c-jump

Vorgestern ging es um den Tag des digitalen Lernens. Etwas, das analog und digital zugleich ist, zeige ich hier – ein Brettspiel:

Der Titel des Spiel ist ein Wortspiel mit „Ski“ und der Programmiersprache „C“. Als Spiel ist es recht simpel: jeder Spieler kriegt eine oder zwei Figuren und bewegt sie nach Würfelwürfen den Kurs entlang, bis alle im Ziel sind. Der Kurs besteht aus Kästchen mit jeweils einem Element der Programmiersprache C darin (und damit auch Java sehr ähnlich).
Vor jedem Zug schaut man sich das Feld an, auf dem man steht, und wenn dort „x+2;“ steht, würfelt man und zählt 2 dazu, und so viele Felder zieht man dann weiter – ebenso für x+3; und x++; und so weiter.
Es gibt besondere Felder, etwa „if (x==1)“ oder „switch(x)“. Diese Felder eröffnen alternative Skipisten abseits der blauen main()-Piste – man würfelt und schaut, ob die Bedingung erfüllt ist und wechselt abhängig davon zu einem anderen Pfad.

Zu kaufen gibt es das hier. Als Spiel ist das vermutlich nicht allzu spannend, die Besprechung bei boardgame geek klingt eher mäßig. Ich habe auch noch keine Mitspieler gefunden. Aber Informatiker müssen das doch einmal ausprobieren. Wenn sich also mal in München ein paar zum Spielen treffen möchten, ich wäre dabei. (Interesse? Interesse?)
Auf das Spiel bin ich gekommen durch eine Seite mit Spielen für Informatiker. Da gibt es noch andere kuriose Spiele.

Ich hätte auch noch Ideen für Verbesserungen oder für weitere Spiele.

  • Als Erstes stört mich der Umgang mit dem x. Das sollte nicht jedesmal neu erwürfelt werden, sondern fest bleiben und für alle Spieler gleich bleiben, bis es irgendwann geändert wird. Dazu legt man einen Bereich am Spielfeldrand fest, mit „x“ beschriftet, auf dem man einen oder mehrere Würfel ablegt, deren Augenzahl dem aktuellen Wert von x entspricht.
  • Überhaupt: Bereiche am Spielfeldrand, die für Variablen stehen. Ein Bereich für x, y, z, mit Würfeln, die den aktuellen Wert angeben. Und einen weiteren Bereich, nummeriert von 1-6, der sechs Speicherzellen darstellt, in denen alles mögliche drin sein kann. (Weitere Würfel, oder eher kurze Wörter aus Buchstabenwürfeln?) Dann muss man sich nur noch einig sein, ob x den Zahlenwert angibt (etwa 1), oder auf den Inhalt der Speicherzelle (etwa mit der Nummer 1) verweist.
  • (Grundgedanke, zu erweitern: Den Zustand eines Objekts mit eienr Anzahl von Variablen-Würfeln auf dem Spielfeld angeben.)
  • Dann wäre es mir lieb, wenn die Spieler nicht auf demselben Kurs fahren würden, sondern auf verschiedenen Kursen – entweder mehrfach den gleichen, oder auch auf echt unterschiedlichen Kursen. Das wären dann, sagen wir, eigene Spielpläne, die man parallel nebeneinander legen könnte. Die Spieler wechseln sich auch nicht einfach ab, sondern ein Spinner (eine Drehscheibe, scheduler genannt) entscheidet, wer jeweils als Nächstes drankommt. Damit kommt man dem parallelen Arbeiten von Threads, sagen wir, näher.
  • Nächste Stufe: es gibt bestimmte Streckenteile, die doch von allen Strecken genutzt werden. Damit kann man das Erzeuger-Verbraucher-Problem modellieren.

Andere Spiele, die ich im Blog vorgestellt habe und für die ich auch nie Mitspieler finde:

3 Antworten auf „c-jump“

  1. Hallo, Thomas,
    klar, bin dabei (und wenn ich gnadenlos scheitere, liegt es darin, dass das Spiel nicht SAS-konform ist…)
    Grüße, Bernhard.

  2. Ich habe vor kurzem Robo Rally geschenkt bekommen (war jahrelang ausverkauft). Das will ich auch bald mal spielen. Leider ist immer so wenig Freizeit am Ende der Arbeit übrig…

  3. Robo Rally habe ich auch! Total cool, aber nicht so gamz einfach. Allerdings gibt es Editoren für Bretter, das bringt eine neue Kreativität mit rein.

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