Letzte Urlaubserinnerungen: E-Sports und Museum

By | 10.9.2017

E-Sports

Im spanischen Fernsehen gab es einen Sender, der – zumindest zu den Zeiten, als ich ihn einschaltete – nur E-Sports brachte, zumeist kommentierte Übertragungen von größeren internationalen Turnieren. Das heißt: Computerspiele, turniermäßig betrieben, oder jedenfalls bestimmte Arten von Computerspielen. Und es war unglaublich langweilig, dabei zuzusehen. Ja, ich hatte die Spiele selber nie gespielt, und ja, die Kommentare waren auf Spanisch, dessen ich ausgesprochen mäßig mächtig bin. Aber an sich schaue ich gerne bei Computerspielen zu. Aber bei League of Legends und Counterstrike war das nicht so.

Ich glaube, das liegt daran, dass da Menschen gegen Menschen spielen, und auch das noch in Teams. Wenn ich das wollte, könnte ich gleich richtigen Sport schauen. Viel lieber mag ich Computerspiele, bei denen ich alleine gegen den Rechner spiele. Lieber schaue ich jemandem zu, der alle Level von Pac-Man bis zum Ende spielt, als wenn eine Gruppe Räuber und Gendarm spielt. Und wenn dann noch Erforschung und Exploration dazu kommt, um so besser. Abeer das gibt es bei E-Sports natürlich nicht.

Im Museum

In Spanien im Museum gewesen, dort unter anderem ein paar Videoinstallationen betrachtet, und diesen wunderbare Ausschnitt aus einer amerikanischen Fernsehshow von 1960 – I’ve Got a Secret von 1960, der Moderator noch mit der Zigarette in der Hand, klar, die Sendung wird auch von einer Zigarettenmarke gesponsort.

Hier zum Vergleich eine moderne Aufführung des Stücks „Water Walk“:

Interessant war dabei auch der Röhrenbildschirm, auf dem der – sicher digitalisierte – Ausschnitt gezeigt wurde. Muss man bei alten Sachen einfach einen Röhrenbildschirm haben, für die Atmosphäre?
Das ist auch schon Kathrin Passig aufgefallenn, die zweimal im techniktagebuch zu Röhrenbildschirmen in Ausstellungen geschrieben hat:

Essen

Kutteln Madrilener Art
(Foto: Frau Rau)

Vier kleine Gläser Bier und einmal Kutteln Madrider Art: €13,90. Da muss man als Münchner fast weinen. Casa Toni, gleich um die Ecke von der Puerta del Sol, klein, herzlich, und mit leckeren Äußer- und Innereien aller Art.

5 thoughts on “Letzte Urlaubserinnerungen: E-Sports und Museum

  1. Hauptschulblues

    Ja, Kutteln.
    Die bereitet auch der italienische Koch des Restaurants, das Hauptschulblues hin und wieder besucht, in der Vorstadt, zu. Allerdings Siciliana.

  2. Aginor

    Kutteln sind nichts für mich.
    Was eSports angeht geht es mir ebenfalls genau umgekehrt wie Herrn Rau, ich finde sie recht spannend, und bin froh dass ein deutscher Sender (ProSieben Maxx IIRC) sie dieses Jahr auch öfters ausstrahlt. Richtig mitfiebern kann ich allerdings nur in Spielen die ich einigermaßen kenne, aber das geht ja vielen Leuten bei anderen Sportarten auch so. Tennis, Curling und Snooker sind gute Beispiele meines Erachtens.

    In Counterstrike z.B. geht bei den Profis alles irre schnell und wenn man die Maps nicht kennt ist das ganze als Zuschauer recht undurchsichtig, was das mitfiebern schwer macht. In Starcraft2 hingegen sind die Taktiken eher erkennbar, und mit einem guten Kommentator sind das irre stimmungsvolle und auch spannende Spiele.

    „[…]könnte ich gleich richtigen Sport schauen“
    Äh, das IST richtiger Sport per Definition. Nichts gegen Let’s Plays und so, ich schaue die auch gerne, aber den eSport macht nunmal aus dass da Menschen gegen Menschen spielen, ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten messen. Das ist der Reiz und das macht das ganze erst zu Sport. In den Asienspielen wird 2022 erstmals auch eSport betrieben werden. Im Rest der Welt wird das noch dauern, ich denke olympisch wird das so schnell nicht, aber ich sehe das schon als Sport.
    Wenn Dressurreiten, Formel1 und Schach Sport sind (Letzteres auch vom DOSB und IOC anerkannt, Motorsport allerdings nicht) dann steht eSport als Sport anzuerkennen meines Erachtens nichts im Wege.
    Selbst wenn man fixiert auf körperliche Aktivität ist: Starcraft 2 Profispieler z.B. machen mit ihren Händen zuweilen 300 Aktionen pro Minute, und das 20 Minuten lang, mit einer beeindruckenden Präzision. Auch ihre Augen sind stark gefordert und die Jungs sind nach dem Spielen ganz schön kaputt. Das kann man meines Erachtens mit keiner Sportdefinition wirklich ausschließen. Nichts gegen die traditionellen Sportarten aber in der Hinsicht plädiere ich für die Inklusion von eSport zum „richtigen“ Sport. :)

    Gruß
    Aginor

  3. Herr Rau Post author

    Dass mich E-Sports ähnlich wenig interessieren wie herkömmliche Sporarten, deutet tatsächlich auf eine gewisse Verwandtschaft hin. :-) Sport ist aber nicht nur Mensch gegen Mensch; bei allen Arten der Leicht- und Schwerathletik (außer Laufen) spielt man nur indirekt gegen andere.

    Ja, Schach. Ich war ja mal in der Schachabteilung des örtlichen Sportvereins.

  4. Herr Rau Post author

    Zumindest in Südwestdeutschland sind die Innereien gerne mal sauer, Lunge kenne ich nur so, und ist okay, aber Niere oder Kutteln sind mir weniger sauer lieber. (An die Linsen aber etwas Essig, klar.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.