Schnelle Prüfung in Informatik (Sequenzdiagramme lesen, Klassendiagramme erstellen)

Wer eine kurze schriftliche Prüfung für die 10. Jahrgangsstufe braucht – mir gefällt diese Aufgabenform gut:

Zeichne so klein, dass dein Nachbar es nicht lesen kann, aber trotzdem sauber und leserlich, die erweiterten Klassenkarten zu den Klassen KUNDE, ZENTRALE und TAXI. (Du erkennst sicher selber, welches Objekt im Diagramm zu welcher Klasse gehört.) Nutze nur die Information im Diagramm.

sequenz_taxizentrale_klein

Macht insgesamt drei Klassen und sechs Methoden, für jede richtige Methode gibt es drei Punkte (Bezeichner, Argumente, Rückgabetyp). Bonuspunkte, wer Referenzattribute auch noch einzeichnet. Eine besondere Schwierigkeit stellt der nicht-primitive Rückgabetyp TAXI dar; die müssen natürlich vorher bekannt sein.

Ein häufiges Missverständnis bei Diagrammen besteht darin, dass man die Methoden den falschen Klassen zuordnet. In der ersten Zeile bestellt der Kunde bei der Zentrale ein Taxi. Die Methode bestellen gehört jetzt aber keinesfalls zur Klasse KUNDE, sondern zur Klasse ZENTRALE. Der Kunde ruft die Methode auf, aber es ist eine Methode der anderen Klasse. Auf dem Hinweg bedeuten die Pfeile stets Methodenaufrufe, auf dem dazu gehörenden Rückweg sind es Daten (oder void) als Antwort.

Das Beispiel haben Lehrer in einem Workshop erstellt („Beitrag Gruppe 8 Thema 4“, mehr weiß ich leider nicht mehr). Ich habe es allerdings modifiziert und korrigiert.

Nachtrag: Der Workshop war wohl zum Buch Informatik 3 (Klett-Verlag) von Hubwieser, Spohrer, Steinert, Voß. Denn im Beispiel und einer Aufgabe darin geht es um Autovermietung, und die Workshop-Lösung orientiert sich daran.

— In der Stunde zuvor hatte ich das mit den Schülern wiederholt:

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

5 Antworten auf „Schnelle Prüfung in Informatik (Sequenzdiagramme lesen, Klassendiagramme erstellen)“

  1. Tolle Idee!

    Anregung: Ich fände ein Beispiel besser, das ein reales Problem modelliert. Sowohl das Video als auch der Screenshot zeigen einen Fall, in dem der Bezug zu einem IT-System nicht offensichtlich ist. Statt Kunde und Taxi könnte man vielleicht einen Benutzer und ein Online-Banking-Konto verwenden.

  2. Zu deiner Anregung: Da hast du vielleicht recht. Ich merke allerdings, dass ich immer wieder – und bewusst – Beispiele nehme, bei denen kein unmittelbarer IT-System-Bezug da ist. Regisseure, die Anweisungen an Schauspieler schicken. Ein guter Teil meiner Aufgaben beginnt: „In einem Computerspiel soll es … geben“, und das sind dann Taxis und Kunden und Ritter und Pferde oder Märchenfiguren.

    Es würde mich interessieren, ob das didaktisch etwas bringt, mit solchen erzählerischen Bildern zu arbeiten (das Hamster-Modell ist ja letztlich auch so etwas), oder ob das eher falsche Vrostellungen hervorruft.

  3. Das finde ich in Ordnung. Computerspiele haben einen stark motivierenden IT-Bezug. Da wird es dann auch sicher Klassen für Taxis und Kunden geben, wenn es etwa eine Simulation für Taxifahrer ist, die programmiert werden soll.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.