Projekttage 2017

By | 28.7.2017

Zum Sinn und Unsinn dieser Projekttage habe ich einen anderen Blogeintrag angefangen, der aber noch nicht fertig ist. Vorab ein paar Bilder von den zwei Projekttagen in der letzten Schulwoche.

Die Tage waren eine Art Schwundstufe des Konzepts „Schule als Staat“, es gab eine eigene Währung, daher musste man erst in der Bank Euro in Schulgeld umtauschen:

Bank zum Umtausch

Dafür konnte man dann vor allem essen, hier werden Döner zubereitet:

Dönerzubereitung

Allerdings gab es auch Kultur. Einer der Höhepunkte war für mich das Kino einer 7. Klasse, mit vier selbst gedrehten Kurzfilmen, abwechselnd im Programm:

Filmvorführung

Mehrfach gab es Quizshows, jeweils eine Schülerin oder ein Schüler gegen Lehrer oder Lehrerin, vor Publikum. Ich schlug mich mäßig, woher soll ich denn wissen, wo die Donau überall fließt. Immerhin konnte ich eine Sportfrage beantworten. Fies waren die Fragen zur Schule, weil sich die Veranstalter die Schilder durchgelesen hatten (Höchstbelegungszahl für die Aula), und wer tut das schon?

Quizshow

Die verschiedenen Unternehmen durften nicht selber Werbung platzieren, sondern mussten sich an die Werbeagentur wenden:

Reklame von Werbeagentur

Bei Streifällen gab es ein Gericht, und Anwälte dann eben auch:

Reklameschild für Anwälte

Eine Klasse verkaufte und verteilte Rosen-Botschaften, mit Briefchen und Süßigkeit:

Rosenverkauf

Eine andere Gruppe machte sich die Essensprojekte zunutze, indem sie einen Lieferservice anbot, der vor allem von den Lehrern im Lehrerzimmer genutzt wurde:

Reklame LieferRasso

Auch für die Müllentsorgung gab es Spezialisten:

Hinweisschild Müllentsorger

Während all dessen fand die Latinumsprüfung für externe Kandidaten statt. So einer war ich auch mal, im Studium als ich für Englisch oder Deutsch oder beides das Latinum nachholen musste. Die Prüfer, hört man, freuten sich über vorbereitete und motivierte Teilnehmer:

Hinweisschild Latinumsprüfung

In der Lehrer-Lounge hatte ich mir während einer Nackenmassage die Nägel machen lassen:

Herr Rau mit lackierten Nägeln

Fazit: Schöne Projekte im Rahmen dessen, was so üblich und am Schuljahresende machbar ist. Natürlich keine Projektarbeit im ursprünglichen Sinn. Vor allem die Unterstufe strengte sich sehr an; die oberen Jahrgangsstufen waren als Organisationassistenten oder Gerichtsbarkeit eingeteilt. Insgesamt hat mir vor allem das gefallen, was Dienstleistung war (auch: Autoreinigung, Fahrradreinigung), über das Essen habe ich mich gefreut, und ein wenig davon braucht es auch, aber nicht zu viel.

2 thoughts on “Projekttage 2017

  1. Tom Mittelbach

    Ich finde solche Projekte super. Sie dienen, bei allem Spaß, auch dem üben des Miteinander, dem Erspüren gesellschaftlicher Zusammenhänge und der Beziehungspflege untereinander.

  2. Aginor

    Ich finde das im Prinzip auch gut, immer mal etwas anderes zu machen.

    Als Schüler habe ich auch die Projekttage in guter Erinnerung, da wurden immer interessante Dinge gemacht.
    Die Schülerinnen und Schüler hatten zwar nicht wirklich etwas zu entscheiden, aber ein paar der Lehrer haben dann von ihren Hobbies oder sonstigen Interessen/Fähigkeiten welche eingebracht und man konnte sich zwischen gut einem Dutzend von Projekten entscheiden, unabhängig von Jahrgangsstufe oder Klasse.
    So kam man etwas aus seiner gewohnten peer group heraus, arbeitete also zusammen mit anderen Schülerinnen und Schülern, die einen anderen Hintergrund hatten als man selbst an diesen Projekten.

    Ob das jetzt alles in jeder Hinsicht so super lehrreich war… weiss ich nicht. Sozial auf jeden Fall gut.

    Mein Hauptkritikpunkt war die geringe Menge an zu Verfügung stehender Zeit. Größere Projekte waren idR nicht drin. Hätte mir also einiges von den Projekten eher für eine AG gewünscht, aber da ist es eben so dass der Organisationsaufwand auch größer wird.

    Die im Artikel beschriebene Variante erinnert mich eher an etwas, das bei uns an bzw. vor einem Schulfest gemacht wurde. Nur ein bisschen zielgerichteter als bei uns, praktisch verbunden mit einer Art Planspiel, und auch über die Tage hinweg laufend. Bei uns war das vorbereitend ein paar Tage und dann ein großes eintägiges Event für das jeder etwas macht, für einen größeren Besucherkreis wie Eltern, Geschwister etc.

    Gruß
    Aginor

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