Zum ersten Mal gemacht

Mit Libre Office Briefvorlage (Geschäftsbrief, modern) einen Brief erstellt. Geht ratzfatz und sieht gut aus, mache ich nie wieder einfach so.

Meine Feeds aus dem Google Reader exportiert und nach Feedly umgezogen – und zu RSSOwl, einem lokalen Feed-Client. Feedly gefällt mir nur so mäßig und hat vor allem – man mag es nicht für möglich halten – noch keinen Export für Feeds. Das heißt, wer sich an Feedly bindet, bleibt zumindest vorerst daran gebunden, und das kann ja wohl nicht sein.
RSSOwl gefällt mir besser, geht aber eben nur von zu Hause aus. Tiny Riny RSS auf dem eigenen Server: zu wackelig, wieder aufgegeben.

Verschlüssselung für meine Mails habe ich schon seit langer Zeit vorbereitet, aber ich habe niemanden, dem ich verschlüsselte Mails schicken kann. Aber in Zukunft werde ich meine Mails wenigstens digital unterschreiben.
Unterschreiben heißt: Der Text meiner Mail kommt beim Benutzer unverschlüsselt an, es sieht nur etwas wirr aus, weil darunter komische Kritzelzeichen stehen. Wenn der Empfänger ebenfalls ein Verschlüsselungsverfahren einsetzt, würde sein Programm ihm die Kritzelzeichen verbergen und stattdessen bestätigen, dass die Mail mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit wirklich von mir kommt.

Schon mehrfach gemacht:

Abschlussball Tanzkurs letztes Wochenende:

tanzkurs2013klein

Abistreich war auch letzte Woche, aber als ich an die Schule kam, war schon alles vorbei, deshalb habe ich nichts mitgekriegt.

Trage nach 30 Jahren den Scheitel wieder mal auf der anderen Seite. Ist das schon die Midlife-Crisis? Tipp der Friseurin, weil ich dann nicht gegen meinen Wirbel oben kämme. Jetzt merke ich erst, wie oft ich mit der Hand durchs Haar fahre.

- Man merkt, es ist gerade nicht viel los, das ich bloggen könnte.

Alles über: Planungsgrundlagen zur Unterrichtsübersicht

Etwa Ende April jeden Jahres erstellen Gymnasien ihre vorläufige Unterrichtsplanung für das kommende Schuljahr: Wie viele Klassen mit wie vielen Stunden in welchen Fächern wird es geben,  wie viele Anrechungsstunden und Wahlunterrichte gibt es? Diese Informationen werden dann ans Kultusministerium geschickt, das auf dieser Basis und unter, äh, Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Mittel den Schulen Lehrer zuweist, falls es nicht genügend für die zu erwartende Schülerzahl gibt. (Jedes Jahr werden Lehrer pensioniert, Referendare müssen auf Einsatzschulen verteilt werden, und junge Lehrer kommen nach Abschluss ihrer Ausbildung an ihre erste Schule.)

Schulen dürfen sich nicht einfach aussuchen, wie viel Wahlunterricht oder wie viel Englisch sie geben, oder wie viele Entlastungsstunden Mitglieder der Schulleitung oder andere mit zusätzlichen Aufgaben betraute Lehrer kriegen. Das steht alles genau in einer Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen, Erlassen, Dienstanweisungen. Deshalb sendet das Kultusministerium dazu – neben einem Anschreiben mit weiteren Informationen – 40–50 Seiten “Planungsgrundlagen zur Unterrichtsübersicht”, die Fassung von 2013/14 kann man bei der GEW herunterladen, sonst habe ich es – wie so oft – nirgendwo gefunden.

Außer den Schulleitungen und Personalräten weiß kaum ein Lehrer davon, weshalb ich das hier vorstelle. Folgendes ist zum Beispiel dort gesammelt:

  • In welchen Jahrgangsstufen es wie viel Nachmittagsunterricht geben darf.
  • Höchstzahlen für Klassen, derzeit 33 Schüler.
  • Höchstzahlen für Oberstufenkurs, derzeit 25 (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache), 28 (andere Kurse) und 15 Schüler (Seminare)
  • Referendare sollen auch in Q11 und Q12 unterrichten, da es “eine nicht gerechtfertigte zusätzliche Belastung für die Seminar-
    schulen” ist, wenn die ihre Oberstufenlehrproben dann alle dort machen.
  • Wie viele Lehrerstunden man verteilen darf. Klar: Wenn es da keine Grenze gäbe, würde jede Schule einfach viele kleine Klassen bilden und viele Lehrerstunden aufwenden.
  • Wie viele Stunden davon auf die Jahrgangsstufen 5–10, wie viel auf 11–12 und wie viele auf Wahlunterricht entfallen. Allerdings muss die Schule sich nicht daran halten, darf aus dem einen Bereich Stunden nehmen und sie dem anderen zuführen.
  • Neu: Wie viele Stunden für “Individuelle Lernzeit” aufzubringen sind. Das sind je nach Schulgröße 7–9 Stunden für die Flexijahrleute und andere. Wie die Schule diese Stunden sinnvoll nutzt, bleibt der Schule überlassen. Ich bin schon sehr gespannt.
  • Neu: Wie viele Stunden für “Integrierte Lehrerreserve” aufzubringen sind. Das sind je anch Schulgröße 8–12 Stunden, die auf “mehrere” Lehrkräfte verteilt werden. Die können dann einspringen, wenn eine andere Lehrkraft erkrankt, in Mutterschutz oder Elternzeit geht. Was die währenddessen machen… Präsenzen schieben? Anmerkenswert: Das sollen explizit Lehrer mit Deutsch oder Englisch sein. (Unter anderem deshalb, weil es nicht genug Mathe- oder Physiklehrer gibt.)
  • Wie viele Stunden Lehrer geben müssen, Berechnung von nichtwissenschaftlichem Unterricht, verpflichtendes Arbeitszeitkonto, Teilzeitregelungen.
  • Unterrichtseinsatz von Referendaren – wie in den letzten Jahren üblich: bis zu 17 Stunden. Die Unterrichtspflichtzeit der fertigen Lehrer ist wieder auf dem Niveau, auf dem ich sie anfangs erlebt habe; aber Referendare dürfen mehr arbeiten als damals. (Das waren früher in der Regel bis zu 14 Stunden, plus 2 falls nötig.) Kosten auch weniger als fertige Lehrer, und es gibt zu viele davon.
  • Umgang mit Grundschullehrkräften am Gymnasium.
  • Wie viele Anrechungsstunden es für Schulleiter gibt, wieviele für Mitarbeiter+Stellvertreter+Oberstufenkoordinator. (Wie das mit dem zusammenhängt, was in der Bekanntmachung über die UPZ der Lehrer an Gymnasien unter “Anrechnungen für die Schulleitung” steht, habe ich noch nicht herausgefunden.)

Alles in allem: eine geeignete Lektüre für die mittlere Phase des Lehrerseins, wenn man schon etwas Routine im Unterrichten hat und sich für die Strukturen interessiert.

Shirley Temple

Am Wochenende gab es auf einer Party Cocktails, darunter auch einen alkoholfreien: Shirley Temple. Das weckte Erinnerungen. Erinnerungen an Besuche bei der Verwandtschaft in New York, mit Abendessen beim Chinesen (“Just feed us”, winkte der Onkel etwas großspurig der Bedienung statt einer Bestellung) und Treffen in Cocktailbars.

Manhattan_1980

1980, Manhattan

Nach dem touristischen Erkunden von Manhattan für uns, beziehungsweise dem Arbeitstag für Onkel und Tante, trafen sich alle in der einen oder anderen Bar, bevor das Abendprogramm begann. Also: Tageslicht, wenig Publikum, Shrimps in Teighülle und andere warmgehaltene Snacks. Spritzer für die Erwachsenen, für die Kinder alkoholfreie Cocktails. (An Bier und Wein zu nippen war in meiner Kindheit kein Problem, in den USA-Öffentlichkeit natürlich unmöglich, und Cocktails gingen ohnehin nicht.)

Also kriegten mein Bruder und ich einen Shirley Temple Cocktail. Ginger Ale mit Grenadine und einer Cocktailkirsche, eventuell auch zur Hälfte süße Limo statt Ginger Ale.

shirley_temple

Wer Shirley Temple war, das wussten wir damals schon. Ein Kinderstar der 1930er Jahre, Schwarzweißfilme mit Musik und Tanz, liefen alle immer wieder mal im Fernsehen. Damals, so dass meine Familie aus Veteranen des amerikanischen Films der 1930er bis 1940er Jahre besteht. Shirley Temple, Jahrgang 1928, wurde nach ihrer Karriere eine erfolgreiche Politikerin. Life Achievement Award beim Oscar 2006; sie lebt immer noch.

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“Animal Crackers In My Soup”

Ich weiß nicht, wie sich die Filme gehalten haben. Vermutlich nicht so gut, aber wer weiß. Einige Tanzszenen sind heute noch sehenswert:

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Shirley Temple und vor allem Bill “Bojangles” Robinson (1935), nachkoloriert

Zum Schluss ein Teaser, Screenshot aus den 8mm-Filmaufnahmen meines Vaters aus unseren USA-Besuchen. Vielleicht darf ich die hier mal ganz zeigen.

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Aus den Super-8-Filmen meines Vaters

James Branch Cabell, Figures of Earth

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1. Inhalt

Manuel – groß, blond, Schweinehirt, nervöser Tic im Auge (oder zwinkert er einfach nur oft?) – bemüht sich, eine Auflage seiner verstorbenen Mutter zu erfüllen, die er als bindend ansieht: Er muss eine gute Figur machen in der Welt.
Seine ersten Versuche sind wenig erfolgversprechend, immer wieder töpfert Manuel an einer Figur aus Lehm herum, die aber nie seinen Ansprüchen genügt. Bald gerät er in Abenteuer, verliebt sich in die unscheinbare junge Niafer und verliert sie gleich wieder (an den Tod, der einen von beiden mitnehmen muss – und so sehr der junge Manuel Niafer liebt, sein Leben liebt er noch mehr), wird eher unfreiwillig zum Helden. Sehr bald wird er zum Herzog von Poictesme befördert, das Herzogtum selbst liegt irgendwo im Süden Frankreichs. Vorerst ist das eine rein dekorative Würde, da Poictesme gerade von den Normannen besetzt ist und keine Streitkräfte zur Verfügung stehen, um Manuel zu seinem Land zu verhelfen.
Er hat eine Beziehung zu Alianora (Eleonore) von der Provence, bis die ihn verlässt, um letztlich König Heinrich III von England zu heiraten. Danach gibt es eine Beziehung mit der übernatürlichen Königin Freydis; Manuel verlässt sie, als er von ihr erfährt, dass es eine Möglichkeit gibt, Niafer aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Zuvor hat er allerdings – immer der Auflage folgend, eine gute Figur zu machen – einen Doppelgänger von sich erschaffen und zehn weitere Lehmfiguren. Freydis belebt diese und schickt sie in die Welt hinaus, während Manuel Niafer zurückholt, was ihn dreißig Jahre altern lässt.
Spät im Buch befreit Manuel mit übernatürlicher Hilfe das Herzogtum Poictesme von den Besatzern und wird als “Manuel, der Erlöser” gefeiert. (Seine Verklärung zur messianischen Befreierfigur beginnt, die im Folgeband The Silver Stallion weiter ausgeführt wird.) Einige Jahre lebt Manuel zufrieden und erfolgreich, wenn auch gealtert, bevor er wieder auf den Tod trifft und ein ähnliches Angebot erhält wie bei seiner ersten Begegnung.

2. Manuel

Wir erfahren wenig über die Gedanken von Manuel. Es ist ihm wichtig, die Auflagen seiner Mutter zu erfüllen, und auch sonst immer das zu tun, was von ihm erwartet wird. Seine Frau bezeichnet er als die schönste der Welt, seine Kinder als die klügsten der Welt, sein Leben als erfolgreich und erfüllt. Ganz zum Schluss stellt sich ein Fenster in seinem Schreibzimmer als magisch heraus: Wenn er hindurchblickt, sieht er genau das, was als Realität akzeptiert ist – sein Reich Poictesme, seine Familie. Öffnet er das Fenster allerdings, ist dahinter eine graue neblige Welt ohne erkennbare Bestandteile oder Bedeutung. Manuel wagt sich hinaus, wir erfahren aber nicht, was er dort erlebt. Auch im Angesicht des Todes weigert sich Manuel zu sagen, was er wirklich denkt:

“What fearful indiscretions you suggest! No, friend, that sort of thing has an ill sound, and they [husbands on their deathbed] should have remembered that even at the last there is the bond of silence.”
“Come, come, Count Manuel, you are a queer cool fellow, and you have worn these masks and attitudes with tolerable success, as your world goes. But you are now bound for a diversely ordered world, a world in which your handsome wrappings are not to the purpose.”
“Well, I do not know how that may be,” replies Count Manuel, “but at all events there is a decency in these things and an indecency, and I shall never of my own free will expose the naked soul of Manuel to anybody. No, it would be no pleasant spectacle, I think: certainly, I have never looked at it, nor did I mean to. Perhaps, as you assert, some power which is stronger than I may some day tear all masks aside: but this will not be my fault, and I shall even then reserve the right to consider that stripping as a rather vulgar bit of tyranny. Meanwhile I must, of necessity, adhere to my own sense of decorum, and not to that of anybody else.”

Cabell nennt (anderswo) diesen Modus, der Welt zu begegnen, “Chivalry.”

– Offen bleiben das Ende des Romans und die Rolle von Suskind, einer frühen Liebe von Cabell. Der Glossarial Index to the “Biography of the Life of Manuel” von Julius L. Rothman (1976) sieht den Namen als Anagram zu “unkiss’d” und die Figur als Feenwesen.

3. Sprache und Sonstiges

Ist mir noch nie bei Cabell aufgefallen, aber in diesem Buch hat er es sehr mit den Adverbien. Dass es viele sind, wäre mir nicht aufgefallen, aber Cabell schreckt auch vor Konstruktionen wie “statelily, agilely, vexedly, fixedly, lonelily” und “sillily” nicht zurück.

Als der Storch Niafer und Manuel ein Kind bringt (Kapitel 28), erwarten die Eltern zuerst einen Jungen, und als sich das Kind als Mädchen erweist, müssen die vorbereiteten rosa Schleifen gegen blaue ersetzt werden. Die Verbindung von rosa mit Mädchen und blau mit Jungen entwickelte sich erst in den 1920er Jahren, zuvor war unbestimmt oder sogar umgekehrt.

Das Buch erklärt auch, wie Legenden entstehen:

So many glorious exploits are, indeed, accredited to Manuel and to the warriors whom he gathered round him in his famous Fellowship of the Silver Stallion, […] that it is very difficult to understand how so brief a while could have continued so many doings. But the tale-tellers of Poictesme have been long used to say of a fine action, — not falsely, but misleadingly, — “Thus it was in Count Manuel’s time,” and the tribute by and by has been accepted as a dating. So has chronology been hacked to make loftier his fame, and the glory of Dom Manuel has been a magnet that has drawn to itself the magnanimities of other days and years.

Interessant finde ich dabei das “so has chronology been hacked” – schon lange vor der Hackerszene konnte man also hacken. Heute gibt’s das ja nicht nur bei Telephonen und Computern, sondern auch als “hacking history” und “life hack.” In den 1950ern soll es im Amateurfunk “hacks” gegeben haben, und noch älter ist die Bedeutung des vieltippenden Schreiberlings, der nicht auf Qualität achtet oder achten kann. Cabells Gebrauch scheint mir eine ausgesprochen frühe Version der heutigen Verwendung zu sein. Oder ist hier nur ein einfaches Zerstückeln gemeint?

4. Die Biographie von Manuel

Mit Figures of Earth beginnt die Biographie von Manuel, knapp zwanzig Bände, die die Geschichten von Manuel und seinen Nachfahren erzählen, bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein. Mit Niafer hat Manuel vier Kinder, deren Geschichten mehr oder weniger ausführlich in anderen Büchern erzählt werden: Melicent (Domnei), Emmerick, Dorothy (wird später die Jugendliebe in Jurgen) und Etarre (siehe The Cream of the Jest und einige andere Bücher).
Seiner alten Freundin, Alionora, inzwischen Königin von England, verhilft Manuel zu einem Nachkommen, dem späteren Edward I von England. (Nachdem Cabell mit den Mehrdeutigkeiten in seinem vorhergehenden Buch einen kleinen Skandal ausgelöst hat, werden die Kinder in diesem Buch alle buchstäblich vom Storch gebracht, mit dem Manuel eine Art Geschäftsbeziehung hat.) Zu den zehn belebten Lehmfiguren gehören Alessandro de Medici, William Shakespeare, Robert Herrick, William Wycherley, Alexander Pope und Richard Brinsley Sheridan.

Aufsicht im Warteraum

Gemischtes:

1. Gestern habe ich Aufsicht bei den mündlichen Abiturprüfungen geführt. Also, nicht direkt bei den Prüfungen, da bin ich erst nächste Woche dran, sondern in einem Aufenthaltsraum, wo Schüler so freundlich sind nach ihrer Prüfung eine Weile zu warten, damit die Prüflinge unmittelbar nach ihnen – wenn sie den den gleichen Schwerpunkt gewählt haben – auch das gleiche Thema erhalten können. Während dieser Wartezeit dürfen die Schüler natürlich kein Handy benutzen, aber lesen oder sich unterhalten. Die Sonne schien, es war der erste schöne Tag, die Fenster offen, die Laune ausgezeichnet. Die Schüler haben sich unterhalten (kinderlose Lehrer hören da immer interessiert mit, Einblick in fremde Welten und so), dann ich mich mit ihnen. Sie waren erkennbar zufrieden mit ihrer Prüfung (ich hoffe, zu Recht) und erkennbar stolz darauf, eine Menge zu wissen – den Schwierigkeitsgrad von Fragen einschätzen und kommentieren zu können, Lösungsstrategien mit dem anderen auszutauschen zu können, Fachbegriffe verwenden zu können, die vom Mitschüler verstanden wurden. Ich selber habe kaum etwas verstanden, war eines meiner schwächeren Fächer, aber es war schön, da zuzuhören.

2. Als ein Beispiel von vielen, vielen Interpretationen bei norberto42 hier seine Analyse von Heines Webern. Kann man Schülern der 9. oder 10. Jahrgangsstufe in Bayern zeigen.

3. Maik Riecken erklärt in seinem Blogeintrag, was Bildung für ihn bedeutet, oder eher: das Verhältnis von Struktur und Inhalt. Ich bin nicht ganz einverstanden mit der Verwendung Metapher, aber das habe ich dort kommentiert.

Datenschutz an Schulen: Muss ich die Software meiner Schüler wirklich löschen?

Ich muss ja als Lehrer nach Schuljahresende alle personenbezogenen Schülerdaten von meinem Arbeitsrechner löschen. Noten, Kommentare zu Aufsätzen, Gutachten, Punkteverteilung bei Tests und so weiter.

Wie sehr ich dieser dienstlichen Anweisung nachkomme, wird nicht überprüft. Was ich bisher jedenfalls nicht gelöscht habe, war Software, die meine Schüler geschrieben haben – Strategien zum Stein-Schere-Papier-Projekt etwa, oder die Programmierprojekte in der Q11. Im Programmcode stehen dort aber zumindest manchmal auch die Namen der Autoren, eventuell zusammen mit den Lizenzen, unter denen der Code freigegeben ist.

Darf ich die Programme behalten oder muss ich sie löschen? Ausdrucken wäre natürlich die sicherste Möglichkeit; auf Papier gelten andere Regeln für die Aufbewahrung. Oder muss ich einfach nur die Autoreninformation aus den Programmen löschen? Darf ich laut Lizenz nicht immer.

Fürs Veröffentlichen brauche ich natürlich die Erlaubnis der Schüler. Das ist eine andere Frage, die der Nutzungsrechte, hat mit dem Datenschutz nichts zu tun. Strenggenommen gilt da übrigens:

Soweit im Rahmen der Schule von Schülerinnen und Schülern als Ergebnis pflichtmäßiger Schulveranstaltungen oder von Lehrkräften im Rahmen ihres Dienst- oder Arbeitsverhältnisses Werke geschaffen werden, gehen bestimmte Nutzungsrechte an diesen Werken, wie das Ausstellungsrecht innerhalb der Schule oder die Vervielfältigung in dem für Zwecke der Weiterbildung oder der Qualitätssicherung notwendigen Umfang auf die Schule über. Der Rechtsübergang erfolgt in dem Umfang, wie er zur Erfüllung der zu Grunde liegenden schulischen Zwecke erforderlich ist. Die Einstellung solcher Werke auf der Schul-Homepage ist in der Regel zulässig. Bei Werken von Schülerinnen und Schülern wird allerdings empfohlen, eine Veröffentlichung nicht gegen den Willen der Schülerinnen und Schüler bzw. deren Erziehungsberechtigten vorzunehmen. Die Schule ist nach § 13 UrhG verpflichtet, den Urheber zu nennen, wenn dieser dies wünscht. Gegen seinen Willen darf der Urheber nicht genannt werden.

(Quelle)