Abistreich 2005

Gestern war Abi-Streich. Er fing schon mal ganz anders an: Der Eingang zur Schule war liebevoll in ein Tulpenfeld umgewandelt worden

- eine Anspielung auf den Umzug der Schule in einen Neubau auf dem Tulpfeneld, ein seit Jahren lokalpossierlich diskutierter Umzug. Vielleicht wird ja nochmal was daraus.

Mit dieser Eröffnung verzichteten die Abiturienten darauf, den Abi-Streich als völlige Überraschung zu inszenieren. Der Termin wird nämlich geheim gehalten (die Schulleitung, die nur zum Teil informiert ist, plaudert nichts aus), aber durch sich verplappernde Schüler und die Tatsache, dass Schulaufgaben plötzlich verschoben werden müssen, kann man sich ohnehin jedes Jahr ausrechnen, wann der Abi-Streich stattfindet, oder den Termin zumindest auf zwei mögliche Tage zu reduzieren.

So also wusste jeder: Der Abistreich würde kommen. Die erste Stunde war Unterricht. Die zweite auch. Die dritte auch. Damit hatten manche Schüler nicht gerechnet und gar keine Bücher oder Hefte dafür mitgebracht. Die Lehrer hatten zumindest für die dritte Stunde Unterricht vorbereitet, bei der vierten bin ich mir nicht so sicher. (Für einen Moment dachte ich, die Schüler würden die Lehrer hängen lassen und statt des Abistreichs einfach eine Party für sich allein auf der Sportwiese veranstalten. Das wäre mal überraschend gewesen.)

Auf der Wiese waren schon Tribünen improvisiert:

Die Lehrer mussten wie immer in einen angenehm schattigen Käfig aus zusammengestellten Fußballtoren. Das war dumm und überflüssig. Zum einen war es viel zu eng:

Zum anderen war die Aussicht für die Lehrer so:

Die Schüler hatten nämlich, anders als letztes Jahr, U‑förmige Tribünen für die Schüler aufgebaut. An der offenen Seite stand die kleine Bühne der Abiturienten und Spielleiter. An der gegenüberliegenden offenen Seite.… ah.… da liegt das Problem. Wie schwer wäre es gewesen, den Käfig mit den Lehrern den Schülern gegenüber aufzustellen, ohne eine Wand von Zuschauern dazwischen? Dann hätte auch mehr Kommunikation und damit Interesse zwischen den beiden Seiten entstehen können.
Als die erste Wasserbombe knapp neben den Toren landete, bin ich sowieso raus. Dämliche Idee.

Das Hauptprogramm des Abistreichs waren wie immer diverse Spiele. Ausgewählte Lehrer spielten gegen freiwillige Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen; gewännen die Schüler oft genug, würde die Schule symbolisch angezündet werden und der Nachmittagsunterricht fiele aus. (Das Motto “Feuer” und die später auftauchenden Adventskränze haben mit einem kleinen Feuerwehreinsatz letzten Dezember zu tun.)

Es gab Wettspritzen:

Adventskranzweitwerfen:

Orangenwettschälen mit teilweise gefesselten Händen:

Adventskranzzielwerfen:

Feuerwehrwettfahrten im Schubkarren (mit dem Wasser in der Hand musste ein Grillfeuer gelöscht werden – gute Idee, um den alten Schubkarrenfahrten neuen Schwung zu verleihen):

Grillen:

Viele Schüler sahen den Spielen zu. Anderen war die Sonne zu heiß oder sie unterhielten sich lieber selber:


Manche versuchten auch die Flucht. Die Abiturienten hatten ein paar Leute aufgestellt, diese Schüler abzufangen; ganz geklappt hat es nicht:


Am Schluss hatten die Schüler dann tatsächlich gewonnen: Der Nachmittagsunterrricht fiel aus, die Schulleiterin entzündete ein kleines Modell unserer Schule (durch die Feuerwehr betreut, keine Sorge).

Insgesamt war es ein netter Abistreich. Nicht zu lange, keine faden Momente, ordentliche Spiele.
Besser machen könnte man nächstes Jahr:

  • weniger rauchende Schüler
  • kein anonymes Wasserspritzen und Werfen von Wasserbomben (gerne mal von ehemaligen Schülern)
  • nicht nur Spezi für die Lehrer: Liebe Schüler, die meisten Erwachsenen trinken eher Mineralwasser
  • keine U‑Form mit Lehrern, die nichts sehen konnten; viel besser die Position von Angesicht zu Angesicht – aus vielen Gründen

4 Antworten auf „Abistreich 2005“

  1. das stimmt, ein schönes gelände… wir haben überhaupt kein schulgelände und deswegen ist es fraglich einen Abi-Streich zu machen.
    außerdem ist es in unserer Schule eher bekannt, das man einfach Musik aufdreht, sich verkleidet, trinkt und mit allen Party macht, was ziemlich einfallslos ist…
    Vielleicht kann ich das Kommitee noch umstellen ;)

  2. ja echt voll cooles ausngelände wir machn den imma im innenhof und die abis besaufn sich nacherher und des jahr ham se sogar mit uns rumgetanzt

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