Donnerstag: Verabschiedungen

Gestern Morgen verabschiedete sich ein lieber Gast, dem wir spontan eine Übernachtungsmöglichkeit in München anbieten konnten, und der uns sehr willkommen war. (Zufällig kam heraus, dass er auch Stalky gelesen hatte. Es gibt mehr von uns, als man denkt!)

Danach an die Uni geradelt, um meine eigene Verabschiedung zu betreiben: Ich war jetzt fünf Jahre an der Uni in Teilabordnung (also von der Schule an die Uni ausgeliehen, für das Äquivalent von acht Unterrichtsstunden), länger lässt einen das Kultuministerium nicht weg. Um ein going native zu vermeiden? Damit man an der Schule mit den Eindrücken aus der anderen Welt recht multiplizieren kann? Oder ist das eine finanzielle Sache? – Im Herbst sind noch jede Menge Prüfungen, Programmierpraktika betreue ich noch etliche, und bin grundsätzlich offen für weitere, und die Didaktik-Vorlesung halte ich auch noch weiter, nun als Lehrauftrag. Ich behalte also einen Fuß in der Tür, und deshalb war mir der Abschied vorgestern auch gar nicht so groß vorgekommen, und ich war tatsächlich bass erstaunt, dass ich ein Geschenklein bekommen würde. Im Nachhinein: Klar, aber ich dachte halt nicht daran. War dann doch sentimentaler als gedacht. Viele Umarmungen.
Gleichzeitig feierte eine neue Mitarbeiterin (nicht meine Nachfolgerin) Einstand. Wir hatten Weißwürste, Brezen, Quiche, Mejadra dabei.

Nach Hause geradelt, kurz vorwärts vom Rad gestiegen, weil ein Autofahrer auf der Fahrradwegseite die Tür aufriss, ohne zu schauen. Alles glimpflich, habe Autofahrer mit einer Warnung ziehen lassen. Zu Hause dann nach kurzer Pause (um auch ja die Lehrerkonferenz vollständig zu verpassen) in die Schule gefahren: Lehrerfeier zum Schuljahresende, mit Verabschiedung einiger Kollegen in den Ruhestand oder an andere Schulen. Kurzfristige Ukulelenbegleitung mit der neuen Kollegin, die zwar auch schon drei Jahre da ist, aber ich brauche immer länger, um neue Kollegen richtig wahrzunehmen. Je Fachschaft und Lehrkraft 1 lustiges Spiel, das dauert dann immer, aber das ist schon okay.

– An der Schule währenddessen: Präsentation der Ergebnisse des Projekttags. Wurstherstellung, Guerilla-Häkeln, Erste Hilfe, 3D-Drucken, Volleyball, Kicker, Fahrradtour, Programmierung, Drucktechnik, Pralinenherstellung, Schokolade machen, Schafkopfturnier, Henna-Tattoos, Flashmob, antike Szenen mit Lego, Heißluftballon, Theater – ich habe wenig davon mitgekriegt, nur bei der Organisation etwas technische Unterstützung geleistet. War wohl eher gut diesmal.

Collage verschiedener Schulprojekte

2 Antworten auf „Donnerstag: Verabschiedungen“

  1. >Sie halten sich viele Felder offen, und das ist gut so.

    „Jack of all trades, master of none“ – manchmal glaube ich ja, dass ich mich einfach nur verzettele, wenn ich von allem ein bisschen was mache, statt mich auf eine Sache zu konzentrieren. Etwa: Richtig guter Lehrer werden. Doktor machen. Schulleitungsposten anstreben. Richtig guter Ausbilder werden. Oder richtig erfolgreicher Blogger. :-)

    Aber meistens denke ich mir, dass das schon in Ordnung ist so. Nächstes Schuljahr kommt dann noch Betreuungslehrkraft fürs studienbegleitende Praktikum Informatik hinzu.

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