Deutsch, 8. Jahrgangsstufe, Version 1

Wenn der Beamer funktioniert hätte, hätte ich heute gerne das meiner 8. Klasse gezeigt, so musste der Monitor reichen:

deutsch_8

Das ist der Stoff der 8. Jahrgangsstufe im Fach Deutsch in Bayern am Gymnasium, so ungefähr jedenfalls, und laut Lehrplan. Die Größe der Kreise gibt ungefähr an, wie umfangreich das Thema ist, aber nur andeutungsweise – manche Kreise sind halt so groß, damit die Wörter noch hineinpassen. Außerdem kann jeder Lehrer selber Schwerpunkte setzen, und ich habe mir noch nicht gründlich überlegt, wo meine liegen. Die Striche geben an, welche Themen mit anderen in Beziehung stehen; natürlich könnte man davon noch mehr einzeichnen, aber das sind die wichtigsten. Für Erörterung ist mir nichts Gutes eingefallen, und die Medien habe ich hineingeschmuggelt, auch wenn das im Lehrplan nicht explizit steht, weil ich doch Little Brother lesen will.

Die blauen Kreise sind im aktuellen Schuljahr schon erledigt. (Andere Kreise so halb, weil man die immer wieder mal macht.) Meine Klasse habe ich heute gefragt, wo ich weiter machen soll – Barock, Dialekt, Sprachgeschichte, Lektüre (zum Barock). Da gibt es nämlich viele Möglichkeiten, anders als beim Englischunterricht, wo die Vokabeln aufeinander aufbauen, aber ähnlich wie bei Informatik in der 10. Klasse, wo sich das eventuell auch machen lässt. Die Mehrheit will – Kunststück – bei der Lektüre weitermachen.

Bei Gelegenheit (bin aber gerade sehr beschäftigt) baue ich diese Karte mal aus, mit kleinen Fachbegriff-Satelliten um die wichtigen Punkte. Die Idee, die Schüler daran zu beteiligen, wie es weiter gehen soll, gefällt mir – die Verbindungen sorgen ja ohnehin für eine gewisse Struktur.

4 Antworten auf „Deutsch, 8. Jahrgangsstufe, Version 1“

  1. Der Lehrer in mir fragt: „Das war ja eine Schweinearbeit. Wie lange hast du dafür gebraucht?“ Der Tüftler in mir fragt: „Mit welchem Tool du die schöne Übersicht zustande gebracht?“
    Das Konzept, die Schüler die Progression bestimmen zu lassen, ist sehr reizvoll. Vor allem in der Oberstufe in Englisch könnte man sich so einiges Kopfzerbrechen sparen. Ich sitze da schon das eine oder andere Mal am Schreibtisch und zögere bei der Themenwahl, weil ich Angst habe, mit zuviel politischen Themen auf einmal einen gewissen Teil der Leute schlichtweg zu vergraulen. Auf der anderen Seite gibt’s bestimmt Kurse, die genau so etwas wollen: Sich gerne durch mehrere ähnliche Themenblöcke, die aufeinanderfolgen, ein Überblickswissen verschaffen, um die Bereiche gezielt zu vergleichen (z.B. Einwanderung in England, USA, Irland etc).

  2. Mit welchem Tool… das war einfach Libre Office Draw. Klar, bei richtig großen Projekten könnte man das mit einem Programm zum Entwerfen von Graphen machen, wo man nur die Knoten (und die Knotengröße) und Verbindungen angibt, die Orientierung übernimmt dann das Programm. Richtig Hardcore hieße wohl, mit LaTeX zu arbeiten.

    Das Diagramm dient einmal als grober Überblick über das Schuljahr, auch um das Neue einordnen zu können, und lässt die Schüler wenigstens ein bisschen mitspielen. Vielleicht fühlen sie sich dann ja auch ein bisschen mehr verantwortlich.

  3. Hm…LaTeX halte ich für eine mittel gute Idee. Wenn man das hinbekommt, sieht es sicher toll aus. Aber bei LaTeX müsste man Knoten, Knotengröße, Knotenposition (zumindest relativ zu einem anderen Knoten) und die Verbindungen alles extra und händisch definieren. Noch da zu ist das Zeichen Tool TikZ relativ umständlich. Ich vermute für kleine Projekte ist ein WYSIWYG besser für größere ein system, dass die Größe und die Anordnung über einen simpleren Modus bestimmt als LaTeX. So schön das nämlich zum schreiben ist, so fummelig ist es doch für Grafiken..

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