Semesterbeginn 2014

Ich bin ja jeden Donnerstag an der Uni. Der Tag läuft dann etwa so ab wie gestern: So losfahren, dass ich um 9 Uhr dort bin – auch wieder mit dem Fahrrad, wenn ich mir ein neues gekauft habe. Dann kurze Teambesprechung im Sekretariat, was es an Neuigkeiten gibt und was gerade besonders dringend ist. Danach hat die Kollegin eine Veranstaltung für Studierende Lehramt Realschule, davor der Kollege eine Veranstaltung für Studierende Lehramt Gymnasium. (Ich selber bin im Wintersemester dran.) Vormittags erledige ich verschiedene Aufgaben am Rechner: Wartung von Webseite und Moodlekursen, Planung der nächsten Veranstaltungen, E-Mail erledigen; manchmal schaut jemand zur Sprechstunde vorbei.

Mittags radeln wir dann meist durch den Englischen Garten in die Kantine des Landesamts für Finanzen – ein Skript sammelt die online verfügbaren Speisepläne der in der Nähe liegenden Kantinen ein und stellt sie für Institutsmitarbeiter gesammelt dar. Aber es wird dann doch fast immer das Finanzamt daraus.
Gestern nicht, da hatten wir wenig Zeit und holten nur einen Happen in der Unimensa. Danach gibt es eine Tasse Kaffee in einem Büro und Plauderei mit einer Gruppe von Systembetreuern, die uns Lehrer quasi adoptiert hat. Auch das fiel gestern leider aus, da der Raum für eine Prüfung gebraucht wurde; ich musste selber dann auch noch Beisitz bei einer mündlichen Prüfung machen. Gleich im Anschluss begann die Veranstaltung im Sommersemester, das Praktikum „Informatiksysteme aus fachdidaktischer Sicht“.

Dort lernen die Studierenden, dieses Jahr sind es 16, es kommen vielleicht noch ein oder zwei dazu, welche Software es gibt, die man für die Schule benutzt, und was man damit machen kann. Das beginnt mit Moodle, allein schon mal zur Verwaltung der Veranstaltung, dann eine Auswahl aus den vielen Möglichkeiten, die es gibt. Die Studierenden produzieren einen Screencast für den Einsatz in der Schule, stellen die Software außerdem den Kommilitonen vor und geben diesen Aufgaben dazu. Wenn es klappt, kommt noch ein Besuch bei einem Schul-Systembetreuer dazu, und eine Gruppe von Schülern kommt an die Uni und wird von den Studierenden einen Vormittag lang im Rahmen eines Projekts betreut.
Wenigstens müssen wir für diese Veranstaltung keine Noten geben. Noten geben mag ich nicht.

So um 17 Uhr machen wir uns dann auf den Heimweg.

– Heute geht es allerdings gleich weiter, das jährliche Probestudium für an Informatik interessierten Schülerinnen und Schüler beginnt. Am Freitag und von Montag bis Mittwoch (immerhin in den Osterferien) besuchen angemeldete Schüler drei Vorlesungen und nehmen an einem mehrtägigen praktischen Workshop teil. Dieses Jahr standen zur Wahl 3D-Programmierung in Python, Android-Programmierung, Bioinformatik und Ähnlichkeitssuche in Bilddatenbanken. Einen der Workshops leiten wir, und irgendwie bleibt auch immer etwas von der Organisation an uns hängen.

Die Einladungen fürs Probestudium gehen an alle Gymnasien in Oberbayern und ein paar weitere Schulen; ob sie dann auch alle Informatiklehrer und deren Schüler erreichen, hängt von den Empfängern ab.

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2 Thoughts to “Semesterbeginn 2014

  1. Es freut mich. Herr Rau, dass Sie nicht nur in der Schule arbeiten, sondern Ihr profundes Wissen auch an der Uni einbringen.

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