Ein bayerisches Gymnasium in Hamburg – oder umgekehrt

Auf der Fortbildung neulich waren recht viele Leute, die mit Computern umgehen können, und die auch digitale Medien ausgiebig nutzen. Aber es waren keine Contentersteller. Das heißt: Inhalte für die Schüler und den Unterricht natürlich schon, da sind Lehrer ja echte Hochleistunginhalteersteller. Aber wenig Produktion im Web, wenig Kommunikation mit Unbekannten – über Blogs oder auch nur Twitter. Einige Mal habe ich versucht, den Reiz von Twitter zu erklären, obwohl ich selber ja nur ein mäßig häufiger Twitterer bin. Am letzten Tag beim Mittagessen gab es ein schönes Beispiel: Kollege Daniel machte eine Bemerkung, die kurz, witzig, kreativ war und Möglichkeiten eröffnete – also habe ich daraus mit seiner Erlaubnis einen Tweet gemacht:

So wie es Deutsche Schulen im Ausland gibt – warum nicht auch, sagen wir, ein bayerisches Gymnasium in Hamburg?

Da steckt eigentlich schon alles drin, aber weil Tweets flüchtig sind und ich den Gedanken festhalten möchte, formuliere ich mir das auch noch einmal fürs Blog aus.

Man könnte doch in Hamburg ein bayerisches Gymnasium eröffnen, mit bayerischem Lehrplan und bayerischen Regelungen, und bayerischen Lehrkräften. Klar würde man auch spielen damit, Weißwurstfrühstücke und Brezen organisieren. Als Abschluss dieser staatlich anerkannten Schule gibt es dann das bayerische Abitur. Anerkannt wird das ja auch in Hamburg, wie ja die Abiture der Länder gegenseitig anerkannt werden. Das einzige Problem, das ich dabei sehe, besteht darin, dass der Schulwechsel erschwert wird, weil es vielleicht nur wenige bayerische Gymnasien in Hamburg gibt. Überdenken müsste man allerdings die Übertrittsbedingungen zwischen Grundschule und Gymnasium.

Und natürlich gilt das auch andersherum. Hamburg habe ich genommen, weil das so weit weg von Bayern ist – es kann in Bayern ja dann auch Hamburger Schulen geben, und Hessische und und Thüringische. Dann können die Eltern entscheiden, was sie wollen.

Tagged: Tags

One thought to “Ein bayerisches Gymnasium in Hamburg – oder umgekehrt”

  1. Oh ja. Das wäre dann die intellektuelle Form des alten ZDF-Mehrteilers „Zwei Münchner in Hamburg“. Das war damals schon unerträglich. Ich wäre ja mehr für ein Spätzle-Gymnasium an der Mecklenburger Seenplatte. Die Ost-West-Achse kommt immer zu kurz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.