Billige Flüge und der letzte Tag vor den Ferien

Gelegentlich kommen wohl Eltern und wollen für ihr Kind die Oster- oder Pfingstferien um ein oder zwei oder auch drei Tage verlängern. Vorher oder nachher oder beides. Wie sollte eine Schulleitung auf diese Bitte reagieren?

In Ermangelung eines bloggenden Schulleiters aus Bayern mache ich mir hier Gedanken.

Für die Lehrer ist das einerseits ärgerlich. Das Kultusministerium und damit auch die Schulleitung erwecken zu oft den Eindruck, dass die Hauptaufgabe des Lehrers darin besteht, in ausreichender Zahl mit Datum versehene Noten abzugeben. Wenn man dem wirklich nachkommen wollte, bräuchte man dazu auch die letzten Tage vor den Ferien. Wichtiger ist aber, dass Schule und der Unterricht der Lehrer damit als im Ermessen der Eltern gesehen wird. Und das verbitten wir uns gerne und zu Recht.

Andererseits ist es vielleicht wirklich eher das Prinzip, das da stört. Auf einen Schüler weniger kommt es tatsächlich nicht an. Außer wegen dem Prinzip, und wehret den Anfängen, thin end of the wedge und so weiter. “Wenn man für einen eine Ausnahme macht, muss man für alle eine machen.” Das stimmt natürlich nicht, sonst würde es nicht Ausnahme heißen. Aber Ausnahmen müssen Ausnahmen bleiben – manchmal kriegt man den Eindruck, Eltern gehen wie selbstverständlich davon aus, dass so etwas okay ist. Den Eindruck sollte die Schulleitung nicht fördern.

Sind billigere Flüge ein guter Grund für eine Ausnahme? Nein. Andererseits bin ich selber betroffen: Vor fünfundzwanzig Jahren standen meine Eltern vor dem gleichen Problem. Flug in die USA, viele Verwandte dort, aber auch Strandurlaub und Sehenswürdigkeiten. Mit dem Auto nach Luxemburg, von dort Flug über den Atlantik mit Zwischenlandung auf Island, so sah das damals aus. Und meine Eltern gingen zur Schulleitung und fragten, ob sie einen Tag mehr für die beiden Söhne kriegen könnten. Nein, das geht nicht, hieß es. Können wir leider nicht machen. Offiziell. Am besten, Sie melden ihre Kinder krank an diesem Tag. Schönen Urlaub noch.

Der Urlaub war auch tatsächlich sehr schön. Ist diese Lösung besser als der korrekte Weg? Ich muss gestehen, intuitiv gefällt sie mir am besten.
Letztlich ist es ähnlich wie bei unseren Kollegstufenschülern: Bei den herrscht mitunter Unklarheit darüber, ob ein “K” in der Abwesenheitsliste heißt: “Kollegiat entschuldigt sich selber” (statt Arzt oder Schulleitung) oder: “Krankheit”. Offiziell gilt nur Krankheit als Abwesenheitsgrund. Darf man die Schüler so zum Lügen zwingen? (Ja.)

Ich denke, das hängt alles zu einem großen Teil vom Klima an der Schule ab: Davon, wieviel Vertrauen Lehrer, Schulleitung und Eltern ineinander haben. (Wie dieses Vertrauensverhältnis aufgebaut oder zerstört werden kann… eigener Blogeintrag mal.)
Und wenn die Lehrer wollen, dass die Schulleitung auch bei Lehrerwünschen – sicher nicht wegen billigerer Flüge, und nicht nur wegen freier Tage – ein Auge zudrückt, dann muss das auch bei Eltern möglich sein. Andersrum muss die Schulleitung dann eben auch Lehrern gegenüber so flexibel sein, wie sie es bei Eltern ist.

(Freie Tage habe ich als Lehrer zweimal gekriegt: Einmal fürs Heiraten – damals hatte man noch einen Anspruch darauf. Inzwischen ist der abgeschafft worden, aber vernünftige Schulleitungen geben sicher einen Tag frei. Und das zweite Mal war fürs Fernsehen: Ein Freund und ich waren in den Sommerferien bei einer Quizshow. Haben auch was gewonnen. Nach der Ausstrahlung titelte dann eine Zeitung: “Sat1 neppt Kandidaten”, als aufkam, dass eine als falsch gewertete Antwort doch richtig war. Also fuhren wir noch einmal hin und wiederholten das Finale. Da hatte die Unterrichtszeit aber schon wieder begonnen.)

13 Antworten auf „Billige Flüge und der letzte Tag vor den Ferien“

  1. Man sollte auch bedenken, dass die Billigfliegerei inzwischen einer Volksepidemie ist, die wir als Pädagogen nicht unterstützen sollten. Und natürlich – vermute ich mal – sind die Billigfliegerbilligflüge zwei Tage vor Ferienbeginn noch billiger.

  2. Wenn die Schule den Antrag der Eltern verwehrt, sollte sie im eigenen Interesse aber auch sicherstellen, dass auch an letzten Tagen noch inhaltlich gearbeitet wird. “Spielstunden” haben zwar einen pädagogischen Wert – doch wenn die Eltern erst einmal auf die Idee kommen, dass am letzten Schultag “sowieso nichts mehr läuft…” fällt eine Ablehnung meines Erachtens schwer.

  3. Bei uns hängt im Lehrerzimmer dezeit ein Rundmail des MB, in dem gebeten wird, auf Befreiungen zu verzichten und ein kurioser Fall aus der jüngsten Zeit beschrieben wird:

    Am Flugafen MUC will eine Famile mit schulpflichtigen Kindern vor Ferienbeginn einchecken. Der Zollbeamte erkundigt sich wegen den Befreiungen, hat aber Zweifel und erkundigt sich dershalb auch an der Schule. Dort sind die Kinder krank gemeldet.
    Schließlich kommen die Atteste zum Vorschein. Dort bescheinigt ein Arzt eine Krankheit und einen Besuch in der Praxis als gerade die Famile beim Zoll sa߅
    Folgen: Anzeige und Strafe für die Familie wegen Verstoß gegen die Schulpflicht, Ärger für den Arzt für das Gefälligkeitsattest.

    Ich persönlich denke, dass ein billiger Flug oder ähnliche Gründe den Stellenwert von Schule für diese Familie zeigen. Die Schule muss entscheiden, ob sie sich damit abfindet, dass sie so geringe Priorität hat oder sich dagegen wehrt. Dann aber bitte auch mit Unterricht am letzten Tag und nicht mit Beaufsichtigung der Kinder bis zum Schulschluss.

  4. Ich bin auch dafür, dass an letzten Tagen genauso Unterricht gemacht wird. Das ist auch kein Problem, die Schüler machen mit, auch bis knapp vor den Sommerferien. Auch Schulaufgaben am Freitag vor den Pfingstferien finde ich in Ordnung – zwar nicht schön, aber manchmal geht es nicht anders, weil man bei Schulaufgaben ja auch sonst noch alles mögliche berücksichtigen soll.
    Aber eine klare Linie gibt es da tatsächlich nicht immer.

    Billigflüge sollten als Grund nicht akzeptiert werden, unverschiebbare Termine (Familienfeiern) unter Umständen schon.

    Die Zollbeamtengeschichte habe ich auch schon gehört, würde aber nicht schwören, dass sie wahr ist. Aber das scheint ein häufiges Problem zu sein, ich mal ein bissen gegoogelt und einen alten Focus-Artikel dazu gefunden. Da geht es eher um die Sommerferien, und der Woche zuvor kann man tatsächlich vorwerfen, dass nicht immer sinnvoll mit der Zeit der Schüler und Lehrer umgegangen wird. Bei den anderen Ferien sehe ich das aber kaum.

  5. Schön wär’s, wenn Billigflüge und zwei Tage die einzigen Anfragen wären… Bei uns in der Volksschule ist das eine unendliche Geschichte, ich weiss gar nicht, ob ich überhaupt damit anfangen soll (ich reg mich wahnsinnig auf). In der Berufsschule existiert das Problem nicht, weil für derlei der Lehrbetrieb bestimmt und der ist i.d.R. eher bockig.

    Kurzfassung für die Volksschule: Die Anfragen grassieren, vor allem weil die ausländischen Mitbürger aus zahlreichen Gründen (von der Überführung Verstorbener über Bauferien der Väter bis andere , längere Feiertage) mehr oder früher oder länger Ferien wollen. Dem hat man politisch beizukommen versucht, indem man 5 freie Halbtage pro Schuljahr gewährte, die ohne Angaben von Gründen und auch hintereinander bezogen werden können. Ansich eine sehr gute Lösung ohne riesigen administrativen Aufwand.

    Aber vielen Familien reicht das nicht und viele Schulleitungen gewähren mehr. Dies u.a., weil sie in den Sanktionen nicht unterstützt werden oder die Sanktionen nicht klar sind. Ich plädiere für saftige Bussen für Familien, die ihre Kinder mir-nix-dir-nix zu früh aus der Schule nehmen oder zu spät zurückbringen – warum sollte das weniger schlimm sein als falsch parken? Ich stehe allerdings mit dieser Forderung ziemlich alleine da. (Die Rechten möchten noch krassere Strafen – “sollen sie doch gehen, wenn’s ihnen nicht passt!” – die Linken plädieren für die “individuelle Lösung”.)

  6. Schulbefreiung auf Wunsch der Eltern sollte schon möglich sein, dann ist die Krankheitslüge auch nicht nötig. Wenn wir Schule so interessant gestalten, wie es sein sollte, dann werden sich die Kinder selber gegen einen Ausfalltag sträuben.
    Alternativ kann man ja auch ei´ne Projektarbeit anbieten. Zwei Tage eher in die Ferien, dafür aber zwei Tage an einem Projekt arbeiten und die Ergebnisse zu Schulbeginn präsentieren. Hier können wir doch gleich die Selbständigkeit der Schüler fördern.
    Schulpflich könnte dementsprechend heißen, nicht Anwesenheit muss sein, sondern gezieltes Auseinandersetzen mit den Inhalten und Zielen des Unterrichts.
    Ja, es gibt auch im Berufsleben Jobs, bei denen man für Anwesenheit bezahlt wird. In der Regel zählt aber nur die erbrachte Leistung. Warum sollte das in der Schule anders gehandhabt werden?
    Aber, unter ökologischen Gesichtspunkten gesehen sollten wir als Lehrer, die ja schließlich auch “Nachhaltigkeit” unterrichten sollen, alles in unserer Macht stehende tun, um Urlaubsflüge zu verhindern. Kein Schulfrei vor den Ferien erzeugt höhere Flugpreise und somit eventuell den Verzicht darauf. ;)

  7. Manfred, das sehe ich ganz anders.
    “Wenn wir Schule so interessant gestalten, wie es sein sollte, dann werden sich die Kinder selber gegen einen Ausfalltag sträuben.” Kann ich mir nicht vorstellen. So interessant, dass man mit den Eltern streitet wegen eines Tages mehr USA-Aufenthalt, kann man Schule nicht fuer jeden Schueler einer Klasse machen. Auch nicht bei halb so grossen Klassen.

    Projektarbeit: Sinnvoll. An der Uni in England gab es eine reading week: Eine Woche ohne Vorlesungen aber mit Arbeits-/Leseauftraegen. Das koennte ich mir auch fuer die Schule sehr gut vorstellen. Wenn man das fuer alle Schueler einfuehrte, stiegen einem viele Eltern aufs Dach. Wenn man das nur manchen gewaehrte… hm, das waere hoher Organisationsaufwand… aber eine interessante Idee: Schueler stellen einen Antrag auf zwei tage Schulbefreiung fuer eine Projektarbeit. Klingt gut. Natuerlich melden sich nicht nur die an, die eine Projektidee haben, sondern auch die, die lediglich in den Urlaub wollen – da kommt dann ein schlechtes Projekt heraus. Trotzem, gute Idee, die an der Projektunlust der meisten Schueler scheitern wuerde.

    “Ja, es gibt auch im Berufsleben Jobs, bei denen man für Anwesenheit bezahlt wird. In der Regel zählt aber nur die erbrachte Leistung. Warum sollte das in der Schule anders gehandhabt werden?”
    Weil Schueler keine Bringschuld haben, sondern sich die Lehrer die Leistungen einholen muessen. Ja, ich haette auch nichts dagegen, wenn man nur prueft, was Schueler koennen. Egal, wo sie es herhaben. Nur: Was macht man dann mit den Schuelern, die nichts leisten, weil sie nicht in der Schule waren? Ziel ist ja nicht, auszusieben, sondern moeglichst vielen etwas beizubringen.

  8. Anzufügen wäre noch, dass viele Schüler bei uns Projekte nicht als Unterricht begreifen, weil der Klassenzimmer-Frontalcharakter fehlt. Es ist manchmal sauschwer den Schülern das Gegenteil zu vermitteln und darauf hinzuweisen, dass Projekte eine andere Form von Unterricht sind. Mit einem unbenoteten Projektunterricht vor den Ferien macht man eine gute Idee völlig kaputt. Weil am Schuljahresende “eh bloß noch Projekte” laufen, glauben Eltern und Schüler, dass es eine lässlich Angelegenheit ist, wenn man dann den Billigflieger nimmt.
    Das entspricht der Haltung im folgenden Zitat von Hippenstock (SZ-Wirtschaftsteil) von neulich: “Donnerstag frei und Freitag Brückentag. Ich frag mich, wozu ich diese Woche überhaupt hier auftauche…”

  9. Guten Tag,

    ich muss der ganzen Diskussion mal die nur “Elternsicht” schildern. Wir sind gerade auf der Suche nach Angeboten für die Osterferien. Wir haben 2 Kinder, davon eines schulpflichtig (9). Billigflieger ja oder nein ist hier gar nicht das Thema. Flieger oder kein Flieger. Es gibt jetzt (23. Oktober) kein Angebot dass von unseren Flughafen hin und zurückgeht innerhalb der Ferien für 4 Personen. Dann gibt es eines, daß verschiedene Flughafen für hin und zurück einplant aber innerhalb der Ferien liegt. Das Angebot ist über 4.300 – 4.600 je nach Hotel. Dann gibt es angebote Hin- und Rückflug am eigenen Flughafen aber Rückflug Dienstag nach Schulbeginn 3.100 – 3.800,- . Im günstigsten Fall gibt das einen Unterschied von 1.200,-. Da stellt sich dann die Frage Urlaub oder keinen Urlaub. Es ist so oder so extrem teuer. Als wir noch völlig von den Ferien unabhängig waren haben wir für den gleichen Urlaub 2.000,- bezahlt. Gut alles wird mit den Jahren teurer – aber…

    Wir arbeiten sehr hart für unser Geld (selbstständig) und wenn wir dann einen Ausgleich brauchen dann wird uns vorgeworfen egoistisch zu sein. Wir wollen aber unseren Urlaub nicht ohne unsere Kinder verbringen. Theoretisch wäre das ja auch eine lösung: Ohne die Kinder ausserhalb der Ferien zu fahren. Die Kinder irgendwo zu parken. Aber das kommt für uns überhaupt nicht in Frage.

    Ich finde es eher unmoralisch, dass die Fluganbieter in den Ferien solch hohen Preise nehmen dürfen. Das dann die Eltern fertiggemacht werden, daß sie die Schule nicht ernst genug nehmen. Haha. Wir haben außerdem die Erfahrung gemacht, daß in den Tagen um die Ferien nicht soo viel schulisch passiert. Aber mir wäre es trotzdem viel lieber wenn mein Kind nicht fehlen würde. Aber das die Familie einmal im Jahr 2 Wochen Urlaub zusammen verbringt halte ich auch für sehr wichtig, wenn wir sonst nicht so viel Zeit zusammen haben. Die Zeit wird u.a. auch mit Üben für die Schule verwendet.

    Wir haben auch der Schule bzw. Schulamt auch einiges zu bemängeln, aber das ist hier nicht das Thema.
    Den Wunsch der Eltern diese ¶glichkeit zu bekommen in so einem Fall nicht zu “schwänzen” ist oft eben nicht mit Desintersse verbunden sondern mit dieser ungerechten Preisverteilung. 1000,- hat doch keiner zu verschenken bzw. mehr um diesen Urlaub überhaupt zu ermöglichen.

    Viele Grüße
    funkymarie

  10. Tatsächlich ist in unserer Gesellschaft ein Verlust an Lebensqualität eingetreten, den ich schon langem beobachte. Als Lehrer verfüge ich über luxuriöse Zeitspielräume, die sogenannten Ferien, die ich mit regelmäßiger Nacht- und Wochenendarbeit auch verdient habe. Meine Frau dagegen hat(te) Schwierigkeiten sich von ihrem Arbeitgeber für lächerliche drei Wochen loszueisen, weil heutzutage angeblich alle so unverzichtbar sind. Tatsächlich riskieren viele Angestellte ihren Arbeitsplatz, wenn sie entsprechende Forderungen stellen. Also muss ein Familienurlaub in zwei Wochen abgewickelt werden. Bei nur zwei Wochen kann man höchstens auf zwei Tage für An- und Abreise verzichten, sonst ist der Erholungswert zur gering bzw. schon mit der Heimreise wieder verspielt. Lange Anreisen verbieten sich, also muss man fliegen, damit die Erholung und das Familienleben – aber bittschön subito! – eintritt. Flugreisen kosten viel Geld. Jetzt ist schon mal zu fragen, wer für die familienfeindliche Urlaubsmode der zwei- bis dreifachen Zweiwochenurlaube im Jahr verantwortlich ist. Vielleicht die presenteeing singles, die Arbeitgeber, die Arbeitnehmervertreter, die immer nur mehr Geld fordern, statt familienfreundliche Arbeitsorganisation, die Globalisierung, die Flugreisen-Billiganbieter, die uns glauben machen, dass Flüge von München nach Paris nur 39,00€ kosten müssen? Und ist ein Selbstständiger nicht ein Unternehmer seiner selbst? Müsste der Betreffende sich nicht eingestehen, dass seine Selbstständigkeit für eine Flugreise bzw. den angestrebten Lebensstandard nicht genug abwirft? Es gibt Flugreisen und Hotels, die ich mir trotz meiner langen Ferien nicht leisten kann. Wenn jemand ganz bestimmt die falsche Adresse ist, dann die Schulen.

  11. Ich denke die Schule müsste den Eltern und Kindern jederzeit freigeben. Familie und eigenständiges Lernen gehen vor :)
    Aber wir sind nun mal eine Pflichtgesellschaft und keine Leistungsgesellschaft – da zählt Anwesenheit.

  12. Natürlich ist Schule wichtig. Keiner läßt sein Kind einfach so beurlauben, wenn er nicht muß. Bei uns in der Schule (Förderschule) wurde meine Tochter (damals 2. Klasse) am 1. Schultag nach den Pfingsferien nicht beurlaubt, also habe ich sie am 1. Schultag nach den Ferien krank gemeldet. Ich finde es eine Unverschämtheit: die Familien haben am allerwenigsten Geld zur Vefügung und müssen punktgenau in den Ferien in Urlaub fahren und müssen dafür am allermeisten zahlen. Da ist doch was verkehrt; oder nicht? Warum können denn die Politiker nicht auch die Fluggesellschaften dazu zwingen, normale Preise zu verlangen für die Ferienflieger zu verlangen? Dann würde sich das mit letzter oder 1 Schultag zu beurlauben gar nicht erst stellen. Wir fliegen jedes Jahr in den Pfingstferien in die Türkei zu Oma und Opa, und das ist uns einfach wichtig, damit wir uns wenigsten 1 Mal im Jahr sehen! Dieses Jahr z.b., wenn wir am Freitag Abend hinliegen und am Sonntag zum Ferienende zurückfliegen, macht das einen Unterschied von mindestens 500 € aus. Wir müssen sowieseo das ganze Jahr über sparen, damit wir überhaupt diesen Verwandtenbesuch machen konnen. Mit dem Auto in den Sommerferien in die Türkei, kommt gar nicht in Frage. Für zwei Wochen rentiert sich das nicht, da muß man schon mindestens 4 Wochen Urlaub haben. Wer hat denn so viel Urlaub? Unsere 30 Tage Urlaub müssen wir schon gut genug planen, die können wir nicht nur in den Sommerferien nehmen. Es gibt genug andere Ferien, in der die Kinder auch betreut werden müssen (Hortplätze sind ja bekanntlich auch rar). Und … wer bekommt schon 4 – 6 Wochen am Stück Urlaub?

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