Die Gymnasiallehrer und die anderen, und das Akademische

By | 10.7.2011

Der Verband Bildung und Erziehung startet eine Initiative gegen soziales Ranking im Lehrerberuf. Ranking ist ja immer schlecht, gerade in der Bildung, und wenn es dann auch noch sozial ist, muss das besonders schlimm sein. Es geht darum: die Lehrer mancher anderer Schularten sollen nicht länger weniger verdienen als Lehrer am Gymnasium. Die Sinnhaftigkeit des ganzen bestätigt ein Gutachten, das eben dieser VBE in Auftrag gegeben hat. (Der VBE organisiert vor allem Lehrer dieser anderen Schularten.)

Diese Pressemitteilung des VBE werde ich vielleicht mal im Unterricht Schülern vorsetzen, weil die sprachliche Manipulation darin so interessant ist. Das beginnt mit dem irreführenden Titel und setzt sich gleich fort mit dem Vergleich mit dem Kaiserreich und der anschaulichen Reduktion der Unterschiede zwischen Schülern der verschiedenen Schularten auf die Schuhgröße. Dazu der knackige Slogan: „Lehrerarbeit in den unterschiedlichen Schulstufen ist nicht gleichartig, aber gleichwertig.“

Das ist ein heikles Thema, das auch in dem Lehrerforum, in dem ich mich herumtreibe, stets zu heftigen Diskussionen führt, wenn es denn mal angeschnitten wird. Meine prinzipielle Meinung: Ich habe nichts gegen eine differenzierte Bezahlung für Lehrer. Fragt sich nur, nach welchen Kriterien differenziert wird – neben Schularten gibt es ja noch mehr Möglichkeiten – und ob das in einem Beamtenapparat sinnvoll möglich ist.

Was soll das erst einmal heißen, dass eine Arbeit „gleichwertig“ ist? Wann ist eine Arbeit gleichwertig? In unserem System wird sicher nicht danach bezahlt, wie schwer eine Arbeit ist. Viele Leute arbeiten hart und verdienen wenig Geld. Stattdessen zählen zum einen Angebot und Nachfrage. Es gibt mehr Grundschullehramtsstudenten und -innen, allerdings auch mehr Grundschulstellen als bei Gymnasiallehrern. Wovon gibt es denn anteilig jeweils mehr? Die zentrale Steuerung durch die Ministerien verhindert allerdings, dass Angebot und Nachfrage wirklich zum Tragen kommen.
Zum anderen spielt die Ausbildung eine Rolle bei der künftigen Bezahlung. Wie schwer ist die Ausbildung und wie lange dauert sie? Die Mindestausbildungszeit unterscheidet sich bei den verschiedenen Schularten um bis zu 25%. Zugegeben, ich weiß nicht, wie realistisch diese Semesterzahl ist – ich habe deutlich länger studiert, andere sicher auch. (Bei Sprachenlehrern waren zwei zusätzliche Semester Auslandsaufenthalt ohnehin üblich.)
Und zuletzt, aber das halte ich für kein überzeugendes Argument, wird nach Verantwortung bezahlt: Gymnasiallehrer gewähren den allgemeinen Hochschulzugang. Dann könnte man auch sagen: noch mehr Verantwortung gibt es in den ersten, prägenden Schuljahren.

Tatsächlich ist es ja bereits so, dass sich die Bezahlung der Lehrämter gerade in einem Prozess der Anpassung befindet. Früher wurden Gymnasiallehrer zwischen A13 und A15 bezahlt, jetzt ist es zwischen A12 und A14, spätestens nach der Diensrechtsreform. Aber wenigstens verdienen wir dann alle gleich wenig. Denn darum geht es ja. Gymnasiallehrer und Grundschullehrer werden beide nicht schlecht bezahlt, Referendare ausgenommen. Aber die einen kriegen mehr und bilden sich etwas auf sich ein (möglichweise auch deshalb), und die anderen kriegen weniger und fühlen sich zurückgesetzt.

Ich weiß jedenfalls, warum ich viel Gehalt verdiene: weil ich zwei Jobs mache. Zwei für den Preis von, sagen wir, anderthalb: Ich sehe mich als Akademiker und als Pädagoge. Da kommen meine Ansprüche her. (Nicht dass meine Ansprüche irgendjemand interessieren, aber sie erklären die Frechheit, mit der ich mich hier präsentiere.)

Natürlich habe ich keinen Doktor und treibe keine Forschung. Und ich bin Deutschlehrer und nicht Germanist. Aber ich war ein guter Student, ich bilde mich weiter, ich interessiere mich immer noch für meine Studieninhalte, und ich kenne die Methodik meines Faches.
Deshalb stört es mich sehr, wenn ich – gelegentlich – mitkriege, dass Kollegen kein Interesse an fachlichen Inhalten haben. Oder wenn ich als Begründung höre: „Das steht so im Buch“ oder auch: „Das steht so im Duden“ – das stört mich, weil ich weiß, wie solche Dinge in das Schulbuch oder in den Duden kommen, und dass es meist mehrere Möglichkeiten gegeben hätte, etwas ins Buch zu tun, und dass es prinzipiell Leute wie ich sind, die solche Bücher schreiben. Und ich bin ja auch nicht fehlerfrei. Natürlich bin ich kein Lexikograph, bin absolutes Juniormitglied jeglicher akademischer Welt. Aber ich kenne verschiedene Grammatikmodelle, weiß, warum es wichtig ist, zwischen „Vergangenheit“ und „Präteritum“ zu unterscheiden, kenne den Unterschied zwischen tense und aspect und versuche gelegentlich, Schülern diesen zu vermitteln. (Das machen Schulbücher nie, warum eigentlich nicht?) Ich weiß, dass didaktische Reduktion notwendig ist, halte es aber trotzdem für einen Fehler, wenn mein Deutschbuch von Infinitivsätzen spricht. Ich halte mich andererseits auch nicht an gymnasiale Deutschlehrerregeln wie die, dass man Farbadjektive nicht steigern kann. Es schüttelt mich, wenn ich Kettenrechnungen wie diese sehe: 92-8=?-23=?-11=?-30=? oder wenn eine Aufgabe lautet, alle Rechtecke anzumalen, Quadrate aber nicht dazu gerechnet werden. Ich kann wissenschaftliche Arbeiten verfassen und darin Neues sagen. (Zumindest als Literaturwissenschaftler. Als Sprachwissenschaft, der ich doch stets eher war: nein. Mathematiker und Naturwissenschaftler haben es da noch schwerer, denke ich.)

Ich weiß, das ist alles ziemlicher Kleinkram. Und nichts Besonderes. Vielleicht bleibt nur das Hinterfragen von Methoden und eben auch Inhalten auf Basis gesunden Fachwissens als Kriterium übrig. Aber ich halte es aus mehreren Gründen für sinnvoll, Lehrer einen akademischen Beruf sein zu lassen. Egal in welche Schulart.

Vielleicht ist das auch Generationensache. Hatten die Lehrer in der Generation vor meiner auch einen akademischen Anspruch in irgendeiner Form, oder hat es da für das Selbstbild noch gereicht, Ober-, Oberst-, oder normaler Studienrat zu sein? Wie sieht die Generation nach meiner das – wollen die Akademiker sein oder nicht? Oder wollten das Lehrer noch nie, und es ist bloß wieder meine unrepräsentative Sicht?

12 thoughts on “Die Gymnasiallehrer und die anderen, und das Akademische

  1. Dirk

    Ich kann nur sagen: full ACK.
    Diese Diskussion macht mich auch immer ratlos: Überall sonst ist doch klar, dass einen guten Teil der Bezahlung die Qualifikation ausmacht. Und auch wenn ich nicht bestreiten will, dass andere Lehrerberufe genauso, eher noch höher belastend sind als der Gymnasiallehrer: Die Qualifikation an der Uni st nach meiner Erfahrung deutlich höher. Ich will niemanden beleidigen, aber bei vielen meiner Kommilitionen von der PH, die ich im Wohnheim um mich hatte, hätte ich Zweifel, dass sie dasselbe geschafft hätten wie ich es an der Uni musste.
    Zuerst war ich als junger Lehrer noch verärgert, dass ich kaum etwas von den Uniinhalten konkret anwenden konnte, weil das alles doch viel zu hoch war, so sind mir inzwischen meine akademischen Fertigkeiten und Kenntnisse sehr wichtig geworden: Ich weiß in einigen Feldern SEHR viel mehr, als ich meinen Schülern beibringen muss, und habe sehr fundierte Fertigkeiten, neue Wissensgebiete zu erschließen und einzuordnen.
    Aber die Politik ist ja wohl offensichtlich dabei, dieses Ausbildungsniveau abzusenken: Gymnasiallehrer sollen als Lehrer gelten, nicht als Akademiker. Ein Ärgernis.

  2. Herr Rau Post author

    Es gibt allerdings auch einige Gymnasiallehrer, die fast stolz darauf sind, dass sie wenig von dem brauchen können, was sie an der Uni gelernt haben. (Dass ich Kommilitonen hatte, die schon im Studium so dachten, habe ich erst zum Abschluss mitgekriegt.) Die verderben natürlich die Preise für alle.
    Ich würde gerne mal an einer Grundschule kospitieren. Ich denke, dass da gutes akademisches Wissen ebenso hilfreich ist. Und warum Gymnasiallehrer automatisch A14 werden und Realschullehrer nicht, erscheint mir tatsächlich auch fragwürdig.
    Insgesamt: ja, auch aus Kostengründen, denke ich, sieht man Lehrer gerne wieder weniger als Akademiker.

  3. Thomas Kuban

    Wollte ja nichts schreiben, weils so spät ist und das für mich auch immer ein Reizthema ist, aber…:D…bisschen stänkern.

    Zum Thema Qualifikation: In Würzburg, wo ich studierte, gab es zwar den Unterschied vertieft-nicht vertieft, aber die Seminare standen allen offen. D.h. es gab für mich als angehender Realschullehrer nicht spezielle Veranstaltungen, geschweige denn eine eigene Hochschule neben der „normalen Uni“.
    Ich ging also in dieselben Veranstaltungen, die meine zukünftige Frau besuchte (nicht wegen ihr…:D..naja, nicht nur) und wurde von denselben Professoren geprüft.

    Und ja, ich habe ein gutes Examen abgelegt und ja, ich weiß auch mehr als meine Schüler – wahnsinnig viel mehr, auch mehr als manche Kollegen – sogar mehr als manche Kollegen meiner Frau. Und wenn ich mich aus dem Fenster lehne, so würde ich meinen, dass ich die Schüler meiner Frau unterrichten könnte, ohne dass es groß auffallen würde (im direkten Vergleich natürlich schon, weil sie schlauer ist).

    Und dennoch gibt es (Thomas mag mich berichtigen, wenn das mit der Reform auch weggefallen ist), am GYM die automatische Beförderung von A13 zu A14, eine geringerere Wochenarbeitszeit und eine stärkere Lobby. Dagegen gibt es das als Realschullehrer nicht (auf die Feinheiten der Dienstrechtsreform will ich mal nicht eingehen).

    Das also kanns nicht sein. Ich kenne nämlich auch äußerst kluge und gebildete Hauptschullehrer.

  4. Thomas Kuban

    Gut, ich hätte sagen sollen, dass meine Frau auch am Gym unterrichtet.

    Und ich habe so lange zu Formulieren gebraucht, dass sich das mit dem vorangegangenen Beitrag überschnitt ;).

  5. DrNI

    Warum verdient wer wie viel? Alle reden von dem „Arbeitsmarkt“ und doch ist es kein Markt, sonst müssten die Jobs mit dem höchsten Einsatz, z.B. auf dem Bau, am besten bezahlt werden. (Einen richtigen Arbeitsmarkt gäbe es erst mit dem bedingungslosen Grundeinkommen, denn dann wäre niemand mehr gezwungen, schlecht bezahlte schlechte Arbeit anzunehmen.)

    Geht es also bei der Bezahlung nach Bildungsabschluss? (Schönes Wort, als gäbe es ein Ende der Bildung.) Tendenziell schon. Nur macht die öffentliche Hand da nicht mit, weder bei Lehrern noch bei Wissenschaftlern. Der Unterschied ist wohl, dass man als Lehrer weniger leicht in die Wirtschaft gehen kann, an die die Wissenschaft ja die meisten guten Leute verliert.

    Sollte man also lieber nur nach Leistung bewerten? Das stelle ich mir zum einen schwierig zu messen vor, zum anderen ist sowas nicht gut für das Arbeitsklima. In Firmen lässt man dann ja die Leute sich gegenseitig bewerten (und sich bei Personalüberschuss damit gegenseitig abschießen).

  6. Maria

    Auch an meiner Uni gabe es keine gesonderten Veranstaltungen für vertieft bzw. nicht vertieft studierende (oder zumindest kaum). Da saßen angehende Gymnasiallehrer mit Magisterstudenten, aber auch künftigen Real- und Grundschullehrern im gleichen Seminar und wurden von den gleichen Dozenten geprüft und beurteilt.

    Ein Professor drehte die Logik dann auch glatt um und meinte (auf die Frage warum für Grundschullehramt Alt- und Mittelhochdeutsch – auch wieder zusammen mit Magister und Gymnasiallehramt – belegt werden muss) das sei nötig, weil man sein Hauptfach nunmal vertieft studieren müsse und schließlich auch später entsprechend bezahlt werden wolle wie jemand, der studiert hat.
    (Interessant ist, dass so mancher Magister-Student im Laufe seines Germanistikstudiums weniger Alt- und Mittelhochdeutsch-Seminare belegt hatte als ein Grundschullehramt-Student.)

    Hin und wieder habe ich mich während des Studiums gefragt, warum reine GS-Seminare nicht ein wenig wissenschaftlicher und dafür weniger spielerisch gestaltet werden (Ich sag nur Gordischer Knoten im Innenhof der Uni!).
    Auf der anderen Seite habe ich mich oft gewundert, weshalb ein Gymnasiallehrer sich im Laufe seines Studiums wohl kaum pädagogisches oder psychologisches Wissen aneignen muss.

  7. Kollege

    Prof. Dr. Christoph Gusy, auf dessen Gutachten sich der VBE beruft, ist Jurist.
    Sein Kernargument lautet (zitiert von der Homepage des VBE):

    „Dies zeigt sich am Wandel des Schulauftrages:
    * Vermittlung von Schlüsselqualifikationen (soft skills),
    * Integrationsleistungen hinsichtlich von Schüler/innen mit Migrationshintergrund,
    * integrativer Unterricht auch für behinderte Schüler und
    * Bewältigung von Heterogenität in Schulen und Klassen
    zeigen, dass der Schulauftrag sich nicht mehr hauptsächlich an der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte orientiert. Vor diesem Hintergrund erscheint es zumindest sachwidrig, wenn nicht gar willkürlich, auch in Zukunft allein die Frage nach den vermittelten Bildungsinhalten zum Anknüpfungspunkt unterschiedlicher Lehrerbesoldung zu machen.“

    In meinem Mathematik- und Physikunterricht am Gymnasium spielen die genannten Punkte jedenfalls eine völlig untergeordnete Rolle. Worauf es fast ausschließlich ankommt, ist die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte. Ich nehme an, dass das in den meisten anderen Fächern genauso ist.

  8. Frau Weh

    Schwieriges Thema.

    Ich unterrichte an der Grundschule. Im Religionspädagogikstudium habe ich Altgriechisch und Hebräisch belegen müssen, aber kein Seminar, das den Studenten vermittelt hätte, wie man Kindern das Theodizeeproblem erklären könnte. Ich habe einen Musikabschluss gemacht, der auch als Konzertexamen hätte durchgehen können, hatte aber nur ein Semester Liedbegleitung. So viel akademisches Wissen, so wenig Praxis, um Sechs- bis Zehnjährige zu unterrichten? Warum?

    Nach nun 10 Jahren in der Schule sage ich ganz klar, dass der wissenschaftliche Anspruch, dem zumindest ich in meinem Studium begegnet bin, sowohl meiner persönlichen Bildung als auch der Bildung meiner Schüler zugute kommt. Es gibt viel zu viele mangelhaft gebildete Lehrkräfte, besonders im Grundschulbereich. Dazu kommt noch das Problem der Quereinsteiger.

    Gerade in der Primarstufe, in der die Kernkompetenzen des Lernens vermittelt werden sollen, müssten topp(aus)gebildete Lehrer her! Und natürlich empfinde ich manchesmal die geringere Bezahlung als Hohn angesichts der täglichen Belastung und der immensen Verantwortung, die man trägt, wenn man eine zutiefst heterogene Klasse unterrichtet. Bei uns sitzen sie alle, egal ob Förderschüler, zukünftiger Gymnasiast, Real- oder Hauptschüler.

    Die volle Stelle beträgt 28 Unterrichtsstunden. Mit den wöchentlich stattfindenden Konferenzen, Stufenkonferenzen, Vor- und Nachbereitungszeiten und Elterngesprächen, die bei uns ja sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, komme ich durchschnittlich (Ferien außen vor) auf ca. 52 Arbeitsstunden. Natürlich würde ich mir A13 wünschen.

    Und Hospitationen sind jederzeit möglich. Besonders gerne im Musikunterricht, Herr Rau! :-)

  9. barbara

    Au ja! Bitte der Einladung zur Hospitation des Musikunterrichts folgen, Herr Rau!

  10. Herr Rau

    „Gerade in der Primarstufe, in der die Kernkompetenzen des Lernens vermittelt werden sollen, müssten topp(aus)gebildete Lehrer her“
    Volle Zustimmung.

    Hospitation: zugeschaut habe ich schon zweimal. Macht ein einzelner Tag Sinn? Wohl schon, dann lasse ich mir mal einen Tag freigeben. Ich will dann aber keine Kettenrechnung auf einem Arbeitsblatt sehen.

  11. Frau Weh

    Naja, ein Tag ist immer nur ein Ausschnitt. Gerade im Primarbereich arbeitet man mit sehr langfristigen Zielen und kleinschrittigen Einheiten. Aber wir haben sehr häufig Besuch aus dem Gymnasium da. So langsam schwappt die Erkenntnis hinüber, dass vielleicht die ein oder andere über vier Jahre trainierte Methode auch für den Sekundarbereich interessant sein könnte.

    Kettenrechnung gibts bei Musik eher selten, aber wir haben schon mit Würfeln komponiert ;-)
    Siehe Mozart, KV Anh. 294d: Anleitung so viel Walzer oder Schleifer mit zwei Würfeln zu componiren so viel man will ohne musikalisch zu seyn noch etwas von der Composition zu verstehen

  12. werner

    Leider gilt im Schulbereich eben nicht immer Angebot und Nachfrage, sondern ein 100 Jahre altes Standesrecht: Höherer und gehobener Dienst. Da ist es egal, ob alle Lehrer mittlerweile einen Masterabschluss und eine vergleichbare Ausbildungslänge haben. Es ist einfach billiger einer bisher schon privilegierten Gruppe (Gymnasium und BK) mit A13 bis A15 zu besolden und die Masse der anderen Grund- und Hauptschul- und Sek I Lehrer A12 ohne große Beförderungschancen abzuspeisen. Die Gymnasiallehrer sind ja daran nicht direkt schuld, der Philologenverband will nur keine Angleichung, weil dann vermutlich die guten Beförderungsmöglichkeiten verschwinden werden. In der Lehrerausbildung sind die Unterschiede noch krasser. Ausbilder im Grundschul- und Sek I bekommen A12, die Gymnasialen A15 für im Grunde die gleiche Arbeit, ein Skandal.

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