Wilde Woche

Ein paar Stunden in einer benachbarten Grundschule gewesen. Sehr angenehmer Eindruck. Die Schule sauber und hell und bunt; meine eigene ist sauber und hell, aber nicht bunt – sie wirkt mir geradezu ein wenig unbewohnt. Keine halb herunterfallenden Plakate, das ist profesionell, aber nicht gemütlich.

Ich neide den Grundschulen die kleinen Klassen eigentlich kaum, aber den vielen Platz, den das mit sich bringt, schon. Wenn meine Klassenzimmer recht groß wären, so dass Lehrer und Schüler auch mal herumgehen könnten, und dass an den Wänden Platz wäre für Regale und Arbeitsecken und Material – dann hätte ich gar nicht so viel gegen große Klassen.

Nachmittags dann im Amerikahaus, vielleicht eine zukünftige Kooperation.

Am Donnerstag war ich nicht in der Uni, sondern unterzog mich einem kleinen operativen Eingriff. “Hirnoperation” sagte ich gerne dazu, aber das war es natürlich nicht, nur das Entfernen eines gutartigen Dingens am Kopf. Sehr lustiger Chirurg meiner Generation. (“Loch im Kopf”, war vor vierzig Jahren eine stehende Wendung, war das Schlimmste, was einem passieren konnte.) Lokale Betäubung, Aufschneiden, Kreislauf gekriegt, dann wieder erholt. Chirurg hat dann noch zu Hause angerufen, ob es mir wirklich gut geht.

Gestern Abend Selbstmedikation mit Weißwein, heute mit ungewaschenen Haaren in die Schule. Sehe leider trotzdem nicht sehr verwegen aus, rasierte Stelle am Kopf sehr klein. Am Spätnachmittag dann Ukuleletreff.

13 Antworten auf „Wilde Woche“

  1. Hört sich in der Tat nach einer wilden Woche an!

    Für den Kreislauf ein Tipp:
    Wenn Sie Probleme mit dem Kreislauf haben, dann laufen Sie doch einfach geradeaus! :D

    Zum Thema Grundschule so halb passend eine Frage: Die kleinen Klassen drüben in der Grundschule, das kommt von der geringen Geburtenrate oder haben die das absichtlich in mehr, dafür kleinere Klassen aufgeteilt?
    Dachte eigentlich dass ersterer Grund in den Großstädten nicht so extrem sei dass man es sehr merkt. Auch deswegen weil da natürlich auch die Zuwanderung stärker ist (also jetzt nicht unbedingt nur Ausländer sondern allgemein Leute die in die Städte ziehen).
    Letzteres wäre aus meiner Sicht jedoch zu begrüßen, ich halte die Grundschule für sehr prägend, und da sollte eine gute Lernumgebung sichergestellt werden.

    Was das bunte angeht: Grundschulen sind einfach hübscher, das ist halt so. 6–10 ‑jährige mögen bunt ja auch lieber als die 11–18 ‑jährigen, denen Kunst generell entweder peinlich oder langweilig ist. :D
    War soweit ich mich erinnere in meinen Schulen damals nicht viel anders.

    Achja, und noch zum Platz in den Zimmern: Bei uns damals war alles recht unpersönlich/ungemütlich in den Zimmern. Also außer Tischen und Stühlen, Pult und Tafel war da nicht viel.
    Das war unter anderem deswegen so, weil wir dauernd am wandern waren. Sowas wie feste Klassenzimmer gab es – gerade in der Mittelstufe und Oberstufe – kaum. Da hatten oft eher Fächer ihre Räume, und die waren dann entsprechend ausgestattet.
    Wie ist das bei Ihnen in der Schule umgesetzt? Bleibt da eher die Klasse in “ihrem” Zimmer und darf dieses dann auch dekorieren?

  2. Machen Sie nicht zu viel, Herr Rau! Gesundheit geht vor und ab 40 (eigene Erfahrung) sollte man sich Zeit gönnen.
    A propos Grundschule: Wollten Sie nicht bei Frau Peroutka man vorbei schauen und eine Stunde halten?
    Hier eine Mail meines Freundes Alex Rühle (von Der SZ), zum Weiterleiten:
    PACKMOS! Hilfe für die Geflüchteten in Griechenland!
    Wir sammeln am Samstag, 5.3., Sonntag, 6.3. und Montag 7.3. im Bellevue, Müllerstraße 2
    Liebe Freundinnen und Freunde des Bellevue,
    an der mazedonischen Grenze bahnt sich eine humanitäre Katastrophe an. Tausende geflohene Menschen sitzen dort fest. Es fehlt an allem. Wir organisieren daher einen Hilfstransport nach Griechenland. Wir verfügen über Kontakte zu Organisationen, engagierten Personen und Ärzten in Idomeni und Piräus. Wir sammeln Geld und Hilfsgüter, siehe Liste unten. Spenden können am Samstag den 5.3. am Sonntag den 6.3. und am Montag den 7.3. von jeweils 10.00 – 18.00 Uhr im Bellevue di Monaco, Müllerstraße 2 abgegeben werden. Bitte gut vorsortieren! Helferinnen und Helfer beim Sortieren und Verpacken sind ebenfalls herzlich willkommen!
    Also Packmos!
    Gebraucht werden:
    Winterkleidung, Regenkleidung, Schlafsäcke, Isomatten, Zelte, Medikamente und Hygieneprodukte.
    Konkret sind das:
    1. Kleidung & Zelte
    – Schlafsäcke
    – Zelte
    – Wärme-Iso-Decken
    – Isomatten
    – Anoraks für Erwachsene und Kinder
    – Dicke Socken und Strümpfe
    – Unterwäsche und Iso-Unterwäsche
    – Babytrage
    – Rucksäcke
    2. Medikamente
    – Inhalative Sprays
    (z.B.: Aerolin inh, Flixotide inh, Atrovent inh, Rolenium)
    – Antibiotika für Kinder
    (z.B.: Clarithromycin, Amoxicillin, Augmentin, Cefuroxim, Doxycyclin, Bactrimel).
    – Antibiotika für Erwachsene
    (z.B.: Ciprofloxacin 500 und 750 mg, Doxycyclin, Amoxicillin, Amoxicillin-Clavylanic acid, Bactrimel, Kefaklor)
    – Dermatologische und antimykotische Cremes
    (z.B.: Fucidin, Fucicort, Daktarin, Kenacomb)
    – Gastroschutz
    (z.B.: Omeprazol, Pantoprazol, Maalox, Simeco)
    – Augentropfen
    (z.B.: Tobrex, Tobradex)
    – Schleimlösender Sirup und Hustensirup
    – Schleimlösendes Mittel
    (z.B.: Acetylcystein, Fluimucil etc)
    – Schmerz- und Fiebersirup für Kinder und Tabletten
    (z.B.: Depon, Ponstan etc)
    – Otrivin
    – Medizinische Handschuhe
    – Anti-Durchfallsirup und ‑tabletten für Kinder und Erwachsene
    – Krampflösende Mittel
    – Anti-Erbrechenstabletten und ‑Sirup – Tabletten gegen Harnwegsinfektionen
    – Εntzündungshemmende Mittel – Antiseptika für Hände
    (z.B.: Betadine)- Hustenbonbons
    – Cremes für Säuglingshautausschlag und Kortisoncreme für Erwachsene
    – Voltaren Creme
    – Vitamine
    – Aerolin
    – Physiologische Kochsalzlösung in Ampullen- Mundspatel
    – Spritzen 10ml
    – Claripen für Kinder und Erwachsene
    – Salbe gegen Hämorrhoiden- Kortison Inhalationsgerät
    – Soldesanil
    3. Hygiene-Artikel
    – Taschentücher
    – Klopapier
    – Babyfläschchen
    – Babypflegetücher
    – Babywindeln
    – Damenbinden
    – Zahnbürsten und ‑pasta
    – Shampoo
    – Duschgel
    – Seife
    – Rasierklingen
    4. Lebensmittel:
    – Milchpulver
    – Trockene Snacks
    – Baby- und Säuglingsnahrung im Glas,
    – Schwarztee
    – Fruchtsaft
    – Rosinen
    – Kekse
    – Nudeln
    und Umzugskartons, Umzugskartons, Umzugskartons, Umzugskartons,
    Wichtig:
    KEINE KLAMOTTEN AUSSER DEN OBEN ERWÄHNTEN
    KEINE SCHUHE AUSSER NEUEN SPORTSCHUHEN MIT OFFENSICHTLICHER GRÖSSE
    KEINE LEBENSMITTEL DIE SCHNELL KAPUTTGEHEN
    KEINE SCHOKOLADEN
    KEIN SCHWEINFLEISCH
    Geldspenden bitte an.
    Bellevue di Monaco eGBank für Sozialwirtschaft AG München
    Konto: 14 18 500
    BLZ: 700 205 00
    IBAN: DE03 7002 0500 0001 4185 00
    BIC: BFSWDE33MUE
    Stichwort: Packmos
    Das Geld wird an unsere Partner vor Ort weitergegeben und dient zum Einkauf von Lebensmittel und Hygieneprodukten.

  3. >Die kleinen Klassen drüben in der Grundschule, das kommt von der geringen Geburtenrate oder haben die das absichtlich in mehr, dafür kleinere Klassen aufgeteilt?

    Das weiß ich nicht. Ich denke, Grundschulklassen sind immer kleiner; am Gymnasium schwankt der offizielle Klassenteiler, war aber auch schon mal bei 33, ist jetzt um die 30, glaube ich.

    >Wie ist das bei Ihnen in der Schule umgesetzt? Bleibt da eher die Klasse in „ihrem“ Zimmer und darf dieses dann auch dekorieren

    Heißes Thema. Wir haben umgestellt auf Lehrerräume, so dass die Klassen, die ohnehin etwa die Hälfte ihrer Stunden wandern, jetzt sämtliche Stunden wandern. Wir evaluieren das System gerade. Ich selber habe kein eigenes Klassenzimmer, zu viel Informatik und zu wenig sonst; andernfalls würde ich mein eigenes Zimmer sehr mit Zeug ausstatten.

  4. @Hauptschulblues: eben erst aus dem Spam-Ordner gefischt. Und: ich habe neulich ein paar Mal versucht, bei Ihnen zu kommentieren, hat nicht geklappt, habe auch eine Mail deswegen geschickt.

    >A propos Grundschule: Wollten Sie nicht bei Frau Peroutka man vorbei schauen und eine Stunde halten?
    Wollte ich. Vielleicht dieses Jahr, nach Pfingstens/dem Abitur? Ich hoffe, ich raffe mich auf.

  5. Ja, mir macht Blogspot auch Probleme. Vielleicht sollte ich auf WordPress umsteigen.
    Jedenfalls habe ich auch immer Probleme bei Kommentaren.
    Frau Peroutka: Nach Pfingsten läuft der Quali. Vielleicht im Herbst?

  6. Oh, gute Besserung wünsche ich. Hoffe, es heilt schnell und gut. Aber eigentlich sollte man nach Kreislauf und so weiter einen Tag Ruhe haben.

    Wir haben das Lehrerraumprinzip kombiniert mit den Doppelstunden schon seit geraumer Zeit.
    Interessant ist tatsächlich, wie Kollegen sich Platz schaffen in den einzelnen Räumen.
    Manche haben die lehrerzentrierte Aufstellung beibehalten, Pult vorne, Tische parallel gegenüber.
    Dann kommen viele Mischformen. Genial find ich den Raum eines Deutschkollegen. Sein Tisch steht irgedwo beiläufig an der Wand und die Schülertische sind zu Inseln komponiert, die so stehen, dass man sich gut bewegen kann dazwischen. Es ist sogar noch Platz für eine Couch.

  7. >Sein Tisch steht irgendwo beiläufig an der Wand und die Schülertische sind zu Inseln komponiert, die so stehen, dass man sich gut bewegen kann dazwischen.

    So stelle ich mir das für mich auch vor – aber dazu müsste der Raum groß genug sein, und das wird wahrscheinlich nicht der Fall sein. Insgesamt finde ich, dass sich manche meiner Kollegen noch etwas mehr Mühe geben könnten mit ihren Zimmern. Aber gut, vielleicht geht das alles nicht so einfach, wie ich mir das vorstelle.

  8. Die einen haben einen Wintergarten, die anderen eine Gefängniszelle.
    Wir können den Raum tauschen, wenn einer frei wird durch Pensionierung usw. Zu Anfang wurde ja gelost, da konnte man schon Pech haben. Manche wollen eine gute Lage zum Lehrerzimmer , andere Nordseite oder eben einen bestimmten Zuschnitt.
    Wenn Schulfest ist und die Eltern in die Räume kommen, wir doch schnell noch was aufgehängt.

  9. Gute Besserung! Ich hoffe, es ist/war wirklich alles so wenig beunruhigend, wie du es hier darstellst…

    Lehrerraumprinzip:spannend. Dazu würde ich gerne mal ausführlicher etwas erfahren.

  10. Wir testen das Lehrerraumprinzip ja noch, und zumindest jetzt – aber wohl auch danach – gilt: jedes Jahr werden die Räum epotentiell neu verteilt. Einerseits gut, andererseits richtet man den Raum dann doch nicht so sehr ein wie möglich.

    >Gute Besserung!

    Ja, alles harmlos und gut verlaufen. Heute kamen die Fäden heraus.

  11. Zum Lehrerraumprinzip: Keine Probleme mit herumliegenden Taschen der Schüler – oder gibt es genug Spinde? Kein Problem mit Vertretungstunden/Räumen? Keine vandalierenden Schüler?

    Habe neulich einen guten Vortrag gehört zum Thema Raum in Schulen. Vor allem war die Rede davon, die sogenannten Verkehrsflächen (Flure z.B.) auch in Arbeits-/Nutzbereiche umzuwidmen. Das fand ich erneut sehr spannend, wenngleich ich selbst an einer Schule war, die sehr “effizient” gebaut wurde, sodass außerhalb der Räume kaum Platz bleibt. Aber andere Schulen geben da mehr her.
    Kann es sein, dass es das Gymnasium Grünwald war, dessen Rektorin diesen Vortrag hielt? Irgendwie bei/in München?
    Ansonsten kann ich auch nur raten, mehr auf den Kreislauf zu hören – der weiß in der Rgeel Bescheid… :)

  12. >keine Probleme mit herumliegenden Taschen der Schüler – oder gibt es genug Spinde? Kein Problem mit Vertretungstunden/Räumen? Keine vandalierenden Schüler?

    Vandalismus: Gar nicht.
    Vertretungsstunden: Keine Probleme; natürlich muss man immer wieder mal in die Fachräume von Kollegen rein mit der eigenen Klasse.
    Herumliegende Taschen: noch am ehesten, ja.

    Wir haben viele Ecken und Nischen an der Schule, die noch für nichts genutzt werden.

  13. Bei uns wurden ordentliche Spinde gekauft und viele Sitzmöglichkeiten geschaffen. Nischen bekamen Bänke, viele Sitzmöglichkeiten auf dem Hof und der Pausenhalle sind äußerst beliebt. Dazu kommen zusätzliche Aufenthaltsräume für die einzelnen Stufen.
    Vandalismus gibt es praktisch keinen mehr.
    Die Taschen sollen, wenn möglich, Haufen bilden und nicht als einzelne Stolperfallen genutzt werden. Da sind wir noch dran.

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