#ManicureMonday, und zur Beantwortung der Frage, ob Frauen schlecht in Mathe sind

Seventeen ist eine amerikanische Mädchenzeitschrift, die ich nicht weiter kenne. Aber jeden Montag gibt es dort wohl den Twitter-hashtag #ManicureMonday – wo die Leserinnen des Magazins Bilder ihre gestylten Fingernägel zeigen können.

Letzten Montag – habe ich bei Slate gelesen, woher ich auch schamlos die Links kopiere – haben einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen Hashtag gekapert und ihrerseits Bilder gepostet: von Fingern mit Fingernägeln, gerne auch fein manikürten, die Dinge damit tun:

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Auch bei Slate gefunden: Vor einiger Zeit wurde eine Präsentation der Informatikerin Terri Oda gezeigt zur Frage, ob Frauen wirklich schlechter in Mathe sind:

Ich habe die Präsentation mal auf Deutsch übersetzt (CC-BY-SA), falls sie jemand benutzen möchte.

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In der Vorlesung heute ging es dann auch darum, dass Schülerinnen nicht genug Informatikerinnen als Vorbild haben. Ich habe mal Marissa Mayer vorgestellt und Bilder von ihr gezeigt. Die schicken, für Vogue und Glamour gemachten Bilder sind natürlich wieder auf andere Weise problematisch – jetzt müssen die Mädchen nicht nur Informatikerinnen werden, sondern auch noch ausschauen wie eben aus Vogue und Glamour.

(Am Schluss habe ich den Studierenden noch Bilder von Informatikerinnen gezeigt, die ich persönlich oder übers kenne. Mit Ukulele bei Youtube, auf dem Wahlplakat der Piraten, oder mit Plüsch-Rentiergeweih und roter Weihnachtsaufstecknase. Dabei hatte ich vorher extra noch gesagt, dass das nerdige Image der Informatik vielleicht abschreckend wirken könnte.)

7 Antworten auf „#ManicureMonday, und zur Beantwortung der Frage, ob Frauen schlecht in Mathe sind“

  1. Moment… da wurden Videos von mir in irgendwelchen Vorlesungen gezeigt?!? Ich geh mal kurz nachträglich Lampenfieber haben.

  2. Vorlesung Fachdidaktik Informatik, ja… ich habe aber nur einen Youtube-Screenshot gezeigt, nicht den ganzen Clip. Den dürfen die selber suchen, wenn sie wollen. (Ich rechne mal nicht damit. Kein einziger Twitterer oder so dabei.)

  3. Vielleicht ist das Problem den “Schlechterseins” einfach nur das der eigenen und der äusseren Erwartungshaltung.
    Die aktuelle Diskussion von Diskriminierung von Jungs in der Schule geht ebenso in diese Richtung.
    Und wenn das wahr ist, dann verlieren wir auf diese Art unnötig viele zukünftige, männliche wie weibliche, Leistungsträger.
    Da wir uns das, nach Definition der Bevölkerungsdiskussion, nicht länger Leisten können, sollte dieses Thema wesentlich breiter diskutiert werden.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/bildungsforscher-ueber-jungen-vorurteile-bewirken-schlechtere-leistung-a-930380.html

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