Internet aus der Steckdose (Technisches)

Wenn im Funknetz zu Hause die Reichweite nur noch halb so groß ist wie früher, gibt es mehrere Möglichkeiten. Auf die beste bin ich zuletzt gekommen: Nachschauen, ob nicht etwa die Antenne am Router halb herausgedreht ist, und sie notfalls wieder anzuschrauben.
Ansonsten kann man wohl eine andere Antenne kaufen, eine Funkzwischenstation einrichten, oder das Stromnetz der Wohnung bemühen.

Von Netgear gibt es zum Beispiel das “Wireless Powerline Kit WGXB102”. Das besteht aus zwei Teilen: Das XE102 steckt man in eine Steckdose und verbindet es dann mit einem Ethernet-Kabel mit dem eigenen Router. Das andere Teil, WGX102, steckt man in irgendeine andere Steckdose (die zur selben Wohnung gehört). Von dort aus funkt es dann munter zum Laptop.

Das ganze hat auch problemlos funktioniert, ganz ohne irgendetwas irgendwo einzustellen. Einstecken, es funkt, im Laptop muss man dann nur noch das entsprechende Funknetz auswählen. Das Netz ist allerdings offen, und da fangen die Probleme an. Unter 192.168.0.101 soll man laut Anleitung das WGX102 erreichen können, um Verschlüsselungsart und Passwort festzulegen.

Unter dieser Adresse meldet sich aber nichts. Und wenn man bei Google danach sucht, findet man weitere Leute, die das gleiche Problem haben. Weil ich es letztlich doch geschafft habe, will ich das hier festhalten, vielleicht hilft’s ja jemandem. Bei mir lag das Problem daran, dass das Steckdosenteil ursprünglich auf dynamische IP-Vergabe eingestellt war. Mein Router auch, und der hat demnach dem Gerät eine freie IP-Adresse zugewiesen, zum Beispiel 192.168.0.9. Das ist die Adresse, unter der das Dosenteil zu finden war, nicht 192.168.0.101. Falls das Dosenteil nicht gleich reagiert, kann man es notfalls mit ping ‑n 1000 192.168.0.101 (oder eben .9 oder was auch immer) aufwecken.Wenn man erst mal drin ist im webbasierten Konfigurationsmenü, dann kann man auf statische IP-Vergabe umstellen. (Oder man weist über den eigenen Router dem Dosenteil eine feste IP-Adresse zu. Das Gerät selber erkennt man an der MAC-Adresse.)

Jetzt muss ich das Teil nur noch in die Schule mitnehmen, im Computerraum oder Lehrerzimmer einstecken, und schauen, über wieviele Sicherungen und Schalter und Relais und so elektrisches Zeug (davon verstehe ich wirklich sehr wenig) das funktioniert. Dann habe ich Internetanschluss auch im Klassenzimmer.

5 Antworten auf „Internet aus der Steckdose (Technisches)“

  1. Kann den Erfahrungsbericht kaum abwarten – WLNA gibt’s an unserer Schule wohl aus Sicherheitsgründen nicht, aber das wäre schon ’ne Maßnahme, um auch problemlos mal eben YouTube-Film im Unterricht zu zeigen beispielsweise…

  2. Erste Rückmeldung: Ich muss das Teil einfach nur im Computerraum, im Lehrerzimmer oder an jedes andere Ethernetkabel stecken, das ich so finde – an unserer Schule sind das erstaunlich viele Fundstellen, die zum Teil nur Insidern bekannt sind. Schon habe ich WLAN, mit eigenem Passwort, eigenen Sicherheitseinstellungen, ohne einen Admin belästigen zu müssen. Das ist schon mal praktisch. Und sei es nur, wenn man bei der nächsten Lehrerkonferenz mal live ein paar ISB- oder Ministeriumsseiten auf dem Beamer zeigen will.

    (Ausnahme: Der Admin beschränkt über die MAC-Adresse die möglichen Ethernet-Clients für das Netz. Wird kaum vorkommen.)

    Ich habe bisher nur ein Klassenzimmer weit weg vom Lehrerzimmer ausprobiert, mit eingestecktem Teil im LZ. das hat leider nicht funktioniert. :-( Morgen probiere ich es aus, wenn das Teil anderswo steckt, ich melde mich dann. Weiterhin auszuprobieren bleibt noch, wie weit das WLAN reicht.

    Online habe ich viele Stellen gefunden, an denen Leute klagen, dass das Teil nach einem Jahr kaputt geht. Im Dauerbetrieb wär’s in der Schule aber wohl eh nicht.

  3. Habe gehört, dass das Netgear nicht so toll sein soll – Allnet ist mir empfohlen worden. Ich teste das und melde mich in dieser Frage. An unserer Schule wäre das eine tolle Sache…da Altbau (den Rest spare ich mir)

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