Bunter Tag Hilfsausdruck

By | 20.7.2017

Erst eine zusätzliche Stunde in der siebten Klasse, Informatik, letzte Stunde. Zum Abschluss der Algorithmik setzte ich einen Großteil der Schülerinnen und Schüler vor Lightbot.. Das sanfte Gedudel der Hintergrundmusik vom Lehrerrechner erzeugte eine angenehme Atmosphäre.

Ein paar Schüler setzte ich vor meinen Surface-Minilaptop, damit die dort Human Resource Machine spielten:

Screenshot des Spiels

Das ist ein Spiel um ein kleines Männchen in einer großen Firma, das dort von einem Laufband Zeichen entgegennimmt, verarbeitet und das Ergebnis auf ein Ausgabeband legt. Die Befehle zum Steuern des Männchens erinnern sehr an Assembler-Befehle, mit denen ein Prozessor programmiert wird, und das Männchen selber ist eigentlich auch nur der Akkumulator, ein spezielles Register in einem Prozessor, also eine Stelle, wo sich der Computer etwas merkt, und zu der er etwas hinzuzählen kann, und so weiter. Ein schönes kleines Spiel.

Die Schüler spielten sich souverän durch die Level, nutzten sofort den Touchscreen (also ich nehme immer noch das Touchpad, aber ich bin auch alt). Wenn die Rückmeldung kam, dass der Level zwar gelöst sei, aber noch nicht in optimaler Laufzeit, ließ das die Schüler kalt – „Hauptsache es funktioniert“. Das mit der Optimierung kommt vielleicht später mal. Ich weiß nicht, wie ich in dem Alter war, heute muss ich erst einen Level perfektionieren, bevor ich zum nächsten gehe.

— Für die nächste Doppelstunde kam eine Praktikantin von der Uni, im Zusammenhang mit dem Seminar einer Kollegin, die dann auch für mich in der Stunde war. Kaffeepause. Dann Unterricht, und statt Mittagspause eine allerletzte mündliche Abiturprüfung. (Ja, wegen Erkrankung und Nachtermin und so kann sich das alles ganz schön nach hinten verschieben.)

— Und danach Klassenkonferenzen, in denen die Lehrer einer Klasse über die Zeugnisnoten abstimmen und Vorschläge für die Gesamt-Lehrerkonferenz vorzubereiten, was Vorrückungserlaubnis und so weiter betrifft.

— Ja, und danach fuhr ich noch zu Intel, wo ein paar Schüler eine Führung durch das Rechnerzentrum in München organisiert hatten, so richtig mit Serverschränken und Routern und Kabeln und viel, viel mehr Hardware, als ich je verstehen werde. Auf dem Campus traf ich zufällig einen meiner Brüder, der bei der Konkurrenz arbeitet. Aber hauptsächlich waren wir dort, um für die Schule eine Hardwarespende an ausgedientem Rechnermaterial abzuholen — letztlich war ich deshalb mit dabei, weil eine Schul-Unterschrift nötig war.

Ein großer Stapel Rechnerkram

Das war jetzt erst einmal doch eine Menge Hardware – eingerichtet wird damit ein, uh, „kleines Netzwerk“ in einem Rechner-Versuchslabor, das hat also nichts mit dem regulären Computerraum. Aerb wir haben einen Werk- und Bastelraum an der Schule, auch mit 3-D-Drucker, und der soll jetzt zum Computerbastelen dienen, und mal sehen, wie es dann weitergeht.

Nachtrag – so sieht der Werk- und Bastelraum übrigens aus:

Werkraum an Schule

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