Normalität in der Schule

Alles normal heute. In der neunten Klasse hatte ich eine Schülerin aus der Oberstufe als Gast eingeladen, die während der Schulzeit ein Jahr im Ausland (an einer amerikanischen Schule) verbracht hat und den Schülern von ihren Erfahrungen berichtete. Vielleicht versuchen es ja auch ein paar Schüler aus meiner Klasse – nicht nur in die USA, auch Ungarn, Estland, Japan, China, Thailand, Mexiko sind im Angebot.

Dann Schulaufgabe in der 8. Klasse: Das Protokoll. Protokolle als Schulaufgabe mag ich nicht. Dabei sind sie in der 8. und 9. Jahrgangsstufe vorgeschrieben. In der 8. Klasse hält man eine Stunde, die die Schüler protokollieren müssen – meist meldet sich in der Stunde kein Schüler, da die zu beschäftigt mit Mitschreiben sind, um zum Unterricht beizutragen. Heute war das allerdings anders: Sie haben felißig mitgemacht. Trotzdem muss ich jetzt dreißigmal das gleiche Zeug lesen. Da sind Erörterungen oder Erzählungen schon spannender.

Nachmittags wollten die Schüler dann wieder Fernsehserien pitchen. Gerade die, die letztes Mal keinen Preis gewonnen hatten, wollten zeigen, dass sie auch etwas können. Schön so. Ganz ohne Preise heute.

2 Thoughts to “Normalität in der Schule

  1. Tja so einfach kann manchmal die Schule sein.
    Bringt das was, einen „Gast“ einzuladen. Oftmals ist es so, dass die selbst nicht wissen was sie sagen sollen und die Schüler nicht wissen was sie fragen sollen? Funktioniert das bei ihnen?

  2. Freilich bringt das was. Der Gast sprach durchgehend Englisch, die Schüler stellten Fragen auf Englisch – und der Gast ist eine sehr rege und lebendige Schülerin (wohl von Natur aus, aber das verstärkt sich noch durch ein Jahr USA). Sie hatte mehrere Fotoalben dabei und Prospekte, und konnte gar nicht so viel reden, wie sie wollte. Ich hatte mit ihr ja auch vorher darüber gesprochen und sie nicht gezwungen.
    In einer Stunde zuvor hatte ich die Schüler übrigens über die Formalitäten eines solchen Programms aufgeklärt (Kosten, Termine, Auswahlverfahren).

    – Das Glas Wasser für den Gastredner hatte ich wieder mal vergessen. Immerhin habe ich mich entschuldigt.

    NACHTRAG: Zugegeben, die Schüler haben nicht so viel gefragt, wie ich gehofft hatte. Aber die Referentin hatte auch so viel zu erzählen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.