Neuer Rechner (2013)

Meinen Rechner hatte ich mir 2008 gekauft. Klein, nicht teuer, ausreichend leistungsfähig, mäßige Grafikkarte. Brauchbar für alles außer Spiele, sobald ich das Windows Vista runtergemacht hatte. Diese Sommerferien wollte ich einen neuen Rechner, einen leistungsfähigen. Zusammenbauen habe ich ihn mir von einer Münchner Firma lassen. Und ich bin sehr zufrieden.

Mein neuer Rechner ist ein Laptop, und diesmal ein richtig ordentlicher. Eine gute Grafikkarte, vier Prozessoren, mehr RAM als ich je brauchen werde. Eine mittelgroße SSD-Festplatte für Betriebsystem und Programme, eine terabytegroße herkömmliche Platte für alle meine Daten – Dateien, Bilder, Schulkram, Musik, Filme. Das ist die Platte, von der ich regelmäßig Backups mache. Bei Keyboard und Maus habe ich meine alten behalten, die per Funk an einem gemeinsamen USB-Knubbel hängen.

Der Klapprechner wird hauptsächlich stationär verwendet, aber ich kann ihn jederzeit transportieren. Mein alter großer Monitor hängt dran, und weil mein Vater noch einen kleineren übrig hatte, habe ich den auch noch angeschlossen. Man gewöhnt sich sehr schnell an das Arbeiten mit zwei Monitoren, vor allem wenn man die besten Windowskürzel aller Zeiten benutzt: Win-Taste + Pfeiltasten. (Wenn ein Monitor angesteckt ist, sendet der Laptop das Bild nur auf diesen, wenn keiner da ist, an den laptopeigenen Bildschirm. Und beim Zuklappen des Rechners bleibt er natürlich an.) Leise ist der Rechner auch, die Lüftung geht nur sehr gelegentlich an.

Ganz am Anfang habe ich das schnelle Booten ausgeschaltet, damit ich überhaupt ins BIOS komme. Das Secure Boot war gar nicht erst eingeschaltet – das ist das Feature, das zur Zeit ja noch deaktiviert werden kann, in Zukunft aber dafür sorgen kann, dass man kein Linux parallel installieren kann. Oder kein Libre Office.
Dann habe ich mit ClassicShellBackup die dämliche Windows 8-Oberfläche umgangen, später VMware installiert und ein virtualisiertes Ubuntu aufgespielt. Das kann wunderbar parallel auf dem zweiten Monitor laufen, Geschwindigkeit kein Problem.

Auf die Idee mit dem Laptop hat mich Frau Rau gebracht. Ich habe nicht viel Platz auf und unter dem Schreibtisch – Kisten voller Comics, wer’s wissen will – und brauche keinen superschnellen Rechner. L.A.Noire und Half Life 2 laufen jedenfalls gut. Das Arbeiten macht gleich viel mehr Spaß.

rechner_2013

Tagged: Tags

12 Thoughts to “Neuer Rechner (2013)

  1. Vielleicht doch ein paar Specs für die Nerds unter uns?

    Zwei Monitore an einem Laptop? VGA und HDMI?

  2. HDMI und VGA, genau. Ich habe ein Foto untern ergänzt. Am kleinen Monitor hängt dann für eine Weile per HDMI auch noch der kleine alte Rechner, wenn ich da gelegentlich rein möchte. Wo die Kabel endgültig liegen werden, weiß ich noch nicht.

    Specs:
    15,6“ Notebook, 1920×1080 Pixel, GeForce GT 650M
    4×2.4 GHz CPU (Intel i7), 250 GB SSD, 1 TB HDD.

  3. Glückwunsch! :-) Und schön nerdig mit Win und Ubuntu auf je eigenem Monitor. Yeah! Ein Btw: Ein Mac Mini wäre auch sehr platzsparend gewesen und hätte gewiss gut unter den linken Monitor gepasst.
    Wofür nutzt du Ubuntu? Zum Programmieren, zum Ausprobieren oder auch alltäglich?

    (Sobald ich meine Software aus Hardwaregründen nicht mehr installieren kann, schmeiße ich die Kiste aus dem Fenster.)

  4. Mac Mini: Mit MacOS habe ich eine Zeit lang gearbeitet, bin aber nie so recht warm geworden damit. Und dann ist mir die Verbindung zur Festplatte im iMac kaputtgegangen. Von der Größe her habe ich aber mit so einem kleinen Kasten geliebäugelt – mich dann aber doch für den Laptop entschieden, weil der transportabler ist und mehr Ein-/Ausgänge hat.

    Ubuntu: Mal sehen. Neben meinem alten Rechner hatte ich auch noch einen Laptop, auf dem nur Ubuntu lief. Firefox, Thunderbird, und zum Ausprobieren von allem möglichen – Verschlüsselungen mit John the Ripper knacken, Python-Skripte, alles auch, um mich etwas mit Linux vertraut zu machen. Wie ich das in Zukunft handhaben werde, weiß ich noch nicht.

  5. Lustig, genauso mache ich das auch! Das neue Notebook kam letzte Woche an, classic shell ist installiert, jetzt wird noch das RAM aufgerüstet und dann Ubuntu draufgepackt. Mein Plan ist, Linux als dual boot zu installieren und dann nachträglich zu virtualisieren, z.B. so wie hier erklärt: https://forums.virtualbox.org/viewtopic.php?f=5&t=49193 Mal sehen, ob das so klappt.
    Da ich ja nach dem Ref vom Land netterweise erstmal rausgeschmissen wurde und sechs Wochen arbeitlos war, nur um jetzt an meiner Ref-Schule wieder eingestellt zu werden, bin ich aus finanziellen Gründen doch deutlich hinter deinen specs geblieben. Die SSD kommt aber so bald wie möglich. Wieviel RAM hast du denn? 16 GB?

  6. Ja, 16 GB. Bisher komme ich nur auf eine höchste Auslastung von etwa 6.7 GB, meistens sind es um die 4, aber wer weiß, was ich noch alles machen will. Dual Boot: Klingt sehr interessant. Meine aktuelle Lösung ist sicher noch nicht endgültig, bin schon gespannt auf deine Erfahrungen, dann schließe ich mich vielleicht an.

  7. Interessant, das mit den 6.7 GB Auslastung. Ich hab nämlich bei mir im aktuellen Neuzustand nur 4 GB drin und überlege die ganze Zeit, ob ich mir für 30 EUR nochmal 4 kaufen soll oder doch (kostet dann aber leider gleich 130 EUR) 2×8… Mein altes Macbook mit 4 GB RAM hat Windows unter Virtualbox ganz schön in die Knie gezwungen. Musstest du dich sehr anstrengen (viele aufwändige Prozesse) um auf die 6.7 GB zu kommen?

    Dual Boot: Ich weiß, dass ich normalerweise *nicht* den Rechner runter und neu hochfahren will, um etwas unter Linux zu machen. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass ich ab und zu doch vorher weiß, dass ich längere Zeit am Stück unter Linux arbeiten möchte – und dann könnte ich direkt Linux booten. Das klingt also nach best of both worlds… zumindest in der Theorie.

    VMware: Hast du dafür eine Lizenz gekauft oder gibt’s da auch ne kostenlose Variante?

  8. Für die 6.7 GB musste ich mich ziemlcih anstrengen, ja. Firefox und Thunderbird (brauchen regelmäßig erstaunlich viel), Ubuntu, Videostick, und Half Life 2 als Spiel. Mindestens.

    VMware: Gibt’s für nichtkommerziell als kostenlose Variante. Habe auch VirtualBox ausprobiert, klappte nicht ganz so gut.

  9. Ja, ich war mit VirtualBox auch nur so halb glücklich. USB vom Gastsystem aus anzusprechen war ganz, ganz schwierig.
    Aber bei VMware blicke ich mit den verschiedenen Produkten nicht durch :-( So wie ich das verstehe, ist „Player“ kostenlos, aber man kann keine eigenen VMs erstellen. Also bräuchte ich „Workstation“, das ist aber nicht kostenlos. Oder doch? Hast du nen Link?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.