Osterferienkochen

Schon zwei Wochen lang nichts gebloggt. Deswegen ein kurzes Lebenszeichen; die halbfertiggestellten längeren Texte brauchen noch etwas.

Während ich vor den Faschingsferien recht entspannt war, hatte ich die Osterferien dringend nötig. Die erste Arbeitswoche ist herum, ich habe:

  • Steuer für 2018 gemacht
  • eine alte Freundin angerufen, deren Kind – vielleicht – ins Lehrersein hineinschnuppern möchte
  • Englisch-Nachhilfe gegeben
  • drei Klausurvorschläge für Q12 Deutsch erstellt und weitergeschickt – Epikanalyse; alle fünf Kurse arbeiten zusammen und stellen die gleiche Prüfung (Epik, Lyrik)
  • mich mit einer anderen alten Freundin getroffen, deren Kind – vor ein paar Jahren – ins Lehrersein hineinschnuppern wollte
  • mich an die Auswertung eines Informatikwettbewerbs gemacht, den ich organisatorisch betreue; diesmal praktisch: Anmeldung über eine Mebis/Moodle-Datenbank mit einfachem Export der meisten Daten, Teilnehmerliste erzeugt und mit kurzem Skript für jeden automatisch ein Verzeichnis erstellt
  • ein paar Stunden in der Schule verbracht, um den letzten großen Stapel Respizienzen zu erledigen (eine bayerische Spezialität: die Fachbetreuungen sichten – nachträglich, und stichprobenhaft, und inzwischen immer, uh, stichprobenhafter – die Prüfungen der Kollegen und Kolleginnenen, ob lehrplankonform und angemessen und so weiter)
  • Deutsch-Schulaufgabe halb korrigiert, die andere Hälfte morgen
  • eine Mebis-Fortbildung angefangen
  • gekocht und gebacken:

Das sind die Reste einer gypsy tart. Habe ich im Guardian entdeckt: How to cook the perfect Gypsy tart (Felicity Cloake). Anscheinend ist das ein Nachtisch, häufig wohl ein Schulkantinen-Nachtisch, den in der Grafschaft Kent jeder kennt, und außerhalb davon niemand. Unten Mürbteig, oben… oben ein Gemisch aus viel Kondensmilch und viel Zucker und sonst nichts, und das wird wild aufgeschlagen, bis es ein bisschen schaumig ist, auf den gebackenen Boden gegeben und dann nochmal für 20 Minuten bei niedriger Temperatur zu Ende gebacken. Läuft dann auch beim Anschneiden ein bisschen aus und ist natürlich qietschsüß.

Auch vom Guardian: How to make the perfect bean burgers (Felicity Cloake). Bratlinge aus gekochten schwarzen Bohnen und Kartoffeln (und Koriandergrün, Limette, Paprika, Zwiebel, dicke Bohnen, Kreuzkümmel, Koriander). Lecker, aber gebraten auch nicht besser – lieber einfach als Füllung für Tortillas. (Bild oben: vor dem Braten.)

Einen ganzen Tag Kocharbeit hat mich die Rehpastete gekostet. Rehknochen und später Karotten und Zwiebeln anrösten, um daraus dann eine dickflüssige Sauce zu kochen:

Speck einmal und Reh- und Schweinefleisch zweimal durch die feinste Scheibe des Wolfs drehen:

In die Masse dann noch Pistazien, Schinken, Zunge, Trüffel, Zitronen- und Orangenschale. Mürbteig, angebratene Rehfilets, bestrichen mit der dicken Sauce, Deko dran und in den Ofen:

Nicht abgebildet: Das Ausgießen mit Madeiragelee. Angeschnitten wird erst am Wochenende, hält sich hoffentlich bis dahin – bin schon gespannt.

Bleibt noch zu tun in den Ferien:

  • Eltern und Schwiegereltern
  • Wanderung
  • Mebisfortbildung planen
  • Kolloquiumsthemen erstellen (Englisch)
  • Medienkonzept, weiterarbeit am

Nachtrag: Inzwischen ist die Pastete angeschnitten. Geschmacklich sehr gut, zu wenig Farce und zu viel Rehfilet für meinen Geschmack, und Teigdecke oben zu dick. Ich arbeite weiter daran.

4 Antworten auf „Osterferienkochen“

  1. Mein Geheimnis: Listen. Keine spezielle Software, keine Kategorisierung, kein Verfahren, einfach nur aufschreiben.

    Medienkonzept: Das kommt bisher tatsächlich zu kurz, da sollte ich mehr dahinter sein. Prioritäten halt. :-) – Unsere Schule muss sich wie alle Schulen ein solches Konzept geben, macht das gründlich, aber langsam.

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