Moodle und Facebook, wieder mal

Ich arbeite ja brav mit Moodle in meinen Kursen – hauptsächlich allerdings als Dateiablage. Kommuniziert wird nicht darüber – aber natürlich haben die Schüler eine Facebookgruppe dazu und tauschen sich da aus, ganz so, wie wir das eigentlich wollen. Vermute ich. Denn das läuft natürlich ohne den Lehrer ab. Hoffentlich dürfen wenigstens alle Schüler mitspielen.

Man kann das auch so sehen: Wir erziehen die Jugend zu Selbstständigkeit, indem wir ihnen nur so umständliche Werkzeuge anbieten. Ich käme mir jedenfalls sehr albern vor, wenn ich darum bäte, doch bitte Moodle zu benutzen, damit ich auch mitreden kann.

Nachtrag: Ich habe nachgefragt, es gibt eine gemeinsame Facebook-Gruppe für alle Schüler der Q11, für einzelne Kurse gibt es eher keine.

5 Antworten auf „Moodle und Facebook, wieder mal“

  1. Äh. Moodle heißt jetzt Mebis. (Wie war das nochmal: “Raider heißt jetzt Twix sonst ändert sich nix”?!)

  2. Kenn ich. Wir arbeiten (noch) mit Fronter. Die Schüler sind aber bei WhatsApp.
    Selbst bei Skype-Sitzungen, die ich anbiete, sind manche nur indirekt dabei, indem sie auf WhatsApp schrieben, was dann andere in Skype wiedergeben sollen. Nun ja.

  3. Ja, bei Mebis taucht jetzt nirgendwo mehr das Wort “Moodle” auf. Und das funktioniert auch; viele Kollegen sagen, dass dieses Mebis viel besser ist als das blöde Moodle früher.

  4. Und was würden Sie machen, wenn Sie mitbekämen, dass auf Facebook nicht “alle Schüler mitspielen“dürfen?

  5. Ich weiß nicht, das hängt von der Situation ab. Ich glaube auch nicht, dass im konkreten Fall jemand ausgeschlossen wird – aber das kann natürlich sehr wohl der Fall sein. Und so oder so gibt es sicher auch im konkreten Fall Schüler, die von der Facebookgruppe nicht profitieren, weil sie Facebook gar nicht oder anders nutzen. Die kriegen dann keine Musterlösungen oder Diskussionen mit.

    Lieber wäre mir as all diesen Gründen schon, wenn jeder Schüler gleichermaßen die Möglichkeit hätte, an einer Diskussion teilzuhaben. Aber ich darf Facebook nicht unterstützen, darf und will es nicht verbieten, und Moodle ist für Schüler keine brauchbare Alternative. Also profitieren dann eben tendenziell die Schüler, die sich rechtzeitig darum gekümmert haben, Teil eines solchen Netzwerks zu sein.

    Ich würde es, glaube ich, begrüßen, wenn das offensiv vertreten würde. Wenn es explizit für jeden Kurs eine Gruppe gäbe, wenn sich jeweils vernünftige Schüler darum kümmern würde, und alle explizit eingeladen wären, mitzumachen – vielleicht ist das ja schon so, ich frag mal nach.

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