagt/schreibt.

  6. Unser Herr R. hat davon nie etwas gesagt, oder ich habe es nicht migekriegt, was ich für eher unwahrscheinlich halte. Der Artikel würde mich schon interessieren, einfach um zu sehen, was sich Lehrer dabei denken und davon halten.

    Die technische Seite hat mich nicht geschreckt, ich fand es interessant, sich mal damit zu beschäftigen, wie man mehrere Tonspuren zusammenschneidet usw. Die Hardware (sprich das Mikro) war eher das Problem.

  7. Bei den meisten Projektbeschreibung müsste ehrlicherweise stehen: „Dafür hatten wir keine Zeit, darum haben wir das nur kurz gemacht.“ Oder man macht ein richtig wochenlanges Projekt daraus. Aber ja, die Lehrerseite ist sicher für manche interessant.

    Hm, vielleicht sollten wir aus dieser Fachliteratur mal einen Projektvorschlag heraussuchen und einer Schülergruppe übergeben, die dann dieses Projekt – mit Beratung durch den Lehrer – organisiert. Es darf nichts sein, was zu großes Hintergrundwissen erfordert, aber da findet sich doch bestimmt was.

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