Schuljahresanfang 2014/15

(Der Schuljahresbeginn ist eigentlich Anfang August, was Mitte September beginnt, ist lediglich der Unterricht. Aber wir wissen ja alle, wann es wirklich losgeht.)

Heute meine ersten Stunden gehabt. Ach, das freut mich jedesmal. Ich will mich weder mit Heinrich Heine vergleichen noch mit dem Riesen Antäus, der immer wieder neue Kraft erhält, wenn er seine Mutter – Gaia, die Erde – berührt, noch mit sonstigen Riesen, aber ich muss an jedem Schuljahresanfang an ein paar Verse aus dem Anfang von Heines Deutschland. Ein Wintermärchen denken:

Seit ich auf deutsche Erde trat,
Durchströmen mich Zaubersäfte -
Der Riese hat wieder die Mutter berührt,
Und es wuchsen ihm neu die Kräfte.

Ein gewisses Aufwachen bringt der erste Schülerkontakt nach den Sommerferien jedenfalls schon mit sich.

Ansonsten: An zwei Konferenzen teilgenommen. Stundenplan begutachtet, Unterrichtsverteilung, bin sehr zufrieden. Die Leute geben sich aber auch Mühe damit bei uns. Neu: Wir testen gerade das Doppelstundenprinzip, und soweit möglich das Fachraumprinzip – der Idealfall, dass jeder Lehrer einen eigenen Raum kriegt, geht natürlich aus vielen Gründen nicht. Schauen wir mal, was Schüler und Lehrer dazu sagen werden.

8 Antworten auf „Schuljahresanfang 2014/15“

  1. Da bin ich ja mal gespannt, was du so berichten wirst. Wir versuchen auch gerade, uns Fachräume zu erkämpfen, für Geschichte und Deutsch sieht es leider gerade mau aus… :-(

  2. Immerhin habe ich heute den Oberstufenkurs mit blank geputzter Tafel verlassen. Das war vorher nicht unbedingt immer so. Kann mich ja sonst nicht mehr blicken lassen – ich bin nur Gast in dem Zimmer.

  3. Hach, Heine zum Schulanfang, noch dazu so positiv :)
    Gleich winke ich der Loreley (Zugfahrt zur Photokina). Und: Alle guten Wünsche nachträglich!

  4. Ein Praktikant rief letztens Erinnerungen an die Tafelreiniger in der Uni wach. Das wär’ was. Besonders in meiner putzfaulen 9, wo dann auch meist die Trockentücher fehlen.

  5. Danke für die guten Wünsche!

    Trockentücher? Was ihr wieder für modernes Zeug habt. Wir haben Schwamm, Wischer und einen Lappen. Der Wischer ist tatsächlich sehr praktisch.

  6. Bei uns sorgen die Wischer immer dafür, dass die Kreide in der Kreideablage unter Garantie unbrauchbar ist. Aber für ein qualitativ hochwertigeres Tafelputzergebnis sind sie nicht schlecht. Trockentücher übrigens nur für die Hände. Wäre manchmal hilfreich, wenn irgendwer den Schwamm so nass gemacht hat, dass schon beim Aufheben Ströme kreidehaltigen Wassers aus ihm (am liebsten in den Hemdsärmel) fließen.

  7. Ich erinnere mich, dass wir als Schüler immer Tafeldienst hatten. Vor allem erinnere ich mich an unerträglich stinkende Tafellappen, ein nahezu traumatisierender Geruch. Wobei, den hatten auch manche Lehrer an sich, nicht nach Tafellappen, aber nach ungewaschenen und viel zu lange getragenen Wollpullovern…gibt’s diese Spezies eigentlich überhaupt noch?

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