LdL und Vernetzung im Web

Wer’s noch nicht gesehen hat: Christian Spannagel beschreibt in einem Blog-Eintrag, wie sich auf beeindruckende Weise in einem Seminar zur Didaktik der Informatik LdL (Lernen durch Lehren) und Web (Twitter, Wiki, Forum, Blog), Universitätsseminar und Schulklassen, Lehrer und Schüler mischen und ergänzen.

Dafür braucht man: Plattformen zum Austauschen, Kontakte, und die Fähigkeit, mit den Werkzeugen des Web umzugehen. (Und Inhalte, die man außerhalb des Webs erwirbt. Aber als Ort und Möglichkeit des Austausches ist das Web einzigartig.)

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8 Thoughts to “LdL und Vernetzung im Web

  1. Bei der Durchführung größerer Projekte mit Internet-basierter Planung hat sich gezeigt, dass die Pluralität der Kommunikationsformen ein großes Problem darstellt. Am Schluß bilden sich kleine Grüppchen, nach Präferenzen in der Kommunikationstechnologie sortiert.
    Etwas Trost spendet dann Software, die RSS-Feeds bietet. So kann man wenigstens versuchen, in einem Feedreader den Überblick zu behalten. Das Problem dabei: Die meisten Nichtblogger kennen natürlich RSS nicht und wollen auch nichts davon wissen.
    Was also tun im Dschungel von Mailinglisten, Newsgroups, Foren, Twittergefüttere, ICQ, IRC, Jabber und Wikis und Blogs?

  2. Mein Problem ist eher, dass ich noch niemals eine Klasse gehabt habe, in der jeder Schüler Erfahrung mit einem Rechner hatte, geschweige denn einen Internetzugang. Schon deshalb kann ich zwar mein Bestes tun, dass diese Schüler wenigstens ab und zu in den Computerraum kommen und die Grundlagen von Wiki oder E-Mail kernen, aber viel mehr geht leider nicht. Ich zwinge gerade nach und nach eine 10. Klasse zu Google und dem Feedreader dort. (Es muss ein webgestützer sein, damit die Schüler von der Schule und von zu Hause aus darauf zugreifen können.)

    Für meine Schüler reicht demnach, denke ich mir, erstmal eine Plattform: Forum oder Wiki oder Blog. Wichtig ist aber, und das sieht man an Christians Beispiel oben schön, dass diese Plattform eben nicht durch Passwörter und andere Barrieren vom Rest des Web abgeschirmt ist. (Auch wenn viele das wegen Urheberrecht und Schülerschutz bevorzugen.)

  3. Meine Empfehlung: Forum. Ist am leichtesten zu Verstehen. Aber ich bin sowieso ’nen kleiner Foren-Freak.

    Übrigens: Bei uns hat jeder einen Internet-Anschluss. 10. Klasse, aber ich denke mal, dass ich der einzige bin, der RSS/Feeds kennt. Kann ich mir sonst von niemand anderem vorstellen.

  4. Pingback: Hugelgupf
  5. Undiplomatisch formuliert: Wenn keiner Ahnung hat, dann kann man die Leute auf einen gemeinsamen Standard eichen. Wenn man aber mal eine Mailingliste zu schätzen gelernt hat, dann mag man z.B. kein Forum mehr, für manche gilt das umgekehrt, und so fangen die Probleme an. Es gibt dann auch noch Leute, für die Internetkommunikation nur innerhalb von StudVZ stattfindet. Die wickeln alles darüber ab, E-Mail nein danke.

  6. In diesem Fall kommt die Wirkung nicht daher, dass die Schüler Computer verwenden würden (Zitat: „Computer haben wir im französisch Unterricht noch nicht verwendet, aber Hr. Martin hat letztens gemeint, dass er gerne welche mit einbringen will“ – http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread748.php), sondern daher, dass die Lehrer bzw. Dozenten öffentlich machen, was sie tun. Dadurch kann man sich bei ihnen melden, wenn man daran interessiert ist.
    Vgl. auch Diskussion zur Finanzkrise (http://de.wikiversity.org/wiki/Projekt:Finanzkrise2008)
    Bei Schülern unter 18 sollte man schon aufpassen, dass sie möglichst nicht identifizierbar sind; denn den Netzexhibitionismus, den sie privat betreiben, sollte man ihnen ja eher abgewöhnen.
    Aber Lehrer, die offen darstellen, was sie tun, können anderen wesentlich helfen. (@HerrRau: Ja, Sie sind gemeint.)

  7. Die Vielfalt der Plattformen sehe ich weniger als Problem an. Diejenigen Projektpartner, die tendenziell eher webaffin sind, müssen dann eine integrative Funktion übernehmen und versuchen, die Informationen in den beteiligten Systemen zu streuen (also zum Beispiel in das Forum gehen und schreiben „Schaut mal hier, da gibt es einen neuen Beitrag im Wiki“ usw.). In unserem Fall funktioniert das sehr gut. Die Schülerinnen und Schüler von Jean-Pol Martin haben ein eigenes Form. Klar, dass wir in unserem Informatikdidaktik-Seminar nicht erwarten können, dass die Schüler auf unsere Wiki-Plattform kommen. Also gehen wir zusätzlich in deren Forum. Man muss dort hingehen, wo die Menschen sind, mit denen man kooperieren möchte – so einfach ist das. :-)

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