Bahnstreik, Zombies, Lehrpläne lesen

Ich habe eine meiner vielen E-Mails bei den Münchner Verkehrsbetrieben hinterlassen und werde damit darüber informiert, wenn es auf der Linie, die ich nutze, um zur Arbeit zu kommen, Schwierigkeiten gibt. Alle drei Tage kommt da etwa eine Nachricht, meist betrifft sie mich von der Uhrzeit her nicht. Aber am Sonntagabend wurde ich dadurch darüber informiert, dass bundesweit und wohl auch für München am Montag Warnstreiks drohen.

Also ging ich heute eine S-Bahn früher aus dem Haus (das sind etwa zwanzig Minuten), und nach wenigen Schritten an der frischen Luft erreichte mich die nächste Mail: Ja, es wird gestreikt, meine S-Bahn fährt erst mal überhaupt nicht. (Für andere Linien gab es wenigstens ein wenig Ersatz.)

Also fuhr ich statt mit der S-Bahn mit der Straßenbahn nach Pasing, meldete mich von der Fahrt aus bei dem Kollegen, der in Pasing wohnt, und konnte mit ihm mit dem Auto von Pasing aus meinen Weg fortsetzen.


Schule dann unterschiedlich, nun ja. In Q12 Englisch Kommaregeln wiederholt und dann Jonathan Coulton, „Re: Your Brains“ gehört:

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Den Text ausgteilt, Aufgabe dazu: Einen zusammenhängenden Text schreiben und dabei sehr auf die Kommas achten – Inhalt: Eine Songtextanalyse hinsichtlich der verschiedenen Sprachebenen: Monstersprache und corporate jargon.

Davor ausgefragt über US Government & Politics, in Form eines Online-Quizzes über die 100 potentiellen Fragen, von denen man 6 aus 10 richtig beantworten muss, um die US-Bürgerschaftskunde-Prüfung zu bestehen. Das mache ich jetzt eine Weile jede Stunde als Einstieg.

US Civics Practice Test: https://my.uscis.gov/prep/test/civics


Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Mediencurriculums an unserer Schule lese ich auch die Lehrpläne der anderen Fächer, so nach und nach. Damit kann man manchmal überraschen.

Neu ist der Tanz in der 9. Klasse in Sport. Die Schüler und Schülerinnen „erarbeiten zielorientiert und systematisch einen Gesellschaftstanz und präsentieren ihn.“ Ich habe ein Herz für diesen optimistischen Lehrplantonfall. (Foxtrott wäre ja mein Favorit, der Lehrplan nennt „Rock ´n´ Roll, Cha-Cha-Cha, Salsa“ als Beispiele.)

Ich könnte mir auch gut vorstellen, wie sich erst einmal die Kollegen zielorientiert und systematisch einen Gesellschaftstanz erarbeiten und präsentieren. Ein bunter Abend, auf den ich tatsächlich mal ginge. Danach kann man mit mir auch übers Skilager reden, der den Sportlehrern wesentlich wichtiger zu sein scheint als das Tanzen.

„Die Schülerinnen und Schüler würdigen den Sinn umweltschonenden Sports.“ Was ist denn das für ein schwammiger Deskriptor? Ohnehin ist „würdigen den Sinn“ der kleine Bruder von „leck mich am Arsch.“ „Würdigen den Sinn“ zeigt sich nicht an einem konkreten Verhalten außer – auch nur vielleicht – einem Lippenbekenntnis.


Zum ersten Mal im neuen WordPress-Editor getippt. Sieht sehr, sehr unnötig aus. (Gehört in die gleiche Kategorie wie die Ubuntu-Umstellung auf Unity.)

4 Antworten auf „Bahnstreik, Zombies, Lehrpläne lesen“

  1. Bahnstreik: H. hofft, dass er am Donnerstag ohne größere Probleme nach Frankfurt/M. zur Abschlussveranstaltung der Starken Schulen fahren kann. Ja, Hertie hört in diesem Bereich auf. https://www.starkeschule.de/
    Tanzen ist immer gut. H. hat Boogie im Differenzierten Sportunterricht gegeben.
    Skikurse? Naja, Frau H. könnte erzählen und schimpfen und argumentieren.

  2. Der neue WordPress-Editor: Das ging mir gestern genauso. Und ich vermisse die Knöpfe oben beim Eingabefeld, damit man „blockquote“ nicht jedes Mal von Hand tippen muss. Wo sind die nur hin?

  3. Der neue WP-Editor ist eine Krankheit. Er entwickelt ständig neue Bugs und Eigenheiten. Am besten das „Classic Editor“-Plugin runterladen und abwarten.

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