Probestudium Informatik, 2016

Vor die Osterferien hat der Herrgott das Probestudium gesetzt. Jedenfalls für mich, einige Kollegen, und einen Haufen Schüler. Zum sechsten Mal inzwischen, und zum letzten Mal mit mir, können Schülerinnen und Schüler in ein Studium der Informatik an der LMU hineinschnuppern. Es gibt drei Vorlesungen und jeweils einen mehrtägigen Workshop, insgesamt dauert das vier Tage.

probestudium2016

Vorlesungen gibt’s zu Bioinformatik, Mustererkennung im Genom: Warum ein einfacher Baum manchmal nicht ausreicht, sondern immer ausgefeiltere Datenstrukturen her müssen, um Information so zu repräsentieren, dass sie schnell bearbeitet werden kann. Anders als in der theroetischen Informatik geht es meist um lineare, manchmal quadratische Laufzeit, aber selbst die ist diesen Praktikern noch nicht schnell genug. Bloß weil die mit richtig großen Datenmengen arbeiten…
Eine andere Vorlesung ist theoretischer: Wie kann ich – unter bestimmten Bedingungen – doch voraussagen, wie viel Rechenzeit ein gegebenes Programm im ungünstigsten Fall brauchen wird?

Ich freu mich trotzdem schon auf die Ferien.

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Als Nachtrag die Ergebnisse unseres Visual-Python-Workshops:

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  • Bowling (mit Tischen und Stühlen vor der Bahn)
  • Vier gewinnt, aber dreidimensional, für beliebig viele Spieler, auf einem n*m‑Spielfeld und mit Wechsel der Fallrichtung
  • Ausweichspiel mit Zügen
  • Abstrakteres Ausweichspiel
  • Autorennspiel auf Spielfeld, netzwerkfähig
  • Minesweeper in einem würfelförmigen Spielfeld
  • Noch ein Ausweichspiel
  • Pacman mit mehreren Leveln und Spielfeldeditor

4 Antworten auf „Probestudium Informatik, 2016“

  1. Danke sehr. Wir waren am Wochenende schon einmal ein wenig wandern, wollen das nächstes Wochenende wieder tun – damit wir um Pfingsten herum fit genug für eine 5‑Tage-Tour in den Cotswolds sind.

  2. Zum Nachtrag:
    Als Anwendungsentwickler schüttelt es mich immer ein bisschen wenn ich Python höre, da das für mich traditionell einfach eine Sprache ist, in der man mal ein kleines Hilfsprogrämmchen auf der Befehlszeile oder sowas in der Art schreibt, aber eben nichts “richtiges”. Gerade deswegen ist es aber interessant zu sehen was Leute alles mit Python (bzw dem was aus Python inzwischen wurde) anstellen können, daher danke! Mir war VPython tatsächlich bisher unbekannt.

  3. Python kenne ich auch tatsächlich am meisten von kleinen Hilfsprogrammen – unkompliziert, übersichtlich. Aber es gitb auch ein großes CMS in Python, das zum Beispiel die LMU München auf so ziemlich allen Seiten einsetzt. Und für die Schule wäre es mir viel lieber als Java.
    Visual Python entstand aber wohl auch aus dem Bedürfnis, Ingenieuren (=Nicht-Entwicklern) ein kleines Werkzeug zu geben, um schnell 3D-Grafiken entwerfen zu können.

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