Mit digitalen Medien besser lernen?

By | 25.5.2015

1. Der Lernbegriff

Ich lerne täglich, stündlich. Am meisten vermutlich lerne ich Verhalten. Zum Abendessen den Fernseher einschalten (ein digitales Medium, selbstverständlich), in den Werbepausen den Ton abdrehen; nachmittags erst mal auf Zeitungswebseiten schauen statt zu arbeiten. Wenn mein Tablet klingelt, was es sehr selten tut, weil ich nicht gerne telefoniere, weiß ich inzwischen, wie ich abnehme und dass ich nicht zu erschrecken brauche. Und das Tablet hat mich auch dressiert, so dass ich es regelmäßig mit Strom versorge – alles erlerntes digitales Verhalten. Ich nehme an, es geht um eine eingeschränkte Sicht auf Lernen, nämlich bewusst und planvoll zumeist kognitives Wissen erwerben. Also gut, beschränken wir uns auf diese Vorstellung von Lernen.

2. Was ich gelernt habe in den letzten Jahren

Also bewusst, absichtsvoll gelernt. Machen wir eine Liste, lose chronologisch:

  • Alles, was zu einem Informatik-Studium gehört, auch wenn das gut zehn Jahre her ist.
  • Die Geschichte des Gilgamesch-Epos.
  • Ukulele-Spielen.
  • Programmieren in Java, Python und Inform 7.
  • Zwiefachen tanzen.
  • Noch mal und noch mehr Informatik, um Teile eines Staatsexamens-Vorbereitungskurses zu geben.
  • Musiktheorie, um meinem Freund Alexander Bluespiano beibringen zu können.
  • Mundharmonika-Spielen. Zumindest ein bisschen Auffrischung.
  • Kochen. Das konnte ich vorher schon, aber ich habe neue Rezepte und Methoden und Abkürzungen gelernt. Mayonnaise und Hollandaise mit dem Pürierstab, zum Beispiel.
  • Allgemeine Didaktik und Fachdidaktik Informatik, um eine Vorlesung dazu halten zu können.

Das waren Dinge, die ich lernen wollte. Um diese Ziele zu erreichen, musste ich andere Dinge lernen, quasi Werkzeuggebrauch, insbesondere den Umgang mit einer großen Zahl an Software (zum Beispiel Tonsatzprogramme, Entwicklungsumgebungen, Konverter). Und außerdem habe ich andere Dinge gelernt, über mich, über andere, die eher in die Persönlichkeitsentwicklung gehören.

3. Wie ich diese Dinge gelernt habe

Grob nach Wichtigkeite der verwendeten Medien sortiert:

  • Bücher: Mundharmonika, Ukulele, Gilgamesch. Programmierung. Informatik. Noch mehr Informatik. Kochen. Informatik-Didaktik.
  • Videos im Web: Mundharmonika, Ukulele, Kochen, Musiktheorie. Zwiefachen tanzen.
  • Gespräche mit Menschen oder Besuch von Vorlesungen: Informatik-Studium, Zweifachen, Musiktheorie.
  • Feste Kurse oder Programme am Computer: Informatik-Studium. Informatik-Staatsexamens-Vorbereitungskurs.
  • Texte im Web: Programmierung, Kochen. Informatik-Didaktik.
  • Eigenes Tun, digital oder nicht: Kochen, Ukulele, Mundharmonika, Programmieren. Zwiefachen tanzen.

Zusammengefasst: Bücher und selbstgesuchtes Material im Web sind meine bevorzugten Medien. Digitale Hilfsmittel sind in allen Gebieten dabei und in den meisten auch nicht wegzudenken. Mir fällt im Moment nichts ein, das ich ganz ohne digitale Medien besser lernen würde.
Am wichtigsten war jeweils das Selber-Tun. Lernen ist etwas anderes als bloß zu recherchieren: Schülerinnen können wunderbar Material zu einem Referat recherchieren, wenn sie es lediglich neuschön formatiert zusammenstellen und vortragen, ist dabei nicht viel gelernt. Zum Selber-Tun gehört das Aufgabensuchen und -lösen, das Exzerpieren und Notieren. (Mit digitalen Hilfsmitteln.)

Auslöser für den Wunsch, etwas zu lernen, waren bei mir übrigens Gespräche mit anderen Menschen oder die Lektüre von Büchern und, ich glaube seltener, Texte im Web.

In der ursprünglichen Frage von Christin Ebel geht es, so scheint es mir, eher um die Schule, eher ums Lehren als ums Lernen. Also stellen wir die Ausgangsfrage anders:

4. Mit digitalen Medien besser lehren?

1. Macht es Sinn, Schülern den Umgang mit digitalen Medien zu lehren, damit sie, wenn sie selber zum Beispiel das Ukulelespiel lernen wollen, auf die Idee kommen, Tutorien zu suchen, und in der Lage sind, die besten zu finden?

Wenn man etwas lernen will, Ukulele etwa, kommt man dann nicht selber auf die Idee, sich das mit dem Web beizubringen? Augenscheinlich nicht, wie ich bei etlichen Menschen, jung und alt, beobachte. Zu viel Angst und Misstrauen bezüglich der Technik, zu wenig Kompetenz im Benutzen.
In der Schule ist allerdings das Problem, das Schülerinnen und Schüler oft nicht das lernen wollen, was sie gerade lernen sollen.

2. Macht es Sinn, digitale Medien als Mittel in der Lehre zu nutzen?

Klar. Am schönsten wäre es, wenn Schüler so selbstverständlich digitale Medien zum Arbeiten und Kommunizieren nutzen würden wie ich. Dazu müssten sie so gerne (an den vorgegebenen Inhalten) arbeiten und kommunizieren wie ich, und das kann keiner von Schülerinnen verlangen. Genutzt habe ich schon alles mögliche, aber es ist mühsam. Wenn Schüler und Schülerinnen in unserem Unterricht so passiv mit digitalen Medien umgehen wie mit analogen – dem Schulbuch etwa – dann ist der Gewinn nicht groß.

(Weiterschreiben wegen Pfingstferien abgebrochen.)

20 thoughts on “Mit digitalen Medien besser lernen?

  1. Susann

    Der Liebste Beste und ich haben durch digitale Medien gelernt, ein Huhn zu tranchieren (Danke, fanatischer Hobbykoch, für das Youtubevideo für Volldummies!).
    Durch persönliches Erleben haben wir dann gelernt, dass wir keinen Bock haben, endlose Fleischreste vom Hühnergerippe zu fieseln, und dass uns Hühnersuppe nicht wirklich schmeckt.

    Technisches Vorwissen:
    – youtube.com kennen und eingeben
    – Suchmaske finden
    – „Huhn tranchieren“ eingeben
    – auf Play drücken (Pausetaste war auch wichtig).

  2. Herr Rau Post author

    :-)

    (Aber wie kann einem Hühnersuppe nicht schmecken?)

  3. Susann

    @ Herr Rau

    Ha, ERTAPPT!
    Sie wollen also aus den Digitalen Medien lernen, warum einem Hühnersuppe nicht schmecken kann! :-)

    (Der Liebste Beste hat sich übrigens aus einem breiten Angebot auf Youtube auf die Schrecken des Kreißsaales und die Freuden der Säuglingspflege vorbereitet. Ersteres nicht zum empfehlen, zweiteres hilfreich…neee, über Youtube lass ich nichts kommen!)

  4. Herr Rau Post author

    Im letzten Abitur musste ein Kommentar analysiert und kommentiert werden, der Kreißsaal-Aufnahmen geißelt: Wie kann man nur, und wie muss das arme Kind dann leiden, wenn es erst erwachsen ist. Ich denke, das Leid wird sich in Grenzen halten. Aber selber vermeide ich das Anschauen auch, ja.

    Technisches Vorwissen: Wie Sie ja andeuten, braucht es dazu nicht viel. Aber die Idee und den Wunsch, bei Youtube nachzusehen, wenn man etwas wissen will, den haben tatsächlich noch nicht alle.

  5. Susann

    Vielen Dank für die interessante Notiz zum Abiturthema – erscheint mir seltsam verfehlt, wenn man davon ausgeht, was der typische Abiturient so über Kreißsäle weiß… (that said: solange die Fotos nicht irgendwie über digitale Kanäle gestreut werden, alles halb so wild…).

    Zum Wunsch, sich zu informieren: „You can lead an ox to water, but you can’t make him drink.“ – das breite Angebot ist da, aber wer nichts dazulernen will, nimmt es nicht in Anspruch; egal, ob Schule oder die Hohe Kunst der fachgerechten Hühnerzerlegung…

  6. Christian Ebel

    Herzlichen Dank für den Beitrag zur Blogparade »Mit digitalen Medien besser lernen«. Ich freue mich sehr über den Beitrag, auch weil er zu Beginn einen von mir bislang vernachlässigten Aspekt in den Vordergrund rückt: Digitale Medien als Chance für informelles Lernen. Dabei zeigt schon die JIM-Studie, dass Kinder und Jugendliche digitale Medien intensiv nutzen, um sich mit Informationen zu versorgen. Andere Studien zur Nutzung von Videoplattformen machen deutlich, dass Information in diesem Zusammenhang nicht auf textuelle Information beschränkt ist. YouTube, vimeo & Co erfreuen sich wachsender Beliebtheit und bieten eine Fülle lernrelevanter Videos (bei mir ist es zwar nicht Ukulele und Zwiefachen Tanzen, aber E-Gitarre und Kochen, letzteres ein gemeinsames Lernfeld).
    Hängen geblieben bin ich bei der Lektüre des Blogbeitrags an den folgenden drei Sätzen: „Mir fällt im Moment nichts ein, das ich ganz ohne digitale Medien besser lernen würde. Am wichtigsten war jeweils das Selber-Tun. Lernen ist etwas anderes als bloß zu recherchieren“. Dahinter steht meines Erachtens ein konstruktivistischer Lernbegriff (Lernen ist ein aktiver, selbstgesteuerter, konstruktiver, situativer und sozialer Prozess) und eine Würdigung des Potenzials digitaler Medien für das selbstbestimmte und selbstgesteuerte Lernen (hier ergibt sich auch ein Bezug zum Blogbeitrag von Torsten Larbig http://herrlarbig.de/2015/05/19/handyverbot-verbessert-leistungen-anmerkungen-zu-einer-studie-der-london-school-of-economics/).
    Ein anderer im Beitrag angedeuteter Aspekt ist der der Motivation und des Transfers der Möglichkeiten auf das Lernen im formellen = schulischen Kontext. Natürlich habe ich in erster Linie an Schule und Unterricht gedacht, als ich zu der Blogparade eingeladen habe. Insofern bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung dieses Blogbeitrags und neugierig, mehr darüber zu erfahren, wie @Herr Rau in seinem Unterricht versucht, die Vorteile digitaler Medien, die er im Zusammenhang mit dem informellen Lernen beschrieben hat, für den Unterricht nutzbar zu machen. Einige Anregungen dazu finden sich bereits im Beitrag von Monika Heusinger http://monika.heusinger.pagesperso-orange.fr/blog/mit-digitalen-medien-besser.html
    Zum Schluss bleibt die Mutter aller Fragen, nämlich wie Unterricht heutzutage gestaltet werden müsste, damit Schülerinnen und Schüler im Unterricht nicht so passiv mit Inhalten bzw. Medien umgehen, seien sie nun analog oder digital.

  7. Susann

    „Zum Schluss bleibt die Mutter aller Fragen, nämlich wie Unterricht heutzutage gestaltet werden müsste, damit Schülerinnen und Schüler im Unterricht nicht so passiv mit Inhalten bzw. Medien umgehen, seien sie nun analog oder digital.“

    Man müsste ihnen abends um 10 die Handies abnehmen und wegsperren, damit sie überhaupt mal ausgeschlafen sind, wenn sie in die Schule gehen.

    Man müsste regelmäßig zwischen 16 und 22 Uhr das Internet abschalten (ebenso wie das Fernsehprogramm und sämtliche Computerspiele), damit sie sich nicht in seichten, aber bunten und unterhaltsamen Welten mit hohem Suchtfaktor verlieren. Dann hätten sie vielleicht die geistigenKapazitäten und die Zeit, die man braucht, um in einem schulischen Thema so gut zu werden, dass man auch Spaß dran hat.

    Man müsste jeden Politiker aus dem Amt jagen, der sich damit brüstet, nur ein Buch gelesen zu haben, und das war der „Schatz im Silbersee“ (*hustErwinPröllhust). Ditto jeden Promi, der den Eindruck vermittelt, blond und gutaussehend reiche für Erfolg im Leben. Usw.

    Was wir im Unterricht machen, kann für Mittelstufenschüler (nicht unbedingt – innen) kaum je so bunt und unterhaltsam sein wie GTA (ja genau, Altersfreigabe…*hohles Lachen) oder Schmink- und Frisurtutorials auf Youtube, egal, wie sehr wir daran herumschrauben.

  8. Marco Bakera

    Dein Ziel unterstütze ich Susann. Aber der Weg über Verbote scheint mir nicht erfolgversprechend. Aber wie können wir in der Aufmerksamkeitskonkurrenz gewinnen oder zumindest eine Chance haben?

  9. ABACUS Nachhilfe zu Hause in Helmstedt Lars Rabeler

    „Wenn man etwas lernen will“ ist für mich der Schlüsselsatz. An dieser Stelle gehen leider viele Schüler im normalen Schulbetrieb verloren. In unserer täglichen Arbeit mit unseren Nachhilfeschülern stellen wir immer fest, dass viele Schüler nicht wissen, WARUM Sie den aktuellen Schulstoff lernen sollten. Hier sind Lehrer gefragt, die sich selber für Ihr Fach begeistern UND die Schüler auf die Reise durch den Schulstoff mitnehmen. An dieser Stelle ist es völlig unerheblich, ob das Wissen analog oder digital vermittelt wird. Eine Aneinanderreihung von Fakten ohne Zusammenhänge führt nicht zu Lernerfolgen!

  10. Lars Rabeler

    So, nachdem ich vor eingien Tagen über den obigen Artikel „gestolpert“ bin, habe ich mich jetzt auch selber an der Blogparade beteiligt und mich etwas intensiver mit der Fragestellung beschäftigt. Neben dem „Lernen wollen“ – wie oben schon angesprochen – braucht es meiner Meinung nach ein fundiertes Basiswissen (beim Ukulele-Beispiel oben z.B. Technikaffinität und eventuell schon die Fähigkeit zum Notenlesen) und die Möglichkeit zur Individualität.

    Um das digitale LERNEN (im Unterschied zum digitalen LEHREN) an den Schulen umsetzen zu können, müsste
    • sich das Schulsystem für individuelle Lernpfade öffnen
    • die Vorgabe starrer (einheitlicher) Lernziele aufgehoben werden und
    • der Lehrer als Begleiter definiert werden (und nicht als Dozent)

    Mein kompletter Beitrag zur Blogparade findet sich hier:
    http://rabeler.abacus-nachhilfe.de/tipps-und-neuigkeiten-fuer-eltern/digitales-lernen.html

  11. Herr Rau Post author

    Lehrer als Begleiter, nicht als Dozenten – was sie dann heute wohl sind? Was kommt als Nächstes, die Schüler abholen, wo sie sind, und Schüler unterrichten, nicht Fächer?

    Die anderen zwei Punkte kann ich ernster nehmen: individuelle Lernpfade & Vorgabe starrer (einheitlicher) Lernziele aufheben. Das sehe ich auch als eine Bedingung. Dazu kommt dann aber noch als Konsequenz der Verzicht auf normierte Abschlüsse. (Und deren Ersatz durch privatwirschaftliche Zertifikate?) — Ob all diese Bedingungen bald oder überhaupt erfüllbar sind oder erfüllt werden sollten: daran zweifle ich noch.

  12. Susann

    „…warum sie etwas lernen sollen“

    Ich fürchte, viele Lehrer wissen auch nicht, warum Schüler dieses oder jenes lernen sollen – warum ist es zum Beispiel unendlich wichtig für Abiturienten, über den Reichstag des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation als Vorform einer föderalistischen Form der Gewaltenteilung Bescheid zu wissen, aber nicht über den 1. Weltkrieg? Fasse es, wer es fassen kann…

  13. Pingback: Blogparade „Mit digitalen Medien besser lernen?“ Ja, aber…

  14. PWissgott

    Danke für diesen Einblick in den realen Unterricht. Mich würde interessieren: Macht es mehr Spaß mit digitalen Hilfsmittel zu lehren?

    Was mich an der Diskussion ein wenig stört ist es, dass viele Entscheidungsträger daran beteiligt sind, die das Potential noch nicht ganz durchschaut haben. Digitalisierung heißt eben nicht das eBook im Klassenzimmer, sondern soviel mehr an Interaktivität und Individualisierung.

    Genau so wenig ist die digitale Welt aber überall gut und hilfreich, im Endeffekt liegt es immer an guten Lehrer die verfügbaren Hilfsmittel richtig einzusetzen.

  15. Herr Rau Post author

    >Macht es mehr Spaß mit digitalen Hilfsmittel zu lehren?

    Nein. Es macht Spaß, mit den geeigneten Hilfsmitteln zu lehren. Papier und Klebstoff machen Spaß, wenn sie zu dem passen, was man damit erreichen möchte. Manche Sachen kann man aber nur mit digitalen Hilfsmitteln erreichen, und die machen dann ebenfalls Spaß.
    Im Computerraum: Keinen Spaß macht es, wenn Software nicht richtig läuft, Hardware ausfällt, das Netz Probleme macht, Webfilter die schönen Vorhaben verunmöglichen. Ohne Vollzeit-Systembetreuer für Schulen wird sich das nicht ändern.
    Ohne Computerraum, also mit Tablet-Laptop-Handy-Klassen: Da habe ich noch keine Erfahrungen.

    >Genau so wenig ist die digitale Welt aber überall gut und hilfreich, im Endeffekt liegt es immer an guten Lehrer die verfügbaren Hilfsmittel richtig einzusetzen.

    Ja. Und da stimmt es schon, dass weder Lehrer noch Schüler die schönen Hilfsmittel, die es gibt, kennen oder nutzen können.

  16. Lars Rabeler (ABACUS Einzelnachhilfe)

    Hallo Herr Rau,
    ich schätze Ihren Blog sehr, möchte aber Ihre Antwort auf meinen Kommentar „Lehrer als Begleiter, nicht als Dozenten“ vom 12.06.2015 nicht so stehen lassen.

    Es klingt natürlich nach einer abgedroschenen Phrase, aber in unserer Einzelnachhilfe treffen wir immer wieder auf Schüler, die uns Zitate Ihrer Lehrer wiedergeben, die so oder so ähnlich klingen:
    – „An dem Unterrichtsausfall im letzten Schuljahr kann ich nichts ändern, ich muss jetzt Englisch Klasse 9 unterrichten“.
    – „Ich kann das jetzt nicht noch einmal erklären, wir müssen mit dem Stoff durchkommen“
    – „Du warst ja lange krank, besorg Dir mal die Unterlagen von xy und arbeite das nach, ich kann Dir das jetzt nicht alles erklären“

    Ich möchte in keinster Weise in eine allgemeine Schulschelte abgleiten, da ich weiß, dass viele Lehrer und Schulen sehr engagiert mit den oben beschriebenen Herausforderungen umgehen, aber solche Probleme ließen sich durch den sinnvollen EInsatz von digitalen Medien lindern und lösen, wenn die Lehrer und Lehrerinnen als BEGLEITER auf einem individuellen Lernpfad fungieren würden/könnten statt starr EINEN vorgegebenen Lehrplan für eine Klasse umzusetzen.

    Ich hoffe, dass Sie meinen obigen Punkt vor diesem Hintergrund nicht mehr als abgegriffene Floskel betrachten.

    Gruß und weiter so
    Lars Rabeler

  17. Herr Rau Post author

    Lieber Herr Rabeler,
    gut, das verstehe ich. Schon im Zusammenhang Ihres ursprünglichen Kommentars macht das Sinn – digitales Lernen (selbstständiges) erfordert, wenn es individuelle Lernpfade und keine einheitlichen Lernziele gibt, tatsächlich den Lehrer als Begleiter. Ich nehme alles zurück. Allerdings halte ich die Bedingungen für erst in weiter Ferne erfüllbar, wenn überhaupt. Schön wär’s schon.
    Viele Grüße
    Thomas Rau

  18. Marco Bakera

    Ein individueller Lernpfad kann auch von anderen Schülern begleitet werden. Es muss nicht zwangsläufig der Lehrer sein.

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