Crumpets

By | 9.8.2016

Crumpets wurden mir als etwas typisch Englisches angepriesen, ich weiß nicht mehr von wem, aber ich glaube, nicht von einem Engländer. Crumpets sind ein wenig altmodisch, es sind eine Art Hefepfannkuchen (in der süddeutschen Bedeutung des Wortes) aus einer Vor-Backpulver-Zeit. Es gibt sie in jedem Supermarkt zu kaufen, und ich mag sie nicht besonders. Du kannst sie toasten, soviel du willst, sie bleiben immer unangenehm schwammig. Alle paar Jahre probiere ich sie dann doch wieder mal, ob ich sie jetzt mag – was sie so besonders macht, ist allerdings klar: die Oberfläche mit den vielen Löchlein drin, die ungemein viel Butter und Golden Syrup aufsaugen.

Man kann sie auch selber machen, und das habe ich versucht (Rezept Delia, in leichter Variante auch beim Guardian).

Im Prinzip macht man einen sehr flüssigen Hefeteig, ohne Eier:

Teigmasse für Crumpets

Der kommt dann in leicht gefettete egg rings, traditionell aus Metall, aber jetzt auch aus Kunststoff. Der hält tatsächlich hohe Temperaturen aus.

Crumpets in Pfanne, flüssig

Nach ein paar Minuten bilden sich die typischen kleinen Löcher an der Oberfläche. Wenn man die Crumpets nicht gleich essen will, kann man sie auch nicht ganz fertigbacken und später noch kurz in den Toaster oder Ofen zum Aufwärmen. (Einfrieren geht auch.)

Crumpets in Pfanne, halbfertig

Wenn sie fertig sind: Butter drauf, und vielleicht noch Honig, Ahornsirup oder Golden Syrup.

Crumpets auf Teller

Erinnern an dicke amerikanische Pfannkuchen, sind aber saugfähiger.

2 thoughts on “Crumpets

  1. Hauptschulblues

    Ich kenne Crumpets nur aus Schottland. Dort werden sie nicht mit Hefe gebacken, sondern mit baking soda.
    Sie sind auch dünn, ungefähr so wie dicke Pfannkuchen, und im Gegensatz zu diesen nur von einer Seite gebacken. Was beide gleich haben ist die löchrige Oberfläche.
    Schottische Crumpets werden süss oder sauer (bevorzugt Marmite) gegessen.

  2. Herr Rau Post author

    Die schottischen Crumpets kannte ich gar nicht, bei Wikipedia gibt es Bilder dazu. Sehe auch gut aus. Marmite mag ich, kenne es aber nur auf Toast. (Und aus einem berühmten Mikrowollen-Hähnchenrezept der 1980er Jahre, wo das Hähnchen mit Marmite bestrihen wird, damit es etwas Farbe kriegt.)

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