Weihnachten bei den Raus

Es gab eine Gans. Ich wollte zuerst eine gefüllte Gans machen, weihnachtlich gefüllt, also nicht mit Äpfeln und Kastanien, sondern mit Backpflaumen und Nelken und solchem Zeug. Vielleicht sogar richtig lebkuchig? Aber dann bin ich auf diese Suche nach der perfekten Weihnachtsgans aufmerksam gemacht worden und habe mich erst mal für eine ungefüllte Gans entschieden. Lediglich ein Sträußchen Beifuß habe ich ihr zusätzlich in den Bauch gegeben, und draußenrum viel Salz. Das mit dem Beifuß halte ich für Aberglauben. Schmeckt nach nichts. Die Gans ist gut geworden. Beim nächsten Mal dann ein gefüllte, und danach die Gans mit Hefeteig-Füllung, von der in dem Blogeintrag die Rede ist.

weihnachten2008

Hier sieht man die Gänsekeulen auf den Tellern.

Zu trinken gab es zuvor Eggnogg, und damit ich das aus einem amerikanischen Kochbuch abgewandelte Rezept nicht vergesse, sei es hier festgehalten:

4 Eier trennen, die Eigelb mit einer Prise Salz verrühren und nach und nach 1/2 Tasse Zucker (100 g) unterrühren, bis die Mischung dick ist. Dann eine knappe Tasse Bourbon und Rum (deutlich mehr vom ersten als vom letzten, je nach Geschmack) zugeben, 1/3 l Milch, alles gut verquirlen.
Die Eiweiß mit einer Tüte Vanillinzucker steifschlagen, 250 ml Sahne steifschlagen (oder je nach Belieben auch halbsteif), beides zur Ei-Alkohol-Mischung geben, unterheben. (Und etwas geriebene Muskatnuss oben drauf.)

Gibt acht Gläser voll, also genug für zwei vier durstige Leute, denen es schmeckt.

7 Antworten auf „Weihnachten bei den Raus“

  1. Jamjam. Gemütlich und lecker (besonders mit den Heilig-Abend-Actionfiguren) Aber warum muss deine Frau beim Telefonieren eine Augenbinde tragen?

    Nele

  2. Das machen wir jedes Weihnachten so… ich habe gerade versucht, eine Santa-Mütze drüberzumalen, hat aber auch nicht gut ausgeschaut.

  3. Ohhhhh.…..gutes Essen und eine schöne Frau, was für ein Fest.
    Doch seh ich den Eierpunsch nicht auf dem Foto. Den haben Sie sicher erst später gelöffelt, sonst wäre das Bild ja unscharf und die Dame verwackelt.

  4. Jetzt bin ich verwirrt, weil ich meine, jenes Sofa im Hintergrund aus einem anderen Blog zu kennen. Täusche ich mich oder war ich die vergangenen Jahre treuer Leserschaft (beiderseits!) blind?

  5. Verblüffend.

    (Was ich eigentlich noch zum Ausdruck bringen will liest sich irgendwie alles doof, deswegen bleibt’s fürs erste dabei. Das Lesen wird die nächste Zeit sicher durch eine weitere Dimension bereichert. Bin grade mit Querlesen beschäftigt und damit, die beiden “Menschen, die ich kenne” (sehr große Anführungszeichen) zu verbinden.)

  6. Den Beifuß gibt man ja auch nicht in die Gans, sondern in den Bratensaft.
    Er ist auch gut für die Verdauung, denn die Gans hat ja viel Fett.
    Ich freue mich, dass es aber trotzdem geschmeckt hat.

    Ruth Patzelt

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