Ukulele im Ensemble, und Panamapapiere, ein bisschen

Letzte Woche war einer ein Treffen des Münchner Ukulele-Meetups. Wir sind ein paar Ukulelespieler von unterschiedlicher Erfahrung und treffen uns einmal im Monat im Nebenzimmer der einen oder anderen Gaststätte und spielen mit unseren Ukulelen. Der eine oder andere spielt etwas vor, man zeigt den anderen vielleicht ein paar Kniffe, und spielt vor allem gemeinsam. Noch sind wir sehr in der Phase, in der wir erst einmal ein gemeinsames Repertoire erstellen – also Lieder finden, die wir alle sowohl können als auch ertragen. Zur Abwechslung habe ich auch eine kleine Nummer für das Ensemblespiel mitgebracht; das macht mir gerade mehr Spaß als das gemeinsame Schrumm-Schrumm. Hier der Link zur erklärenden Seite, wo man auch eine pdf-Datei mit den Noten herunterladen kann. Vierstimmig, plus eine Ukulele mit den Begleitakkorden, und alle Stimmen kann man natürlich mehrfach besetzen. Weil der Link zum Download der mp3s dort nicht stimmt: hier kann man sich die Dateien herunterladen.

Und so hört sich das an, wenn ich das spiele, alle Stimmen, halt nacheinander und noch sehr langsam, und dann übereinandergelegt:

Mehr Arrangements aus derselben Quelle gibt es hier zu kaufen, aber damit warte ich, bis wir mit dieser ersten Nummer besser sind. (Die Noten habe ich für mich selber mit dem Programm MuseScore neu gesetzt, um den Fingersatz für die Ukulele darzustellen.)


Panama: Es häufen sich die Meckerer, die darin keine Nachricht sehen oder die sich – ernsthaft! – beklagen, dass zuviel über Putin geschrieben wird und nicht zuviel über Amerikaner. Die heimischen Aluhüte.

Mich beeindruckt vor allem die Leistung der Journalisten, mit fast 400 Leuten in einem Team zu arbeiten, zu teilen, sich zu kordinieren, sich nicht zu verplappern. Das ist eine tolle Geschichte. Und das geht natürlich alles nur

  • mit technisch sauberer Verschlüsselung
  • mit dem Recht auf Verschlüsselung (Ungarn will das gerade abschaffen, UK hat das eh nicht)
  • mit Whistleblower-Schutz.

5 Antworten auf „Ukulele im Ensemble, und Panamapapiere, ein bisschen“

  1. Zu den Panama-Punkten absolute Zustimmung.
    Es ist eine sehr große Menge Daten und Personen, ich bin mehr sicher das da noch einiges interessantes auftauchen wird. Und es sind genügend Journalisten aus verschiedenen Ländern und von verschiedenen Zeitungen beteiligt dass ich zumindest Hoffnung habe, dass da nicht irgendeine politische Agenda verfolgt wird, auch wenn der Kreml vor der Veröffentlichung schon von einer kommenden, auf Russland und den Russischen Präsidenten gezielten “Informationsattacke” westlicher Medien gesprochen hat.

    Ich finde aber schon dass man ein wenig die Berichterstattung der anderen Medien über das Thema kritisieren kann (also nicht die Zeitungen die an der Analyse usw. arbeiten, sondern die Dritten die wiederum über die Rechercheergebnisse schreiben). Da fällt es schon schwer, nicht zuweilen eine Färbung zu sehen. Am Tag der ersten Veröffentlichung gab es z.B. von tagesschau.de fast sofort einen großen Artikel der sich ausgiebig mit Putin (der nichtmal in den Dokumenten auftaucht bisher) und seinen Vertrauten beschäftigt (vermutlich auch getriggert von der oben genannten Aussage des Kremlsprechers), und die Verwicklung von Personen wie Poroschenko, Cameron, Annan, Zuma bzw. deren Familienmitgliedern und dem Saudischen Königshaus vollständig weglässt. Als einziger westlicher oder “westfreundlicher” Politiker wurde am Rand der Premierminister Islands erwähnt, und dann noch der Fußballspieler Messi.

    Und die Tagesschau war da nichtmal bei den schlimmeren. Andere haben noch viel lauter in dieses Horn gestoßen. Ich kann verstehen dass es da in der heutigen Zeit vielen Leuten schwerfällt, an Zufälle zu glauben.
    Wenigstens hat die Tagesschau den Artikel zwei Stunden später ergänzt, sodass er jetzt OK aussieht wenn man ihn abruft. Die Löschung der diesbezüglichen Kommentare hat aber auch hier ein “Gschmäckle”:
    http://www.tagesschau.de/ausland/panamapapers-103.html

  2. Konzert der Gruppe: Ich denke, das wird noch dauern. Einer ist dabei, der spielt schon seit Jahrzehnten in einer Gruppe, ein paar können immerhin ordentlich spielen, und wir anderen …üben noch.

  3. Na das ist doch eine gute Ausgangssituation für eine Band!

    - Bei Nirvana konnte zu Beginn nur Dave Grohl sein Instrument auf ordentlichem Niveau spielen
    – Bei den Ärzten konnte nur Rod zu Beginn sein Instrument gut spielen, Farin Urlaub sagt Rod spiele (obwohl er der Bassist ist) bis heute besser Gitarre als er, war also damals völlig überqualifiziert
    – Als die White Stripes angefangen haben konnten sie quasi gar nichts außer simpelstem Zeug spielen (und manche bösen Leute sagen das ist heute noch so, Meg White wurde schon öfters mit dem Duracell-Häschen verglichen :D )

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