Überstunden machen

Seit der Veröffentlichung einer Statistik, laut der im letzten Jahr an Bayerns Gymnasien zu viele Stunden unvertreten ausfallen, also jedenfalls deutlich mehr als an der Realschule, drängt das Kultusministerium, dass solche Statistiken in Zukunft nicht zustande kommen sollen. (Wir ignorieren die besondere Situation am Gymnasium mit dem doppelten Abiturjahrgang und anderen Fröhlichkeiten.) Also muss die Zahl der vertretenen Stunden steigen.

Meinen Plan, in den vermehrten Vertretungsstunden systematisch Verkehrserziehung mit alten FWU-Filmen aus dem letzten Jahrtausend zu treiben, habe ich leider noch nicht in die Tat umgesetzt. Aufgegeben habe ich ihn noch nicht; ich erinnere mich an regelmäßige Dienstvorschläge, man solle doch Vertretungsstunden dazu nutzen. (Das, und die Liebe zur bayerischen Heimat wecken, irgend so etwas.)

Zusätzliche Stunden werden Lehrern übrigens als Überstunden bezahlt. Viel Geld gibt es nicht dafür, fünfzehn Euro die Stunde, schätze ich mal – ich weiß es nicht, ich habe seit dem Referendariat keine Überstunden mehr gezählt und eingereicht. Das ändert sich jetzt natürlich, und ich hoffe, möglichst viele Kollegen am Gymnasium machen das so ähnlich und schreiben sich die Überstunden auf. Das ist zwar immer noch billiger, als ausreichend Lehrkräfte einzustellen, aber ganz so billig wie in den letzten Jahren will ich meine Arbeitskraft nicht mehr hergeben.

Bezahlt werden allerdings nicht alle dieser Stunden. Sondern:
1. Man muss mindestens vier Überstunden im Kalendermonat haben, erst dann werden – dann aber auch alle davon – bezahlt.
2. Wenn einem eine Stunde ausfällt, weil die Klasse etwa auf eine Exkursion ist und man stattdessen im Lehrerzimmer Kaffee trinkt, dann gilt das als Freizeitausgleich und wird mit der Anzahl an Überstunden in diesem Monat verrechnet.

(Außerdem zählt die fixe Präsenzstunde, die man wöchentlich an der Schule verbringt, nur dann als Überstunde, wenn man tatsächlich zur Vertretung eingesetzt wird.)

Im Januar habe ich netto 6 solcher Überstunden gehalten, die lasse ich mir jetzt auszahlen. Ich benutze natürlich ein schönes Formuler, “Für geleistete Dienste”, und: “erlaube ich mir zu berechnen”, auch wenn das nur zur Erheiterung von Sekretariat und Schulleitung dient. Heiterkeit ist ja nicht zu unterschätzen.

91 Gedanken zu “Überstunden machen

  1. > “erlaube ich mir zu berechnen”

    Das solltest du schon etwas präziser formulieren:

    Erlaube ich mir, laut GOL BI3 (vgl. http://www.e-bis.de/goae/defaultFrame.htm), eine “eingehende, das gewöhnliche Maß übersteigende Beratung auch mittels Fernsprecher” zu berechnen.

  2. Marcus on 1.2.2012 at 14:21 sagte:

    Aber doch erst, wenn klar ist, das du binnen der nächsten zwei Monate (also in einem Zeitraum von insgesamt drei Monaten)keinen entsprechenden Freizeitausgleich (–> Kaffetrinken im Lehrerzimmer) erhalten haben wirst, oder?

  3. Marcus on 1.2.2012 at 14:22 sagte:

    dass. S hängt.

  4. Ehrlich gesagt, so hatte ich das auch Im Kopf, und das war ursprünglich sicher so. Man behauptet, dass sei inzwischen anders und es würde monatsweise abgerechnet – aber beschwören will ich das nicht.

  5. Sabine on 1.2.2012 at 14:41 sagte:

    Ich meine mich zu erinnern, dass die Regelung für Teilzeitkräfte ohnehin günstiger ist. Du zählst doch derzeit als Teilzeitkraft?

  6. Ahem! So ähnlich höre ich das im Lehrerzimmer auch gelegentlich. Übelste Nachrede! Bloß weil ich nur drei Tage in der Woche in der Stammschule bin… ich ziehe “teilabgeordnet” vor.

    (Ich meine mich zu erinnern, dass es für angestellte Lehrer eine andere Regelung gibt, das wollte mir in der Schule aber niemand bestätigen, also irre ich mich wohl.)

  7. Sabine on 1.2.2012 at 17:02 sagte:

    Ah so. Teilabgeordnet zählt rechtlich als Vollzeit, das ist in diesem Falle natürlich ungünstig.

  8. Mache ich jetzt auch so.
    Ist in Baden-Württemberg also nicht anders.

  9. Es sind nach meiner Information etwa 22,30 Euro pro Stunde. Allerdings wird die volle Steuer fällig, d.h. es kommen 50% und weniger raus.
    Bei TZlern gilt jede Überstunde als abrechenbar.
    Bei uns wird halbjährlich abgerechnet. Das Vertretungsplanprogramm spuckt eine exakte Auflistung der jeweiligen Stunden aus.
    Es ist zu ergänzen, dass Schulleitungen gewisse Möglichkeiten haben, bestimmte Aktionen auch in einem gewissen Rahmen als Überstunden laufen zu lassen, z.B. Wandertage, Klassenfahrten.
    Ich rechne seit ein paar Jahren ab – habe nämlich früher naiv gedacht, dass sich das immer verrechnet. Als ich mal in einem Jahr zwischen September und Anfang Februar 34 Überstunden hatte, habe ich damit angefangen. Da will ich niemandem was schenken.

  10. Danke für die Infos. Das mit den Teilzeit-Regelungen wusste ich nicht – sehr interessant. Bin ich am Ende als teilabgeordneter Lehrer doch so etwas ähnliches? Bin ja nur zu 2/3 an der Schule.
    Bei uns heißt es, dass Wandertage und dergleichen nie und keinesfalls anrechenbar sind. Ich werde mich mal erkundigen.
    Halbjährlich wäre blöd. Wer eine Abiturklasse unterrichtet, hat in den Wochen nach dem Abitur ja unmäßig Gelegenheit für Freizeitausgleich, und in den Wochen zuvor herzlich Arbeit.

  11. Wir brauchen mehr LehrerInnen, sonst (fast) nichts!

  12. Marcus on 1.2.2012 at 21:07 sagte:

    Du hast Recht – es wird derzeit (man sagt, ausnahmsweise) monatlich gerechnet. Mein dafür zuständiger Personalratskollege meint, dass man aber trotzdem nur alle drei Monate abrechnen darf. Teilzeit bezieht sich auf Deine Wochenarbeitszeit im Rahmen Deines Beschäftigungsverhältnisses, also was auf der Bezügemitteilung steht.
    Und richtig, Wandertage sind nicht anrechenbar, d.h. wenn Du an diesem Tag 6 Stunden hättest, werden dir 6, wenn Du nur 1 hättest, wird dir 1 angerechnet, die Differenz machst dann halt freiwillig.

  13. Herr Kon on 2.2.2012 at 0:55 sagte:

    Bei uns (RS) ist es so, dass TZ-Lehrkräfte Überstunden je nach Stundenmaß tatsächlich schon ab 1 Stunde abrechnen können (Kollegin mit 8 Stunden); andere (Kollegin mit 18 Stunden) müssen 3 Überstunden haben. Wo genau die Grenzen sind, hab ich grade nicht im Kopf. Im Unterschied zu den Vollzeitlern bekommen die allerdings auch den vollen Satz bezahlt, also so, als würden sie eben dann statt 18 Stunden TZ mit 21 Stunden halten.

    Die Sätze für die Abrechnung von Mehrarbeit sind übrigens nach Schularten gestaffelt:

    http://www.lff.bayern.de/download/bezuege/besoldung/mehrarbeitsverg%C3%BCtungss%C3%A4tze.pdf

    Demnach ist die Mehrarbeitsstunde des Realschullehrers (in A13) 23,73 Euro wert, die des Gymnasiallehrers (in A 13) 27,73 Euro. Investiert ihr die 4 Euro wenigstens in neuere Filme?

    Abgerechnet werden kann bei uns übrigens nach meinem derzeitigen Kenntnisstand eigentlich nur zum Schuljahresende. Ausnahmen sind nur dann möglich, wenn durch die dienstliche Situation klar ist, dass Freizeitausgleich bis zum Schuljahresende nicht gewährt werden kann.

    Frage dazu: Wenn euch die (ggf. auch doppelten) Abi-Jahrgänge weggefallen sind – zählen die dann entfallenden Stunden eigentlich als Minusstunden? Bei Abiprüfungen im Mai müssten das ja einige sein…

  14. Bin beim Philologenverband fündig geworden (Link, Bayern, Gymnasium). Demnach: 1. Die Zeit nach dem Abitur zählt in der Tat als Minusstunde, aber erst ab der Verabschiedung der Abiturienten. 2. Freizeitausgleich liegt nicht vor bei Stundenausfall durch: Hitzefrei, Krankheit, Wandertag, Konferenzen. 3. Bei Teilzeitkräften anteilig. 4. Bei angestellten (Vollzeit-)Lehrern gelten Sonderregeln, es wird auch erst ab der vierten Mehrarbeitsstunde bezahlt, kommt dazu etwa eine Stunde Freizeitausgleich hinzu, werden die drei Stunden bezahlt, anders als bei Beamten.

    So, und jetzt zu den drei Monaten. Ja, es gibt eine Frist. Laut bpv (Stand: bis Juli 2011) beträgt die 1 Jahr, in Mangelfächern (im Gymnasium: fast alle, damals) 3 Monate. Also blöd! Freizeitausgleich im Februar wirke sich aber nicht rückwirkend auf den Januar aus. Verstehe ich nicht – darf man sich aussuchen, ab wann man die drei Monate zu zählen beginnt?

    So oder so, entweder die Information ist veraltet, oder, leider, meine Schulleitung hat mich falsch informiert.

    (Der Link in der bpv-Datei zum Kultusministerium funktioniert leider nicht mehr. Ich habe noch nie einen Link erlebt, der dort länger hält.)

  15. Blick in die Vollzugsverordnung:

    Die bloße Beaufsichtigung einer Klasse (z.B. stille Beschäftigung) oder Teilnahme an schulischen oder außerschulischen Veranstaltungen, die sich nicht als Unterricht darstellt, sowie die Teilnahme an anderen dienstlichen Veranstaltungen (z.B. Lehrerkonferenz) kann eine Vergütung für Mehrarbeit nicht begründen.

    Hm, ja. Aber stille Beschäftigung der Klasse mache ich eh nie, weil, die sind ja doch nie still. Trotzdem muss man da aufpassen.

    Mehrarbeit darf, soweit durch das Staatsministerium für Unterricht und Kultus nichts anderes bestimmt ist, nur zur Erteilung von Pflichtunterricht und Wahlpflichtunterricht angeordnet werden, der nach Ausschöpfung aller anderen Möglichkeiten sonst ausfallen müsste.

    Das könnte heißen, dass erst einmal geschaut werden muss, ob man stattdessen nicht Wahlunterricht streichen kann. Gilt für längerfristige Mehrarbeit.

    Ist die Anordnung von Mehrarbeit unumgänglich, so ist die Mehrarbeit nach Möglichkeit gleichmäßig auf alle in Betracht kommenden Lehrer zu verteilen. Dies gilt auch für Mehrarbeit, die innerhalb der Dreistundengrenze des § 3 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. § 5 Abs. 2 Nr. 1 MVergV bleibt und daher nicht vergütet wird.

    Heißt das de facto, dass man bitte versuchen soll, unvergütete Mehrarbeit zu organisieren? Wird hoffentlich genauso ignoriert wie das mit dem Wahlunterricht.

    Die Mehrarbeit darf nicht durch Freizeit innerhalb eines Jahres bzw. in absehbarer Zeit danach ausgeglichen werden können; ein späterer Freizeitausgleich ist im Einvernehmen zwischen dem Dienstvorgesetzten und dem Beamten möglich.

    Blöd. Also gilt tatsächlich prinzipiell 1 Jahr, wahrscheinlich eher noch die aktuellen 3 Monate. Trotzdem blöd, da will ich mal die Schulleitung auf den aktuellen Stand bringen.

    (Fundstelle – beim StMUK, also viel Glück. Den dort angegebenen Art. 80 im BayBG habe ich zu finden versucht, ist aber wohl ein Fehler. Auch aus “vgl. hierzu Ziff. 2 a und b der Ausführungen zur Mehrarbeit im Rahmen des Internetauftritts zur Unterrichtsversorgung” werde ich nicht schlau.)

  16. Ich muss ergänzen, weil ich mich falsch ausgedrückt habe – ja, es wird monatlich abgerechnet, aber es wird halbjährlich der Antrag ausgefüllt. Eben im Februar und im Juli.

  17. HerrF on 2.2.2012 at 16:48 sagte:

    Zitat: “Freizeitausgleich im Februar wirke sich aber nicht rückwirkend auf den Januar aus.”

    Ich habe mich aus gleichem Anlass auch durch die Vorschriften gequält und lese das so: Du musst ja (Vollzeitler) erstmal 4 Stunden innerhalb eines Kalendermonats haben, um überhaupt die Möglichkeit zur Abrechnung zu haben. Nennen wir das mal “Schwellenwert”. Nehmen wir mal an, im Januar waren das 4 Überstunden – und im Februar hast du dann keine neue Vertretung, nur zwei Stunden Freizeitausgleich, weil die Klasse auf Exkursion ist. Diese “-2″ bewirken dann, dass dir nur noch 2 Stunden (dann, wenn du im April den Antrag endlich stellen darfst) vergütet werden. Sie bewirken aber nicht, dass du durch diese Minusstunden ja “nur noch” 2 Stunden im Januar hast und dadurch unter den Schwellenwert rutschst und gar nichts bekommst.

    Nochwas zu den Teilzeitlern: Als Teilzeit-Beamter sinkt der Schwellenwert linear mit dem Anteil der Teilzeit. Bei 16 Stunden (statt 24) sind also genau 2 Stunden inklusive, man muss somit nur 3 Überstunden erreichen, um abrechnen zu können. Bei 15 Stunden sind es nur 1,viel – die zweite Stunde ist schon über der Schwelle.
    Teilzeit-Beamte, die auf Schullandheim mitfahren, haben einfach Pech. Teilzeit-Angestellte können diese Mehrarbeit abrechnen – Details dazu weiß ich aber nicht, der HPR hat uns mal dahingehend informiert und ich erinnere mich auch dunkel an entsprechende Gerichtsurteile.

  18. HerrF on 2.2.2012 at 18:24 sagte:

    Ach ja, noch eine gute Nachricht: Mit der Besoldung wurde auch die Mehrarbeitsvergütung erhöht: 28,26 Euro (Gymnasium, ab A13) bzw. 24,18. Beleg: http://www.gew-bayern.de/uploads/tx_sbdownloader/Besoldungsfaltblatt_2012_Bayern_final.pdf (Seite 6)

  19. Sabine on 2.2.2012 at 22:32 sagte:

    Das ist alles so absurd, da stockt einem der Atem.

    Fachfremde Abituraufsicht halten: ist das stille Schüler beaufsichtigen?

  20. Manu on 10.2.2012 at 7:31 sagte:

    Hallo Herr Rau,
    ich quäle mich auch schon seit Tagen durch diesen Abrechnungsdschungel.
    Was ist eigentlich in folgendem Fall:
    Ein Lehrer X organisiert eine Exkursion und begleitet die Klasse über 5 Stunden. Den Kollegen A-E fallen deswegen natürlich 5 Fachunterrichtsstunden aus (die ihnen bei einer evtl. Abrechnung von Mehrarbeit als Freizeitausgleich abgezogen werden). Der Kollege X bekommt aber keine 5 Stunden Mehrarbeit gutgeschrieben, weil es ja “bloß eine Exkursion ist”. Muss die Schule dafür 5 Stunden Unterrichtsausfall melden oder nicht? Wenn nicht, dann ist ja der Beschiss noch viel größer als ich wage zu befürchten: Die Schule kommt mit 0 Unterrichtsausfall gut weg, während fünf Kollegen Zeit (und damit bares Geld) abgezogen wird.

  21. Nein, das ist natürlich kein Unterrichtsausfall. Einerseits ist das ja auch berechtigt: wenn die eine Hälfte der Lehrer ständig auf Exkursion ist, hat die andere Hälfte der Lehrer nie etwas zu tun – das ist für die Unterrichtsausfall. Andererseits schneiden sich Lehrer so tatsächlich ins eigene Fleisch: Die anderen Lehrer können dann die fünf Stunden nacharbeiten und jeweils drei kostenlose Stunden Mehrarbeit machen.

    Insofern ist eine unsaubere, aber wirksame Strategie, Unterrichtsausfall zu vermeiden: viele Exkursionen machen (die in keiner Form als Mehrarbeit angerechnet werden können), dann kann sich der Rest nicht gegen Ersatzstunden wehren.

    (Plane gerade einen rant für einen Eintrag dazu am Sonntag.)

  22. Manu on 10.2.2012 at 22:36 sagte:

    Verstehe ich nicht:
    “Die anderen Lehrer können dann die fünf Stunden nacharbeiten und jeweils drei kostenlose Stunden Mehrarbeit machen.”
    Was genau meinen Sie damit? Wer sind die “anderen” Lehrer?

    Noch eine Frage:
    Muss “Unterricht” (also der abrechnungstechnisch verwertbare) immer im Klassenzimmer stattfinden? Wenn nicht, muss er dann immer im Schulhaus stattfinden? Wenn nicht, darf er dann auch außerhalb des Schulhauses stattfinden? Wenn ja, wo ist dann der Unterschied zu einer (abrechnungstechnisch nicht verwertbaren) Exkursion?

  23. Ich habe mich ungeschickt ausgedrückt, ja. Also: Eine Klasse hat vormittags 6 Stunden Unterricht bei 6 verschiedenen Lehrern. Lehrer 1 macht mit der ganzen Klasse einen Tag Exkursion. Lehrer 2-6 haben dadurch je eine Stunde Freizeitausgleich gewonnen, bzw. können ohne zu bezahlende Mehrarbeit in 5 Vertretungsstunden eingesetzt werden, zum Beispiel in den 5 Stunden, die Lehrer 1 nicht halten kann, weil er ja außer Haus ist. Fair enough, einerseits.

    Unterricht muss sicher nicht immer im Klassenzimmer stattfinden, sondern auch in Fachräumen, der Bibliothek, in Schulhof oder sonstwo. Außerhalb der Schule… sehr gute Frage. Wenn ich in der 6. und 7. Stunde in die Stadtbibliothek gehe, obwohl ich nur in der 6. Stunde Unterricht habe – ist das dann eine Exkursion oder eine zusätzliche Stunde Unterricht?

    Daran könnte man arbeiten.

  24. Beelzebub Bruck on 11.2.2012 at 9:53 sagte:

    Die Wirklichkeit sieht (vielleicht manchmal) aber so aus, dass der Kollege schon vier Stunden Mehrarbeit geleistet hat, eine überaus wichtige, weil profilierende Sonderveranstaltung (Sie sind alle wichtig und unverzichtbar!) ihm dann eine Stunde nimmt, so dass er dafür vier bezahlte Stunden verliert, und dafür eine Stunde “Freizeitausgleich” bekommt, sagen wir mal die dritte Stunde, die er aber nicht nutzen kann, weil im Silentiumraum alle Computer besetzt sind, an der Theke die Lehrer einer bestimmten Fachschaft lauthals über ihren letzten oder nächsten Skiurlaub schwadronieren und nebenan die Kollegin X über die Tastatur des letzten freien Computers gebeugt ihren Gesundheitssalat fr.. – pardon!- isst. Dass die ausfallende Stunde auch noch die letzte vor der Schulaufgabe sein kann oder eigentlich noch dringend ein paar mündliche Noten gebraucht werden könnten, gehört zu den Nebensächlichkeiten. (End of Rant)

  25. Bettina K. on 11.2.2012 at 12:48 sagte:

    Hallöchen miteinander,

    ich bin in dieser Hinsicht wirklich total desinformiert, weil ich mich noch gar nicht mit dem Thema “Überstunden” befasst habe (wahrscheinlich aus lauter Seligkeit darüber, überhaupt noch eine Planstelle ergattert zu haben, nachdem mehr als ein Drittel meines Seminars Pech hatte…). Daher also meine vielleicht etwas naive Frage – pardon: Was ist eigentlich mit der Zeit, die für Korrekturen draufgeht? Grundsätzlich würde ich ja sagen, sie gehört quasi zum Soll des Lehrers, also als Unterrichtsnachbereitung und ist somit durch die monatlichen Bezüge abgegolten. Wenn ich aber bedenke, wie lange ich zum Teil über Deutschklausuren sitze, mit denen i.d.R. mindestens zwei Wochenenden (Freizeit) weg sind, frage ich mich, ob sowas nicht aus als Überstunden gelten müsste – schließlich gibt es doch dafür selten einen Freizeitausgleich, denn die normale Arbeitswoche geht ja weiter. Weiß dazu jemand mehr?

    In diesem Sinne: fröhliche (halbwegs) korrekturfreie Zeit vor den Zwischenzeugnissen! (Tatsächlich darf ich in den Faschingsferien diesmal wirklich Urlaub machen, nachdem ich schon die gesamten Weihnachtsferien zum Korrigieren genutzt habe – *freu*)

  26. Manu on 11.2.2012 at 13:51 sagte:

    1)
    Was passiert (auf Ihr obiges Beispiel bezogen), wenn Lehrer 1 mit der Klasse nicht eine Exkursion durchführt, sondern im Schulhaus einen Tag Projektarbeit organisiert. Zählt das dann als Unterricht? Werden dem Kollegen dann 5 Stunden Mehrarbeit gutgeschrieben?

    2)
    Bezüglich der Lehrer 2-6: Hat ein Lehrer eigentlich Recht auf Unterricht? :-))

    3)
    Noch eine Frage:
    Im KMS vom 5.2.2010 (Durchführungshinweise zu Schülerfahrten) steht unter Punkt 1 (Definition) folgendes:
    “Schülerfahrten sind u.a. [...] Fachexkursionen [...]. [...] Unterrichtsgänge sind keine Schülerfahrten im Sinne dieser Bekanntmachung.”
    Was ist denn nun eigentlich der Unterschied zwischen einer Fachexkursion und einem Unterrichtsgang? Wenn ich mit meiner Klasse auf die Wiese zum Blümchenbestimmen gehe, ist das dann ein Unterrichtsgang oder eine Fachexkursion? Wenn ein Deutschlehrer mit seiner Klasse in die Bibliothek geht, ist das dann ein Unterrichtsgang oder eine Fachexkursion?

  27. @Bettina: Trotz der Überschrift des Blogeintrags gibt es für Lehrer keine Überstunden. Es gibt Arbeit, die getan werden muss, und wieviel Zeit man dafür braucht, ist einem selbst überlassen.
    Gezählt wird mehr oder weniger nur die Unterrichtspflichtzeit UPZ, die Anzahl der zu unterrichtenden Stunden. Anders als andere Bundesländer macht Bayern da immerhin zwischen einigen Fächern einen Unterschied: Musik, Sport und Kunst gelten in Unter- und Mittelstufe technisch als weniger aufwendig als andere Fächer. Aber sonst ist das mit der unterschiedlichen Arbeits- und Korrekturbelastung ein Fass, das kein Verband und kein Vorgesetzter aufmachen möchte.

    @Manu:
    (1) Analog zum Beispiel im Kommentar zuvor: gute Frage. Weitermelden kann die Schulleitung das auf jeden Fall als Mehrarbeit, vermutlich wäre das formal sogar korrekt. Ich werde das jedenfalls als Empfehlung weitergeben. Ich würde gerne mal einen ganzen Vormittag mit einer Informatikklasse programmieren.
    (2) Bin kein Experte, aber ich vermute: nein. (Also, grundsätzlich wohl schon darauf, entsprechend seiner Ausbildung eingesetzt zu werden, aber konkret auf einzelne Wochen bezogen kaum.)
    (3) Eine Fachexkursion ist eine Schülerfahrt und muss daher im Fahrtenprogramm der Schule stehen, das für jedes Schuljahr vom Schulforum beschlossen wird. (Geschieht in der Realität natürlich nicht.) Ein Tag auf der Wiese oder in der Bibliothek ist ein Unterrichtsgang, weil nicht im Fahrtenprogramm vermerkt.

  28. Manu on 11.2.2012 at 17:14 sagte:

    Zu (3)
    Meine Frage war anders gemeint:
    Was unterscheidet eine Fachexkursion inhaltlich von einem Unterrichtsgang?
    Wie komme ich überhaupt zu der Entscheidung, ob eine Unternehmung, die ich plane, eine “Fachexkursion” oder ein “Unterrichtsgang” ist?
    Denn erst wenn ich diese Unterscheidung/Entscheidung getroffen habe, dann resultiert ja daraus erst die Notwendigkeit, das Schulforum befragen zu müssen oder nicht.

    Und wenn ein Besuch der Bibliothek ein “Unterrichtsgang” ist, dann ist er eben “Unterricht” und nicht “Exkursion”. Und damit abrechenbar, oder?

  29. >Und wenn ein Besuch der Bibliothek ein “Unterrichtsgang” ist, dann ist er eben “Unterricht” und nicht “Exkursion”. Und damit abrechenbar, oder?

    Sehe ich auch so.

  30. Bettina K. on 11.2.2012 at 19:04 sagte:

    @Herr Rau: Danke, das habe ich mir fast so gedacht! Wäre ja auch zu schön gewesen! Nun, bleibt zu hoffen, dass sich unser werter Minister S. nicht mit seiner absurden Idee durchsetzt, uns an allen Schultagen der Woche vormittags zur Präsenz an den Schulen zu verpflichten, denn dann machen wir alle auf jeden Fall unbezahlte Überstunden. Ach ja, und Exkursionen und Klassenfahrten natürlich am Wochenende… Aber warum legen wir eigentlich nicht noch die Nächte drauf? Na gut, ein anderes Thema, man darf wohl auf die weitere Entwicklung gespannt sein…

    Erst mal aber allen ein schönes Wochenende noch!

  31. HerrF on 19.12.2012 at 20:17 sagte:

    Mal ‘ne Nachfrage im Sinne überregionaler ÖPR-Zusammenarbeit: Wird (gem. der neuen KMBek vom 10.10., IV.3) von der Dienststelle die Mehrarbeit bilanziert und mehr oder weniger automatisch eingereicht – oder muss das jede Lehrkraft weiterhin individuell selbst machen?

  32. Ich habe mir die KMBek im Amtsblatt gründlich durchgelesen. Eigentlich finde ich dort nichts Neues, oder hat sich da etwas geändert? Zur Weiterreichung habe ich nichts gefunden. Bei uns läuft über eine formlose, aber vollständige Aufzählung der Mehrarbeitsstunden an die Schulleitung – ich glaube nicht, dass dass irgendeine Schulleitung da herauslesen wird, das das jetzt automatisch geschieht. So oder so würde ich mich nie darauf verlassen.

  33. HerrF on 22.12.2012 at 20:39 sagte:

    Geändert hat sich im Wesentlichen zweierlei: Erstens dieser Automatismus (zumindest zeigte unser Vertretungsplanmacher keinen nennenswerten Widerstand, als ich ihn darauf hinwies, dass das nun auf ihn zu käme – könnte aber auch an der Vorweihnachts-Lethargie liegen) und andererseits die (durch den Hinweis auf die LDO versteckte) Klarstellung, dass auch Aufsicht bei der Schulaufgabe eines Kollegen oder so Dinge wie Zweit(!)prüfertätigkeit bei mündlichen Schulaufgaben abrechnungsfähige Mehrarbeit darstellt. (Wenn da mehr Details interessieren: Ich werde in den Ferien das für meine Personalversammlung aufbereiten, da könnte ich was mailen.)

  34. Dann frage ich mal nach dem Automatismus bei uns nach. Was Aufsicht bei Schulaufgabe und Zweitprüfertätigkeit betrifft: Hm. Vielleicht ist da etwas an mir vorbeigegangen. Ich habe gerade das Amtsblatt mit der “Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 10. Oktober” noch einmal durchgelesen und finde nichts dazu. Gibt es noch ein anderes Schreiben, das nicht bis zu uns durchgedrungen ist? Wenn du mir das mailen könntest, wäre ich dankbar. (Und ja, wenn du etwas zusammenstellst, freue ich mich auch darüber.)

    Allerdings ist meine Schule da eh kulant. Nicht so kulant wie die Realschulen es möglicherweise sind, ich habe meiner Schulleitung mal diese “Mehrarbeitsabrechnung leicht gemacht – Handreichung für Mitglieder der Schulleitung und des Personalrats des brlv weitergereicht mit der Bitte um Überprüfung auf Anwendbarkeit. Da ist nicht nur von Zweitprüfertätigkeit die Rede, sondern auch von Exkursionen und Schullandheimaufenthalten – dort findet ja auch Unterricht statt.

  35. Tommdidomm on 23.12.2012 at 20:39 sagte:

    Möglicherweise :). Andrerseits waren wir (auch als Schulleitung) auch enttäuscht über die letzte Verlautbarung aus dem KM, weil sie letztlich genauso schwammig ist wie vorher, d.h. es ist nichts Neues an Informationen dazu gekommen.
    Letztlich, so muss man auch sagen, ist das Betteln um genauere Vorgaben, was einige betreiben, eher kontraproduktiv, denn die Vorgaben, die dann irgendwann kommen werden, werden sicherlich unter dem liegen, was jetzt möglich ist.
    Und je lauter man schreit, desto eher wird’s kommen.

  36. Tommdidomm on 23.12.2012 at 20:44 sagte:

    Achja, automatisch geht gar nichts, außer man hat eine eifrige Schulleitung/Verwaltungsebene.

    Das Vorgehen bei uns ist relativ einfach:

    – Ich als Vertretungsplanacher drucke eine Übersicht der Stunden aus meinem Programm aus und verteile sie
    – die Kollegen gleichen das mit ihren Aufzeichnungen ab
    – die Kollegen füllen ein Formular aus
    – ich aka die Schulleitung überprüfen das
    – die Abrechnungen werden weitergegeben

    PS : Für Zweitprüfer habe ich nie Überstunden bekommen., ist ja auch kein Unterricht.

  37. HerrF on 12.1.2013 at 12:25 sagte:

    Das mit der Zweitprüfertätigkeit (man muss ja eigentlich Beisitzer sagen…) ist mindestens mal kompliziert. Der Wortlaut des KMBek gibt das “eigentlich” nicht her, die Abgrenzung von Art. 9a LDO maximal indirekt – aber in der Handreichung zur Mehrarbeit, welche die abl derzeit an alle bayerischen Schulen verschickt (sollen am Montag ankommen) findet sich eine eindeutige Aussage, dass das Mehrarbeit ist.
    Beteiligt waren beidesmal die gleichen Juristen…

  38. Mela on 14.1.2013 at 15:12 sagte:

    Die Broschüre war heute bei uns da:
    Es werden u.a. explizit aufgeführt “mündliche Prüfungen aller Art”!
    Übrigens auch “lehrplanmäßiger Unterricht, der außerhalb des Schulgebäudes stattfindet (außerschulischer Lenrort)”.

  39. Wir warten bei uns noch auf die Broschüre. Bin schon gespannt.

  40. Herr Kon on 14.1.2013 at 19:06 sagte:

    Ich bin nächste Woche auf einer dreistündigen Fortbildung zum Thema Mehrarbeitsabrechnungen. Wenn ich dort konkrete Fragen stellen soll, sagt einfach Bescheid.

  41. Mela on 16.1.2013 at 23:19 sagte:

    Hallo Herr Kon,
    ja vielleicht folgende Frage:
    Einerseits wird Skilager als “sonstige Dienstpflicht” aufgeführt und ist damit nicht abrechnungsfähige Mehrarbeit.
    Andererseits gilt “lehrplanmäßiger” Unterricht auch “außerhalb des Schulgebäudes” als abrechnungsfähiger Unterricht.
    Wintersport, z.B. Skifahren steht ja nun im Sportlehrplan.
    Was ist denn nun mit (Sport)lehrern, die im Skilager lehrplanmäßigen Skiunterricht erteilen?

    @Herr Rau:
    Ist die Broschüre mittlerweile angekommen?

  42. Nein, die Broschüre ist noch nicht da. Habe schon nachgefragt. Zum Skilager habe ich aber in den Durchführungshinweisen zu Schülerfahrten (Februar 2010) gefunden:

    Für die Erteilung des Unterrichts im Rahmen des Schulskikurses gilt Folgendes: Der Unterricht erfolgt grundsätzlich durch Ski- und Snowboardlehrkräfte der Schule mit der Lehrbefähigung in Sport.

    Das klingt nun doch sehr nach Unterricht. Oder bedeutet hier Unterricht nicht Unterricht?

  43. HerrF on 17.1.2013 at 17:43 sagte:

    @HerrKon: Ja, bitte: Auf welcher Grundlage kann eine Beisitzertätigkeit bei einer mündlichen Prüfung (hier: mündliche Schulaufgabe) als Mehrarbeit abgerechnet werden?
    Hintergrund: Im KMBek steht: “Mehrarbeit darf (…) nur zu Erteilung von Unterricht (…) angeordnet werden, der nach Ausschöpfung aller anderen Möglichkeiten sonst ausfallen müsste;” – und es gibt keine Verpflichtung zu einem Beisitzer, daher muss da nichts ausfallen… (selbst wenn die Besitzertätigkeit als “Unterricht” gilt).
    Danke.
    @Herr Rau: Am Montag war die Broschüre wie angekündigt in meinem Fach, auch mein Schulleiter hatte Sie spätestens Dienstag.

  44. Mela on 17.1.2013 at 18:04 sagte:

    @HerrF: Wenn bei mdl. Schulaufgaben Beisitzer nicht verpflichtend sind, weshalb werden die Prüfungen dann mit Beisitzer durchgeführt?
    @Herr Rau: Bei uns hatte der Obmann des bpv die Broschüren in seinem Fach. Vielleicht sollten Sie den Obmann Ihrer Schule mal befragen…

  45. Thomas Kuban on 17.1.2013 at 19:17 sagte:

    Zum Thema Prüfungen wäre bei uns zu ergänzen, dass es externe Prüfungen zur Mittleren Reife gibt. Hier kommen Prüflinge von außerhalb, die uns zugeteilt werden, deren Prüfungen wir korrigieren und für die wir Noten festsetzen und Zeugnisse ausstellen. Dies bekommen wir als Mehrarbeit angerechnet und das wird aber extra abgerechnet.

  46. Thomas Kuban on 17.1.2013 at 19:17 sagte:

    Achja, was soll das für eine Broschüre sein? Von wem, für wen?

  47. HerrF on 17.1.2013 at 19:26 sagte:

    @Mela: Weil die Kollegen das nicht besonders schön finden, zwei Schüler mündlich zu prüfen und gleichzeitig (gerichtsfest) Protokoll zu schreiben. Und das ggf. vier oder fünfmal nacheinander im (Nachmittags-)Schichtbetrieb…
    Wg. Broschüre: Von der abl (bpv, brlv, vzb, keg) “Mehrarbeit im Schulbereich” – Handreichung der Hauptpersonalräte in der abl für Mitglieder der Schulleitung und des Personalrats

  48. Mela on 17.1.2013 at 19:56 sagte:

    @HerrF:
    Ja, ja, menschlich leuchtet mir das natürlich ein, gar keine Frage.
    Mir geht es mehr um eine formaljuristische Erklärung.
    Wenn ein Zweitprüfer nicht obligatorisch ist, dann kann man die Fachkollegen ja nicht zwingen, sich freiwillig (also umsonst) ganze Nachmittage als Zweitprüfer um die Ohren zu schlagen.
    Was wäre denn, wenn sich alle Fachkollegen weigern würden, als Zweitprüfer tätig zu werden?

  49. HerrF on 17.1.2013 at 21:38 sagte:

    @Mela: Formaljuristisch ist die Sache klar: Es ist explizit geregelt per KMS, dass die mündliche Schulaufgabe ohne Beisitzer abgehalten werden kann. Die Kollegen haben es gegen die Schulleitung durchgesetzt (!), dass sie sich gegenseitig unterstützen dürfen und Beisitzer (in ihrer Freizeit, bewusst) machen dürfen. Wenn sich die Kollegen dazu nicht organisiert hätten, dann würde halt jeder einzeln prüfen und fertig.

  50. Mela on 18.1.2013 at 0:26 sagte:

    @HerrF
    Und da machen alle Sprachlehrer klaglos mit?
    Natürlich kann man sich mal aushelfen. Aber institutionalisiert über Jahre hinweg?
    Kopfschüttel…
    Warum war eigentlich die Schulleitung dagegen?

  51. Jetzt ist die Broschüre aufgetaucht, sie war bei einem Kollegen im Fach verloren gegangen. Nächste Woche müssen wir dann verhandeln, wie wir die Broschüre interpretieren – ich habe sie noch nicht gründlich gelesen, es würde mich aber wundern, wenn sie nicht der Interpretation bedürfte. Dass Beisitzen für mündliche Prüfungen Mehrarbeit ist, scheint für mich erst mal klar zu sein.

    (Die Kollegen machen eh mehr mündliche Prüfungen als vorgeschrieben. Pädagogisch vielleicht sinnvoll, ich würde das trotzdem nicht machen. Bin aber einigermaßen heraus aus der Englisch-Praxis.)

    Externe Prüfungen: Haben wir auch, waren bisher nie in irgendeiner Form abgerechnet.

  52. Frau Ah on 20.1.2013 at 23:48 sagte:

    Wie schön, dass auch zu diesem Thema jedes Bundesland wohl sein eigenes Süppchen kocht und das dann an den einzelnen Schulen wieder unterschiedlich ausgelöffelt wird. Ich war in der glücklichen Lage, dass an unserer Schule die Formulare automatisiert ausgefüllt werden und nur zur Unterschrift (und Prüfung) den betroffenen Kollegen vorgelegt werden – und als Teilzeitkraft zählt es nicht als Freizeitausgleich, wenn ich in einer außerplanmäßigen Stunde vertrete, eine planmäßige Stunde aber ausfällt (eine Vertretung in einer ausfallenden planmäßigen Stunde ist natürlich keine Mehrarbeit). Und Prüfungen gehören zur allg. Dienstpflicht – also sind auch insb. Abiturprüfungen (und -aufsichten) keine Mehrarbeit. Es gab (gibt?) aber wohl auch Bundesländer, die keine Mehrarbeitsvergütung vorsehen.

  53. Herr Kon on 7.2.2013 at 18:21 sagte:

    So, nun hat diese Veranstaltung stattgefunden der anwesende HPR-Vertreter sagte Folgendes:

    TZ-Lehrkräfte, die an ihren unterrichtsfreien Tagen mehrtätige Schülerfahrten begleiten, dürfen dafür keine Mehrarbeit abrechnen. Das betrifft explizit auch die TZ-Sportlehrkraft, die im Skilager an ihrem freien Tag Ski-Unterricht erteilt. Ich habe auf diesen Widerspruch hingewiesen, aber keine erschöpfende Antwort erhalten.

    Beim Thema Mündliche Prüfungen hab ich aufgegeben, es verstehen zu wollen: Lt. Aussage des Referenten sei eine mündliche Prüfung grundsätzlich als Unterricht zu verstehen, weswegen – Achtung, jetzt kommt’s – der Erstprüfer keine MA abrechnen kann (weil die Abnahme der Prüfung zu seinen Dienstpflichten zählt), der Zweitprüfer aber schon?!

    Auch hier: verständliche Erklärung: Fehlanzeige. Nunja.

  54. HerrF on 8.2.2013 at 10:26 sagte:

    @Herr Kon: Kann ich eine Kontaktadresse zum Referenten haben? Ich brauche einen Weg, Beisitzertätigkeit als “Unterricht” zu definieren. Thomas Rau hat meine Mailadresse, er ist hoffentlich so nett eine Mail von dir weiterzuleiten ;-)

  55. Mela on 8.2.2013 at 17:16 sagte:

    @Herr Kon
    Das mit der Sportlehrkraft verstehe ich ja gar nicht!
    Laut neuester bpv-Broschüre zählt doch lehrplanmäßiger Unterricht – auch außerhalb des Schulgeländes – zum “Unterricht” und ist damit abrechenbar.
    Da Skiunterricht im Lehrplan steht, erteilt ein Sportlehrer beim Skiunterricht doch “Unterricht”?!?!

  56. Ratlos on 6.6.2013 at 21:05 sagte:

    Ich hätte da noch Fragen. Vielleicht kann hier ja noch jemand etwas dazu sagen:
    Wie verbindlich sind eigentlich die Darstellungen in der HPR-Schrift
    http://www.brlv.de/fileadmin/HPR/Infoservice_Mehrarbeit_Handreichung_Maerz_2012_ohne_Teilzeit.pdf?
    Was der HPR schreibt muss den Dienstgeber (oder dessen Vertreter) ja nicht automatisch interessieren!

    Was ist nun genau mit der Zeit zwischen Abschlussprüfungen und Entlassung der dazugehörigen Schüler? Fällt da Mehrarbeit an? ODer fällt da gar Unterricht aus, der dann folgerichtig verrechnet werden kann? Ab wann gilt was?
    Zählt nur die Schriftliche Prüfung? Zählt auch die mündliche Prüfung? Zählt vielleicht sogar noch die Zeit nach der mündlichen Prüfung bis zur Entlassung? Oder ist das von Lehrkraft zu Lehrkraft verschieden?
    Ich habe etliche Verweise auf (ur)alte KMS zu dem Thema im Internet gelesen, die dazugehörigen KMS sind aber nicht (mehr) online. Außerdem gibt es offenbar eine Regelung des Ministeriums, dass alles was bei Ihnen nicht mehr online ist auch nicht mehr gilt.
    Wobei, wenn in einer uralten KMS sich wirklich eindeutig zu der fraglichen Zeit geäußert wird, warum sollte das dann nun anders sein?

  57. Gar nicht verbindlich, die Schrift stammt auch nicht vom HPR, sondern vom brlv. Etwas verlässlicher sollte sein eine Broschüre der abl (Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrkräfte, mit den Hauptpersonalräten drin), die gibt es hier:
    http://www.bpv.de/downloads/handreichung-mehrarbeit-dez-2012.pdf‎ – angeblich mit dem Ministerium abgesprochen.

    Allerdings kam Ende April ein klarstellendes KMS zu dieser Broschüre, dass das doch nicht alles so stimmt. Hü und hott und so. Steht hier:
    http://www.realschule.bayern.de/schulleitung/kms/archiv/1325423.pdf

    So wie ich das verstanden habe, gilt aber weiterhin, dass ausfallende Stunden in der Zeit zwischen Abschlussprüfung und offizieller Entlassung der Schüler *nicht* als Freizeitausgleich zählen. Die Entlassung ist die Überreichung der Abiturzeugnisse, nicht etwa die letzte Prüfung der Schüler oder so. Mehrarbeit in Form von Prüfungen fällt allerdings auch keine an, da nur Unterricht als bezahlbare Arbeit zählt, heißt es zur Zeit.

    Laut dem KMS untersucht die Rechnungsprüfung gerade die aktuelle Mehrarbeitsabrechnung an Schulen. Wenn die Ergebnisse da sind, wird es weitere Klarstellungen/Verwirrungen geben.

    Hochinteressant die Frage nach alten KMS. Diese Regelung des KMS kann ich mir nicht vorstellen, wäre aber transparent und nachvollziehbar. Wir arbeiten hier teilweise mit KMS aus den 70er Jahren – wer in einem irgendwas Nützliches findet, darf es behalten und sich daraus etwas ableiten. Diese Regelungen per KMS ohne Ablaufdatum sind unzumutbar. Oder gibt es ein automatisches Ablaufdatum, von dem ich nicht weiß?

  58. Ratlos on 7.6.2013 at 11:41 sagte:

    Von den alten KMS würde mich z.B. das vom 15.12.2008 AZ: … 1.122277 interessieren, wegen des expliziten Verweises auf die Entlassung der Schüler.

    Ein Ablaufdatum gibt es wohl möglich nur bei Rechts- und Verwaltungsvorschriften.
    http://www.verwaltung.bayern.de/egov-portlets/xview/Anlage/3997786/Ver%F6ffBek%20%28konsolidierte%20Fassung,%20Stand%201.%20Januar%202009%29.pdf

  59. HerrF on 7.6.2013 at 11:53 sagte:

    @Ratlos: Am einfachsten, du wendest dich damit an das Schulsekretariat deines Vertrauens. Die haben das und verdrehen höchstens ein wenig die Augen, dass sie es wegen dir heraussuchen müssen. Wenn es gar nicht klappt, dann lass deine Anfrage über den örtlichen PR laufen.
    Der Stand von Herrn Rau gibt genau meinen Stand wieder.

  60. Beelzebub Bruck on 8.6.2013 at 12:18 sagte:

    Es ist dann auch immer schön, wenn man in einem neuen KMS die Erklärung findet “KMS 0815-00-xyz-a-b-Quadrat vom 31.2.1873 gilt sinngemäß weiterhin.” Nicht dass es jemals sinnfreie KMS geben würde…

  61. Mela on 8.6.2013 at 16:17 sagte:

    Freizeitausgleich, der mit anderer Mehrarbeit gegengerechnet werden muss, fällt erst ab der Entlassung der Abiturienten, also ab der Zeugnisübergabe, an.
    Was ich bzgl. KMS überhaupt nicht verstehe, ist, dass die nicht generell online gestellt werden. Warum nur in einem Intranet, wo nur die Schulleitungen Zugang haben? Warum diese Heimlichtuerei? Sind schließlich unsere Arbeitsanweisungen…

  62. Die sind so heimlich nicht.

    http://www.realschule.bayern.de/schulleitung/kms/suche/

    http://www.km.bayern.de/ministerium/recht.html

    Außerdem muss deine Schule ein Archiv haben, in dem alle diese KMSe zugreifbar sind.

  63. Ich habe den Umgang damit auch immer als heimlich empfunden. Fast alle von mir zitierten und verlinkten KMS (und vergleichbare Schreiben) stammen aus dem Realschulnetz, weil ich die anderswo nicht finde und gerne nur öffentlich zugängliche Quellen zitiere.
    Das Realschulnetz sich mehr darum als die Gymnasialabteilung, oder letztere sind zu große Schisser oder finden das sinnvoll.

    Das von mir oben verlinkte Mehrarbeits-KMS finde ich nirgendwo auf der KM-Seite. Q.e.d.? – Da sind das Amtsblatt, und gelegentlich mal ein ausgewähltes Schreiben. Nicht das, was ich mir vorstelle.

  64. Ratlos on 8.6.2013 at 19:40 sagte:

    Äh, die Schulleitung hat ein Intranet, wo sie nur die KMS Nr eintippt und dann kommt das Schreiben raus? (Oder hat man die Such-Funktion vergessen zu implementieren?)
    Sind dort auch alte, uralte und explizit weggefallene KMS online?

    Weitere Quellen sind die einschlägigen Methoden zur Wiederbelebung toter Links:
    http://web.archive.org/web/20050227022955/http://bpv.de/hpr/hpr_info/pi_060303.html
    “Personalratsinformation vom 06.03.2003″ “Unklar war bisher, ab wann bei der Abiturprüfung die Zeit des Freizeitausgleichs beginnt. Nach dem Monatsgespräch mit dem Hauptpersonalrat hat nun die Gymnasialabteilung in einer Dienstbesprechung mit den Ministerialbeauftragten folgende Regelung getroffen:

    Der Freizeitausgleich beginnt nach der Entlassung des Abiturjahrganges.

  65. Steff on 9.6.2013 at 15:47 sagte:

    Die Kommunikation des KM mit den Schulen, also u.a. die Übermittlung aller KMS, läuft ja bekanntlich über einen Exchange-Server mit recht streng gesichertem Zugriff über OWA (Outlook Web APP; oder -Access?). Und, ja, darin gibts ein Archiv, das bis 2002 zurückreicht, in dem man auch versuchen kann zu recherchieren, was teilweise unterhaltsam ist, teilweise an den Nerven zehrt, wenn man wirklich mal fix was braucht.
    Die Notwendigkeit eines solchen, nicht-öffentlichen Kommunikationskanals ist wohl schwer zu bestreiten. Warum man nicht aber diejenigen KMS, die über einen längeren Zeitraum für viele Beteiligte von Interesse sind – wie das genannte zum Freizeitausgleich – auf einem davon unabhängigen Kanal öffentlich zugänglich macht, so wie etwa im Realschulnetz? Keine Ahnung. Mir fällt kein sinnvolles Argument ein, dass dagegen spricht.

  66. Steff on 9.6.2013 at 15:52 sagte:

    grrrh, warum kann man hier seine eigenen Beiträge nimmer editieren? Wo doch grad in der Lehrerschaft ein gewisser Hang zur Krinthenk…ei verbreitet ist, mit dem Fähler genüsslich seziert werden.

  67. Herr Kon on 9.6.2013 at 16:20 sagte:

    Zitat von Steff:

    > Und, ja, darin gibts ein Archiv, das bis 2002 zurückreicht,
    > in dem man auch versuchen kann zu recherchieren, was teilweise
    > unterhaltsam ist, teilweise an den Nerven zehrt, wenn man
    > wirklich mal fix was braucht.

    In meinem OWA gibt’s kein Archiv. Wo findest du das denn?

  68. Steff on 9.6.2013 at 16:27 sagte:

    Startseite > Gymnasialportal > Schulen > Gymnasien > Dokumente.

    Die Struktur des Ganzen ist ähnlich unterhaltsan wie die Suchfunktion …

  69. Herr Kon on 9.6.2013 at 16:28 sagte:

    Interessant. Im Realschul-OWA gibt’s sowas nicht.

  70. Steff on 9.6.2013 at 16:31 sagte:

    Tja, dann liegt der KMS-Veröffentlichung auf der Realschulnetzseite vielleicht gar nicht irgendeine Idee der Kundennähe zugrunde? das ist dann vielleicht blos ein Notflicken auf ein leistungsbeschnittenes OWA? ;-))

  71. 2012 gab Bayern über 9 Millionen Euro für Überstunden aus. Da waren dann auch meine dabei.
    2013 habe ich übrigen deutlich weniger bezahlte Überstunden gemacht. Zufall oder andere Politik? Lobenswert andere Politik oder andere Verrechnungsmethoden für das, was als ausgefallener Unterricht zählt?

  72. Rudi Ratlos on 22.10.2013 at 18:39 sagte:

    Hat sich schon jemand die Handreichung des bpv näher angesehen?
    Da gibt es auf der Seite 7 ein Abrechnungsbeispiel für die Monat Oktober, das für mich nicht mit dem Wortlaut der Bekanntmachung des KuMis (“Mehrarbeit im Schulbereich” vom 10.10.2012, III. Abs. 4) übereinstimmt.

    In der bpv-Handreichung werden von 5 Plusstunden 2 Minusstunden abgezogen, was Saldo 3 Std. ergibt. Damit kommen sie zu der Schlussfolgerung, dass keine ausgleichspflichtige Überschreitung der 3-Std-Grenze vorläge.

    In der KuMi Verlautbarung heißt es aber, dass bei “Überschreitung der Grenze … Mehrarbeit bereits von der ersten Stunde an abzugelten” sei und bei nur teilweise möglichem Freizeitausgleich die restlichen noch abzugeltenden Stundenauch dann vergütet werden, “wenn sie die Mindeststundenzahl unterschreiten”.

    Sitz ich hier irgendwo auf der Leitung und verstehe die Verlautbarung nicht, oder interpretiert der bpv im vorauseilenden Gehorsam zugunsten des Dienstherrn/Arbeitgebers?

  73. HerrF on 22.10.2013 at 20:21 sagte:

    Die Handreichung ist nicht nur vom bpv…
    Das Abrechnungsbeispiel geht mit dem konform, was ich seit langen von allen Hauptpersonalräten (auch dem der GEW) kenne, demnach muss das Saldo eines Monats die 3 Stunden überschreiten, um die Grenze im Sinne des KM zu überschreiten. Abrechnungszeitraum ist sozusagen jeweils ein Kalendermonat: Für den Erwerb eines Anspruchs und für den Freizeitausgleich.

  74. Frau B on 23.10.2013 at 16:41 sagte:

    @Rudi Ratlos:
    Die Handreichung des BPV ist schon richtig. Im Oktober sind die drei Stunden nicht überschritten.
    Solange diese erste Hürde nicht genommen ist, gibts keinen Anspruch auf Ausgleich, da diese Mehrarbeit mit dem Gehalt abgegolten ist.
    Besser ist deshalb das Novemberbeispiel:
    Im Nov. Ist die Anzahl überschritten (5 Stunden) und ab jetzt zählt jede Stunde als abrechnungsfähig, wenn sie innerhalb der nächsten drei Monate nicht als Minusstunde ausgeglichen wird (Hürde 2).

    Konkret: Ich habe im November 5 Vertretungsstunden gehalten. Diese kann ich abrechnen. Im Dezember kamen 7 Vertretungen hinzu, 3 Stunden fielen mir aber aus, weil eine Klasse unterwegs war oder Schulaufgabe geschrieben hat oder oder. Also bleiben 4 Stunden Mehrarbeit.
    Im Januar war aber Skikurs und ich hatte weniger Unterricht (1 Vertretungsstunde, 4 ausgefallene, macht -3 in der Monatsbilanz). Der Februar war dafür wieder arbeitsreich, +4 Stunden.
    Das Kumi sagt nun: Schauen wir mal, ob sich diese Mehrarbeit im Nov. nicht in den nächsten drei Monaten eh wieder ausgleicht – und siehe da, das tut sie. Deshalb werden von meinen 5 Stunden Mehrarbeit, von denen jede abrechnungsfähig ist, drei für den Januar abgezogen, das heißt, auf meiner Habenseite befinden sich nur noch 2.

    Wäre im Februar nochmal Skikurs gewesen und ich hätte wieder in der Monatsbilanz 2 Minusstunden, wären die 5 Stunden durch Freizeitausgleich abgegolten, dann gäbs gar keine Kohle für November.

    Wichtig zu wissen ist, dass dieser “Abzug” nur einmal erfolgt. Bleiben wir bei dem Novemberbeispiel: da wurde der Januar zum Ausgleich herangezogen. Damit steht er statt auf -3 für die weitere Berechnung des Monats Dezember auf 0. Dann beginnt das gleiche Spiel von vorn, Dezember ist die erste Hürde genommen, es kann abgerechnet werden. Für den Januar ist kein Ausgleich erfolgt (Minusstunden schon getilgt durch November), es wird der Blick auf Februar und März geworfen.

    Wir an unserer Schule sprechen mittlerweile mit dem Vertretungsplaner ab, ob sich mehr Vertretungen lohnen. Also beispielsweise wird im Oktober die erste Hürde überschritten, dann arbeiten viele von uns freiwillig nochmal extra und entlasten die Kollegen. Dann geben wir uns Mühe, die nächsten drei Monate nicht ins Minus zu fallen, um voll abrechnen zu können.

    Ich hoffe, ich konnte ein bisschen helfen.

    Liebe Grüße

  75. tom.michler@physik.uni-erlangen.de on 10.2.2014 at 10:08 sagte:

    Hallo an alle,

    ich habe eine Frage, die mir und meinen Kollegen bisher niemand wirklich beantworten konnte. Zur Info – ich bin Vollzeit angestellt, wir haben Präsenzstunde. Die Regelung heißt, wenn 4 Stunden pro Kalendermonat gehalten wurden, ist die Mehrarbeit zur vergüten bzw. via Freizeitausgleich zu verrechnen. Was ist aber, wenn im Kalendermonat Ferien sind? Also Bsp. Herbstferien, Weihnachtsferien o.ä.

    Ich frage deshalb, da ich seit Schuljahresbeginn JEDE Woche meine Präsenzstunde hielt – bisher aber NOCH NIE auf die 4 Stunden kam, da in fast jedem Monat immer eine Ferienwoche war. Dies betrifft so ziemlich jeden Kollegen an der Schule. Daher die Frage, ob in solchen Monaten dann die anteilige Anzahl der Stunden auf den Monat verrechnet werden (4 Stunden -> 1 Stunde pro Woche) können oder gar müssen? Heißt: Wenn ein Monat nur 3 Schulwochen hat, müssen dann bereits die 3 Stunden vergütet werden?

    Fast alle Kollegen und ich haben seit Schuljahresbeginn in jeder Schulwoche eine Vertretungsstunde gehalten (inzwischen sind es bei mir 16 über rund 5 Monate) und keine wird vergütet, weil es nie 4 in einem Kalendermonat wurden (ferienbedingt).

    Danke für alle Anregungen und Kommentare

    Grüße

  76. Steff on 10.2.2014 at 12:30 sagte:

    Hallo Tom,
    tatsächlich ist die Regelung unabhängig davon, ob im betrachteten Zeitraum Ferienwochen eingeschlossen sind oder nicht. Und: macht Euch nochmal genau kundig, wie die Vergütung berechnet wird. Imho spielen als Bilanzzeiträume immer Quartale eine Rolle, nie Einzelmonate.

  77. Da stimme ich Steff zu. Wenn in einem zwei Monat Ferien sind, ist es halt schwerer, auf die 4 Stunden zu kommen – das war’s. Ursprünglich wurde mal jährlich bilanziert, inzwischen gibt es eine Gnadenlösung von drei Monaten. Das heißt, +4 Stunden im März und -2 Stunden im April => 2 Stunden, die ausbezahlt werden. Solange sich im Mai nichts mehr daran ändert.

    Vernünftige Schulen regeln das vernünftig, nämlich nicht jeden Lehrer 3 Stunden pro Monat mehrarbeiten zu lassen, sondern lieber jeden zweiten 6 Stunden. Präsenzstunden zählen nur mit, wenn tatsächlich Unterricht gehalten wurde.

  78. Hallo Thomas,

    Das scheinen Luxusprobleme zu sein, nicht auf 4 Stunden zu kommen. Ich habe an meinem Vertretungsplan eher das Problem, die Stunden nach oben zu begrenzen, weil unser Kollegium so straff gepackt ist. Bei größeren Kollegien gibts da vielleicht andere Probleme.

    Aber ich habe auch gehört, dass manche Verwaltungen es bewusst so legen, dass keiner über vier kommt, um Geld zu sparen. was dran ist, keine Ahnung. Wie gesagt, ich habe andere Probleme ;).

  79. Tom Michler on 10.2.2014 at 20:05 sagte:

    Hallo ihr lieben,

    danke für die Hinweise… Wir sind rund 150 Kollegen am Haus… x1 Stunden pro Woche bzw. 3 Stunden pro Monat – da kann sich jeder ausrechnen, was da zusammenkommt und was gespart wird….

    Grüße

  80. Steff on 10.2.2014 at 21:47 sagte:

    “Aber ich habe auch gehört, dass manche Verwaltungen es bewusst so legen, dass keiner über vier kommt, um Geld zu sparen. was dran ist, keine Ahnung.”

    Ahh, ja. Nun, wenn man hört, dass jemand gesagt hätte, es könnte sein, dass etwas gaaaaanz ungeheuerliches zutreffen könnte … tja, dann sollte man sich umso mehr um eine kritische Betrachtung bemühen. Andernfalls steht man so da, als ob man mutwillig etwas Gift streuen wollte ohne selber als Verursacher ins Rampenlicht zu geraten. Auch wenn man nachschiebt, dass man selber natürlich nicht beurteilen kann, ob was dran ist.
    Thomas, geb mir einen vernünftigen Grund, warum irgendeine Schulleitung dieser Republik ihr eigenes Kollegium triezen sollte, nur um das Geld ihrer Regierung zu sparen. Wer dieses Verhalten als natürliches Leitungsverhalten in Erwägung zieht, dürfte in 9 von 10 Fällen Opfer einer Paranoia, nicht seiner Vorgesetzten sein.

  81. Thomas Kuban on 10.2.2014 at 22:02 sagte:

    Dass du dir bestimmte Dinge nicht vorstellen kannst, reicht für mich als Argumentation auch nicht gerade aus. Das könnte auch Fantasielosigkeit sein.

  82. Thomas Kuban on 10.2.2014 at 22:16 sagte:

    Aber neben meiner Unverschämtheiten würde ich noch auf ein Problem hindeuten wollen, was diese Mehrarbeit angeht. Wenn Thomas oben von vernünftigen Schulen spricht, die die Verteilung so anlegen wollen, dass die Mehrarbeit immer über den vier Stunden liegt, dann sehe ich durchaus organisatorische Probleme.
    Zum einen muss dafür gesorgt werden, dass diese Stunden über die drei Monate erhalten bleiben – was angesichts auch von Fahrten, Exkursionen, Prüfungen usw. etwas schwierig sein kann.
    Zum anderen bleibt die Frage, nach welchen Gesichtspunkten denn nun vertreten werden soll: Nehme ich nicht lieber den Kollegen, der auch in der Klasse unterrichtet, als den, der nun seine vierte Stunde braucht? Nehme ich also lieber den, der auch wirklich Unterricht macht statt dem, der ein Video einschiebt?

    Und noch mal ergänzend Steff: Abgesehen von meiner vielleicht wirklich ungeschickten Äußerung unterschätzt du wohl den Druck, der auf Schulleitungen bezüglich der Mehrarbeit und seiner Abrechnung ausgeübt wird. Und das hat mit Paranoia nichts zu tun.

  83. Steff on 10.2.2014 at 23:21 sagte:

    Ich sitze in der Schulleitung und kann weit und breit keine Stelle sehen, die in dieser Frage versucht, auf uns Einfluss zu nehmen.
    Man versucht, auf niedrige Unterrichtsausfallquoten hinzuwirken.
    Man versucht, auf niedrige Wiederholerquoten hinzuwirken.
    Man versucht, uns zu bayernweit einheitlichen bewrtungskriterien zu erziehen.
    und manches mehr.
    Oft sind das Ziele, denen ich sogar noch mehr oder minder Sinnhaftigkeit zusprechen würde.

    Wir haben übrigens auch das Motto im Auge “wenn schon, denn schon, dann soll bei einigen auch was bei rumkommen” Wir haben auch tatsächlich eine Reihe von Leuten im Kollegium, die signalisiert haben, dass sie maßvoll Mehrarbeit – die sich auch auszahlt – durchaus begrüßen.

    und, wg Fantasielosigkeit: Die Fantasie, sich Dinge vorstellen zu können, ist ja wohl eine noch grottigere Basis, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Weißt, wenn ich meine Fantasie bemühe, dann kann ich sogar stimmig belegen, dass Rotkohl auf dem Mond nur mit Rotweindüngung gut wachsen kann. Vielleicht trifft das sogar zu.

  84. Thomas Kuban on 11.2.2014 at 7:04 sagte:

    Ich sitze ebenfalls in einer Schulleitung und habe offenbar eine andere Wahrnehmung. Aus diesem Grund suche ich auch nicht nach Wahrheit – das überlasse ich anderen.

    Und deine Anmerkungen lassen immer wieder eben auch andere Perspektiven zu.

    Niedrige Unterrichtsausfallzahlen erreiche ich auch durch Zahlenspiele, Mehrbelastung. Niedrige Einstellungszahlen allerdings stehen auf einem anderen Blatt.

    Niedrige Durchfallerquoten kann ich durch administrative Veränderungen erreichen, durch Prüfungen, die plötzlich nicht mehr zählen, vorrücken auf Probe usw.

    Einheitliche Bewertungskriterien…ach ja…zentrale Prüfungen schaffen beileibe keine Einheitlichkeit.

    Deine Wahrheiten sind keine Wahrheiten, sondern eine eingeschränkte Perspektive. Und mehr ist dazu auch nicht zu sagen. Auf Wiedersehen im Wunderland.

  85. Ihr seid beide in der Schulleitung; es gibt viele Dinge in der Welt, die man sich nicht vorstellen kann. (Den bayerischen Schulleiter, der eigenmächtig und gegen den Willen der Lehrer alle Deutsch-Abiturnoten um einen Punkt heraufsetzte, konnte ich mir auch nicht vorstellen. )

    Augenmaß, das wünsche ich mir. Bei uns haben die Lehrer, die sich dafür interessieren, im Auge, ob sie jetzt lieber noch eine extra Mehrstunde machen wollen, und teilen das der Schulleitung mit. Grund zur Vertretung gibt es immer wieder. Ich darf nicht schreiben, was gerade bei uns alles los ist.

    Die mehr oder minder sinnhaften Ziele kenne ich auch, Steff, allerdings sollten diese Ziele eher Mittel zu anderen Zielen – Bildung – sein. Inzwischen sind sie eher Selbstzweck oder Wählerberuhigung.

  86. Joe Mödl on 23.6.2014 at 16:56 sagte:

    Hallo Herr Rau,
    bei uns an der FOS verweigert man den Kollegen seit Schuljahr 2012/13 generell irgendeine Mehrarbeitsstunde abzurechnen. WIrd alles damit begründet, dass ja nach der Abschlussprüfung genug Stunden ausfallen. BIs 2011/12 wurde quartalsweise abgerechnet, dann stellte unser Chef auf stur. Weder HPR noch andere Stellen sind in der Lage, trotz Bitte um Intervention, uns zu helfen und klare Auskunft zu geben.

  87. Eigentlich ist der HPR doch für genau so etwas da. Ist das an allen FOS so?

  88. Nein, die meisten rechnen wohl Mehrabeit über die besagten 3 Monate ab und bei der Endabrechnung werden die zusätzlichen Stunden, die man z.B. für Vorbereitung der Aschlussfeier, Gottesdienst, Jahresbericht u.s.w. leistet mit einbezogen.
    So war es bis 2012/13 auch bei uns.

  89. Klingt merkwürdig. Dass das wohl nicht so sein darf, wissen Sie wohl schon. :-(

  90. Marion on 15.10.2014 at 12:17 sagte:

    Hallo,
    halte seit Schuljahresbeginn alle meine Präsenzen in der Woche und wollte fragen, ob irgendjemand etwas dazu sagen kann, ob es Ausnahmen gibt, was vertreten werden muss. Ich habe bisher in den Merkblättern usw. keine Aussage dazu gefunden.
    Z. B. wenn bekannt ist, dass ein Kollege einen Monat in Elternzeit geht, müssen seine Kollegen ihn dann ersetzen, denn es ist zwar klar, dass für ein Monat nur schwer eine Aushilfe gefunden werden wird, andererseites kommt so etwas ja nicht ganz unvermutet und das Schulamt könnte theoretisch die Zeit überbrücken.
    Was ist, wenn das Schulamt es nicht schafft, fehlende Lehrerstellen zu besetzen bzw. erst verspätet zu besetzen, inwieweit müssen diese Stunden dann vom Kollegium vertreten werden?
    Würde mich freuen, wenn jemand etwas dazu sagen kann.

  91. Das dürfte je nach Bundesland und Schulart unterschiedlich sein. Beim Gymnasium in Bayern gibt es kein Schulamt, und nur bei dem kenne ich mich aus. Vertreten werden muss da vor allem: möglichst viel. Solange das “möglichst viel” eingehalten wird, gibt es keine Probleme mit dem, was nicht vertreten wird, jedenfalls nicht seitens des Ministeriums. Die Alternative lautet: ausgefallener Pflichtunterricht, und das mag man gar nicht gern.

    Die Gymnasien in Bayern haben jetzt schon im zweiten Jahr einen Pool von Stunden, die eigens dazu gedacht sind, solche Fälle aufzufangen. Ob der groß genug ist, kann man diskutieren; er ist jedenfalls gewachsen. Wenn die Behörde keine zusätzlichen Lehrer an die Schulen schickt (und das kommt nur bei langfristigen Sachen vor, nicht bei ein paar Monaten Elternzeit oder Krankheit), muss die Schule selber schauen, was sie macht. Die letzte Option ist ausgefallener Pflichtunterricht, aber davor müssen Lehrer Mehrarbeit machen, oder Teilzeit erhöhen, oder die Wahlunterrichte streichen. Gewisse Grenzen bei der Mehrarbeit gibt es natürlich.

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