Berry Pie (nach David Lebovitz)

By | 14.8.2016

Dieses Rezept habe ich schon etliche Male gemacht, und es war immer wieder sehr lecker. Meistens nehme ich Kirschen für die Füllung, weil Kirschen das Obst sind, das mir familienseits gelegentlich ins Haus schwappt; diesmal waren es ein paar übrige, noch nicht ganz reife Mirabellen, die weg sollten. Dazu kaufte ich noch ein paar Him- und Brombeeren und füllte mit Rumtopfkirschen auf, die auch noch herumstanden.

Collage mit Berry Pie in verschiedenen Stadien der Zubereitung

Das Rezept stammt von David Lebovitz aus Ready for Dessert. Zuerst macht man den Teig:

  • 350 g Mehl (Typ 405, vielleicht ist auch 550 nicht uninteressant)
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1/2 Teelöffel Salz

in eine Schüssel geben. Dann aus zusätzlichen

  • 225 g kalte Butter
  • 80 ml kaltes Wasser

einen Mürbteig herstellen, und zwar folgendermaßen: Der Deutsche schneidet die Butter klein, gibt das Wasser in die Schüssel, und rührt durch, bis ein Klumpen Teig entsteht. Der Engländer schneidet die Butter in sehr kleine Stücke and rubs it into the flour: Mit einer charakteristischen Bewegung nehmen die Fingerspitzen beider Hände jeweils ein wenig Mehl-Butterstück-Mischung auf, heben die Hände empor, zerreiben dabei mit den Fingerspitzen die Mehl-Butter-Mischung ein wenig und lassen sie dann von oben zurück in die Schüssel rieseln. Das macht man so lange, bis in der ganzen Schüssel eine feinkrümelige Mischung entstanden ist, und gibt erst dann das Wasser hinzu. David Lebovitz gibt die eiskalte Butter in 3-cm-Würfeln zum Mehl und rührt alles mit einer Maschine durch, bis die Butterstückchen etwa 6 mm klein sind. Dann kommt das Wasser dazu, je nach Bedarf auch noch ein oder zwei Esslöffel mehr.

Den Teig in zwei Hälften teilen, dicke Scheiben daraus formen und in Klarsichtfolie eine Stunde in den Kühlschrank.

Währenddessen macht man die Füllung. In eine Schüssel kommen:

  • 900 g Beeren oder anderes Obst. Mir sind am liebsten Kirschen.
  • 100 g Zucker (ich nehme Muscovado, weil der so gut riecht, kann sicher auch anderer sein)
  • 2 Esslöffel Stärke (vielleicht auch einen Tick mehr)
  • 1 Esslöffel Kirschwasser (Lebovitz schlägt alternativ Zitronensaft vor, habe ich noch nicht ausprobiert, weil das Kirschwasser so wunderbar dazu passt

Dann eine der beiden Teigscheiben ausrollen und eine Pie-Form damit auskleiden. (Ich habe eine 23-cm-Form aus Metall, beschichtet, mit – ästhetisch wichtig – schrägem Rand. Den Teig rollt man dann auf 36 cm Durchmesser aus. Das geht locker, ist sogar eher ein wenig zuviel Teig.) Die Füllung auf den Boden legen. Das sieht zuerst nach zu viel Füllung aus, passt aber schon.
Den restlichen Teig ebenso groß ausrollen, den Rand der Scheibe in der Form mit etwas Wasser bepinseln (damit das nachher gut zusammenhält, und die zweite Scheibe auf die Form legen.
Den Rand zusammenkneifen, und zwar die obere Teigscheibe unter die untere legen. Im Bild habe ich das anders gemacht, weil ich das Rezept nicht ordentlich gelesen habe, deshalb sieht mein Rand auch nicht so hübsch gewellt aus, wie man das aus Garfield und anderen Cartoons kennt. Beim nächsten Mal dann.

Den Pie mit einer verkleckerten Mischung aus

  • 1 Eigelb
  • 1 Esslöffel Milch

bepinseln und mit einem Messer ein paar Luftlöcher einstechen. Dann

  • 1 Esslöffel Zucker

darauf streuen und bei 200°C gut 50 Minuten in den Ofen. Wenn der Teig zu schnell braun wird, eventuell mit Alufolie abdecken.

Der Pie muss danach noch eine Stunde abkühlen. Das kennt man auch von Garfield, wenn der Pie dann dazu auf dem Fensterbrett steht.

One thought on “Berry Pie (nach David Lebovitz)

  1. Hauptschulblues

    Ich komme mit dem Nachkochen gar nicht mehr nach, vor allem weil Anneliese und Ian (Scotsman) zu Besuch sind und Ian die bayerische Küche schmecken will.
    Aber weiter so!

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