Sehen dürfen oder nicht sehen dürfen? Manche Schulen haben ihren Schüler generell verboten, sich die Sonnenfinsternis anzuschauen, wegen der Gefahr. Ingo berichtet von einer Grundschule, aber das war auch an weiterführenden Schulen so. Ich habe von Grundschulen und Kindergärten gehört, wo das ganz problemlos ging und von anderen, wo die Kinder geradezu verrückt gemacht wurden udn sich überhaupt nicht mehr in die Sonne trauten. Frau Novemberregen schreibt köstlich wie immer, wie ihre Tochter letztlich ganz allein mit einer Lochkamera in der Pause die Sonnenfinsternis beobachten durfte.
#SoFi vorbei, endlich können wir wieder beruhigt in die Sonne starren.
— Ingmar Pörner (@ipoerner) 20. März 2015
An meiner Schule ging das ja gut. Wer eine Brille hatte, durfte raus, und in der Aula wurde die Sonnenfinsternis per Kamera übertragen. Unterricht fand keiner statt, soweit ich weiß. Viele Schüler hatten keine Brille dabei, aber auch das war kein Problem, die Schüler tauschten friedlich die Brillen untereinander aus, so dass jeder, der wollte, zumindest einige Male die Sonne sehen konnte.
Bilder und Bericht dazu auf unserer Schulhomepage.
Nachtrag: Mann, Mann. Herr Mess schildert anschaulich die wahnwitzige Paranoia an seiner Schule. „Das Ende ist nah“, allerdings. Für einen Vormittag werden Schüler zu Vampiren, die ja keinesfalls dem Sonnenlicht ausgesetzt werden dürfen. Eigentlich müsste das Stoff für ein paar Masterarbeiten geben, „Der Umgang der Kultusministerien und Schulen mit der Sonnenfinsternis 2015 im Spannungsfeld zwischen Unwissen, Aberglauben, Rechtsabteilung und Elternwillen.“
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