Schuljahresendgenörgel: Zeugnisdruck

Der Zeugnisausdruck erfolgt auf wichtigem Papier, mit blauem Rand und Wappen darauf. Daraus folgt, dass es gibt vier Möglichkeiten gibt, so ein Blatt in den Laserdrucker zu legen. Drei davon führen zu Fehldrucken. Was macht man also? Rumprobieren, bis man es hat.
Man könnte ja einen Zettel am Drucker befestigen, der den nachfolgenden Lehrern einen Tipp gibt, wie herum das richtig ist.

Das Schulverwaltungsprogramm des Todes: Etiketten mit den Zeugnis-Bemerkungen ließen sich damit schon immer nur schwer ausdrucken. Dabei ist das sogar vorgesehen. Denn für jeden Schüler gibt es einen papiernen Notenbogen, auf dem die Noten stehen, und ob der Schüler vorrücken darf, und was zu Mitarbeit und Verhalten und Anlage (also: Charakter) in seinem Zeugnis steht. Dieser Bogen wird im Lauf des Schuljahres handschriftlich ausgefüllt; die Zeugnis-Bemerkungen werden in den Rechner getippt, und damit die die ebenso dokumentiert sind, werden sie auf selbstklebende Etiketten ausgedruckt und eingeklebt.

(Digital gespeichert werden darf nichts. Neulich kam ein Schrieb, dass man noch nicht gleich zum 1.8. die alten Daten löschen muss, sondern ein bisschen warten darf. Ich weiß nicht, wie das Schulen mit nur digitalem Notenbuch handhaben. Aber Schreiben vom KM gibt es ja viele.)

An die Etiketten kommt man letztlich so: Aus dem Zeugnisverwaltungsprogramm heraus in eine Pdf-Datei drucken, von dort kopieren und mit Office umformatieren und in eine Tabelle umwandeln, daraus einen Etiketten-Serienbrief erstellen. In der zehnten Klasse sind die Bemerkungen dank der neuen Englisch-/Französisch-/Lateinregelung schon mal 120 Wörter lang. Schriftgröße 6 pt – wir werden in Zukunft wohl größerer Etiketten oder eine Extraseite im Notenbuch brauchen.

— In other news: Teacher is suspended for jibe on Facebook about her class. Immerhin bei vollem Gehalt, bis die Sache geklärt ist. (Via rip.) Dabei hat sie gar nichts so Schlimmes über die Klassen gesagt. Immerhin, die Frage, was Lehrer über ihre Schule, Schüler, Schulleitung sagen dürfen, interessiert mich ebenso wie die, was Schüler sagen dürfen.

3 Antworten auf „Schuljahresendgenörgel: Zeugnisdruck“

  1. Bei uns werden Zeugnisbemerkungen direkt mit draufgedruckt. Zeugnisse werden in einem durchgedruckt, in einem Drucker, der das Papier automatisch umdrehen kann. Der war zum Halbjahr kaputt, deswegen hätte es fast keine Zeugnisse gegeben – schlechte Schüler würden mich für meine helfende Hand hassen, wenn sie gewusst hätten, dass ich das war :D

    Naja, zum Ende des Jahres gab es Chaos mit Zeugnisbemerkungen. In der Datenbank, für nicht technik-affine: In der Zeugnis-Software eingegeben, wurden sie auf anderen Zeugnissen als geplant ausgedruckt. Meine Webteam-Mitarbeit war bei meinem Sitznachbarn gelandet, und einer aus meiner Klasse konnte plötzlich Griechisch. Manchmal war man auch in der 10c statt in der 10d; tja, da wird man hin- und herversetzt wie ein wilder.

  2. Das mit dem Einlegen kommt auf die „Architektur“ des Druckers an. Prinzipiell aber: Zettel an den Drucker, das hilft auch den nicht so technikaffinen Kollegen ;-) (Für einen Probedruck reicht ja ein Versuch, wenn man sich merkt, wie man das Papier eingelegt hat.)

    @other news: Ich find nicht dass sich die Lehrerin verwerflich verhalten hat. Die Suspendierung klingt im Kontext eher nach planlosem Aktionismus, anstatt das Ursprungsproblem (nämlich die offenbar schlechte Situation an der Schule) zu beheben. Ob die Aussage klug war, sei jetzt mal dahingestellt.
    Ich denke, beide Seiten (Schüler & Lehrer) reden unter ihresgleichen ziemlich offen und deutlich über die jeweils anderen – inwieweit das öffentlich geschehen darf (gerade in Hinblick auf spickmich & Co.)… darüber muss man diskutieren. Ich beziehe solche Infos lieber im privaten Gespräch ;-) Da kann man einschätzen, ob das Problem allgemein oder doch eher persönlich ist. Wer sich in der Öffentlichkeit allerdings auch gerne positiv beschreiben lässt, der muss auch mit (sachlicher!! – ich weiß, das ist nicht definiert) Kritik in der Öffentlichkeit einverstanden sein. Und zwischen Lehrer und Direktorat ist das ohnehin wie zwischen Angestelltem und Chef – da möge man sich in der Öffentlichkeit sehr zurückhalten.
    (Es gibt ja sicher an jeder Schule den Fall, dass Kinder von Lehrern dort Schüler sind. Ich stelle mir das auch nicht gerade leicht vor, wenn ein solches Kind mit einem anderen Lehrer ein Problem hat – und zwar aus Sicht beider Lehrer. Und das ganz ohne Öffentlichkeit.)

  3. So, heute wieder ein direkt netter Tag an der Schule. Projekttag der SMV, das heißt, Schüler haben sich (vor ein paar Wochen) als Projektleiter eingetragen, die anderen Schüler haben sich dann Projekte zur Teilnahme ausgewählt. Lehrer sind nur zur Aufsicht da. Die Qualität und Durchführung der Projekte schwankt sehr; manchmal ist so wengi vorbereitet, dass gar nichts läuft. Aber die Schüler, bei denen ich heute war, haben ihre Sache gut gemacht. (Tanzen.)

    Zeugnisse: Die Zeugnisse werden bei uns auch auf einmal gedruckt, aber die Notenbögen nicht, die ja – anders als die Zeugnisse – als Dokument an der Schule verbleiben.

    Other news: Sehe ich auch alles so.

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