Abistreich 2017

By | 28.6.2017

Gestern wieder Abistreich. Das Übliche, glimpflich Das Abimotto ist „Vom Stein zum Weisen“, und gespielt wurde Quidditch, die vier Häuser gegeneinander – die Lehrer waren Syltherin, die Utnerstufe Hufflepuff, wenn ich mich richtig erinnere. Quidditch: Mit Hockeschlägern als Besen zwischen den Beinen, und sonst handballartig. Ich hab mich ein bisschen dazugelegt und zugeschaut, obwohl mich Sport nicht interessiert. Es gab wenig Zuschauer, der Rest verlief sich; für die meisten Schülerinnen und Schüler ist das einfach ein halber Tag unterrichtsfrei mit Anwesenheitspflicht.

Eine sehr gute Idee gab es allerdings: Ein Flur war voller Papiermüll. Und zwar voll der Arbeitsblätter und Hefteinträge der letzten Jahre, Papierfetzen über Fetzen. Das ist bei einer Jahrgangstufe eine Menge Papier. Der Gang war voll. Das hätte man als Kunstwerk fast stehen lassen sollen. Und es macht natürlich nachdenklich: Wieviel Papier wir als Lehrer austeilen. Und ob das wirklich nötig ist. Und wieviel das den Schülerinnen und Schülern wert ist. Und wieviel es wirklich wert ist, falls überhaupt.

(Die Unterlagen aus meinen Abifächern – zumindest Deutsch, Englisch, Mathematik, vielleicht auch Religion – habe ich größtenteils noch. Schöne Zeit- und persönliche Dokumente. Viel saubere Mitschrift, und wohl weniger Arbeitsblätter als heute. Auch aus der Grundschule habe ich noch meine Aufsätze, und manche Blätter aus der 11. Klasse haben zu Blogeinträgen und Weiterem geführt.)

2 thoughts on “Abistreich 2017

  1. Hauptschulblues

    Sehr nachdenkliche Aktion mit dem Papiermüll. Sehr gut gemacht.
    Ja, leider wird zu wenig mitgeschrieben und die Kids verlernen auch, die wichtigen Aussagen eines Vortrags oder Unterrichtsgesprächs niederzuschreiben.

  2. M. Hennekes

    Na, die Provokation ist wenigstens mal geglückt. Vermutlich glauben die Kids eher an das vermeintlich unvergängliche Digitale als an analoge Wissenssammlungen, und messen dem Papier deswegen zusehends weniger Wert bei. Aber nicht unterkriegen lassen: Wichtig ist nicht in der Tasche, wichtig ist im Kopf.

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