Die letzten drei Wochen

Zwei Wochen Kolloquium, eine Woche mündliche Prüfungen. Vielleicht später darüber, es ist jedesmal anstrengend und geht an die Seele.

Gestern abend war ein bunter Abend an meiner Schule, der eigentlich mal eine Lange Nacht hätte werden sollen, dann aber verschoben werden musste und jetzt eine Nummer kleiner stattfand. Immerhin: Es gab ein gutres Dutzend Veranstaltung in bis zu vier Slots hintereinander, meine eigene Präsentation – über die Geschichte von Marvel- und DC-Superheldencomics – habe ich dreimal gehalten. Viel war nicht los, im Publikum ein Gutteil anderer Lehrer. Bei Friedrich Torberg hätte man von einem Café, bei dem die Belegschaft Geschäftigkeit demonstrieren muss, gelesen: „Und wetten, die Abortfrau sitzt am Häusl und kackt.“ (Aus dem Gedächtnis zitiert.) Aber schön war es tatsächlich trotzdem. Es hat Spaß gemacht, mit meinem Marvel-Hawaii-Hemd herumzulaufen, und danach konnte ich mit wie Schülern aus der Oberstufe tatsächlich fachsimpeln. Die kannten sich richtig gut aus! Das hat mich gefreut. (Und man kriegt mit, was die Kollegen für Interessen neben der Schule haben. Auch wenn natürlich Fußballschauen eines davon war; deswegen auch nur so ein kurzer Abend.)

Am Tag zuvor drei Kollegen zugehört, die sich über das Digitale und die Jugend von heute unterhalten haben. (Spitzer in da house eine Woche zuvor.) Ich habe mir jeden Kommentar verkniffen, weil mir einfach nichts Nettes einfallen wollte. Sagen wir mal: In dem Podcast Reply All gibt es immer wieder mal ein Feature, das „yes-yes-no“ heißt und das mir gut gefällt. Der Chef der beiden Podcaster bringt dabei einen Tweet mit, der ihm untergekommen und den er nicht verstanden hat; die beiden werden gefragt, ob sie etwas damit anfangen können. Da war auch schon mal ein no-no-no dabei, was Recherche nötig machte, aber meistens führen sie ihren Chef schon dahin. An einer bayerischen Schule müsste man wohl eine Ebene darüber ansetzen, also keine kryptischen Tweets mitbringen, sondern gleich nach den ganzen Diensten „Twitter“ oder so fragen lassen, oder nach Youtubern. Ein Lehrer und zwei internetaffine Schüler vielleicht? Wobei, so viele gibt es davon ja auch nicht.

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